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Serbien

 

Das Balkanland die Republik Serbien ist seit 2006 ein eigener Staat, vorher war es ein Teilstaat von Serbien-Montenegro bzw. Jugoslawien. Bezahlt wird in Serbien mit der nationalen Währung Dinar, die Internetendung ist .rs, das offizielle Kfz-Kennzeichen SRB. Es ist in etwa so groß wie Österreich und hat keine eigenen Zugang zur Adria. Nachbarländer sind Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Kosovo, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Kroatien.

flagge serbien

Flagge von Serbien

Die Amtssprache in Serbien ist Serbisch, eine südslawische Sprache. Sie wird iim Land meist in kyrillischen Buchstaben geschrieben. In der Vojvodina in Nordserbien sind daneben auch Ungarisch, Kroatisch, Russinisch, Slowakisch und Rumänisch verbreitet. Die stärkste Kirche sind die Serbisch-Orthodoxen Christen, es gibt aber auch Katholiken, Protestanten und Moslems.

Als Reiseland hat Serbien einiges zu bieten. So gibt es im Lande zahlreiche Burgen, die aus der Zeit des Mittelalters zeugen und meist idyllisch liegen, wie z.B. die Burg Golubac an der Donau. Weite Teile des Landes stehen unter Naturschutz und in den Nationalparks findet man reichlich Natur und Ruhe. Durch die Flusslandschaften entstehen außerdem einzigartige Ökosysteme und ursprüngliche Wälder.

Das Land liegt in der warmgemäßigten Klimazone mit kontinentalen Einflüssen. Der Norden ist eher flach und Teil der pannonischen Tiefebene, in den höheren Regionen fällt im Winter meist reichlich Schnee. Sogar Wintersport ist in Serbien möglich. Der Staat ist landschaftlich stark von seinen Flusssystemen geprägt, insbesondere von der Donau, aber auch Drina, Save, Theiß und Morava. Der Belo Jezero ist der größte See des Landes. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Eiserne Tor der Donau an der Grenze zu Rumänien.

Dort wo die Save in die Donau mündet liegt die serbische Hauptstadt Belgrad. Sie ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind die Festung der Stadt, verschiedene Museen (wie das Serbische Nationalmuseum, Luftfahrtmuseum, Militärmuseum, Naturkundlisches Museum etc.) sowie die Altstadt. Das ganze Jahr über finden hier auch viele Events statt und die Stadt gilt als Musikmetropole (Turbofolk), die man auf Reisen nach Serbien eigentlich immer besuchen sollte. Langweilig wird es in Belgrad sicher nicht. Andere wichtige Städte in Serbien sind Novi Sad, Nis, Kragujevac und Subotica. 

 

Serbien – Land der Burgen und Nationalparks

 
Serbien ist in etwa so groß wie Österreich und hat als Binnenland auf dem Balkan keinen eigenen Zugang zur Adria. Es ist der größte Nachfolgestaat des ehemaligen Jugoslawiens und grenzt u.a. an Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Montenegro, mit dem es bis Juni 2006 den gemeinsamen Staat Serbien-Montenegro bildete. Touristisch und als Reiseland ist es zwar nicht so bekannt wie Mallorca, Istrien oder Krk aber durchaus für den Urlaub attraktiv!

Serbien als eigener Staat

Serbien ist heute eine eigenständige parlamentarische Republik und strebt die EU-Mitgliedschaft an. In Serbien ist Serbisch in kyrillischer Schrift als offizielle Amtssprache deklariert, aber regional werden auch andere Sprachen wie etwa Ungarisch in der Provinz Vojvodina gesprochen. Neben der kyrillischen Schrift wird oft auch die lateinische Schrift im Land verwendet. Bezahlt wird in der Republik mit dem Dinar (RSD).
 
Auch wenn Serbien heute ein eigener Staat ist, so ist auch heute noch die ethnische Zusammensetzung der Menschen bunt. Neben den Serben gibt es nämlich auch viele Minderheiten, wie Ungarn, Slowaken, Kroaten oder Rumänen. Die meisten Bewohner des Landes sind serbisch-orthodoxe Christen, es gibt aber auch Katholiken, Protestanten und Moslems, verstärkt im Sandschak von Novi Pazar.
 
Hauptstadt, sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes ist Belgrad (Beograd), gefolgt von Novi Sad, Nis und Kragujevac. Größter Flughafen ist der Nikola Tesla Airport in Belgrad. Serbien hat ein Kontinentalklima mit ausgeprägten Jahreszeiten und üblicherweise schneereichen Wintern. Im zentralen Serbien gibt es daher einige interessante Skigebiete für den Wintertourismus. Als Urlaubsland ist Serbien eine wirkliche Alternative zu Mallorca, der Atlantikinsel Madeira, Italien oder Gran Canaria.

Tourismus in Serbien

Serbien ist eher dünn besiedelt und bietet daher viel Platz für National- und Naturparks. Der Balkanstaat hat fünf Nationalparks: Djerdap, Kopaonik, Tara, Sar Planina und Fruska Gora. Hier findet man in den klaren Seen, Flüssen und Wäldern neben einer bedeutende Tier- und Pflanzenvielfalt, einzigartige Ökosystemen und landschaftliche Besonderheiten wie die größten Flussklippenzonen und Bergauen Europas. Fast 10% des Staatsgebietes stehen unter Naturschutz, seine Wälder zählen zu den ursprünglichsten Europas.
 
Wenn man die landschaftlichen Besonderheiten des Landes betrachtet, muss man insbesondere die Flüsse hervorheben. Der flache Norden, der noch Teil der Pannonischen Tiefebene ist, wird durchzogen von der Tisa. Das engere Serbien wird von Nord nach Süden von der Drina und der Velika Morava geprägt. Belgrad liegt an der Mündung der Save in die Donau. Überhaupt kann man von der Donau aus viele Sehenswürdigkeiten des Landes besuchen, so dass auch Donaukreuzfahrten eine gute Möglichkeit sind Serbien kennenzulernen. Gerade an der Donau findet man zahlreiche Burgen und Festungen, die von einer bewegten Vergangenheit zeugen.
 
Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten dort ist das Eiserne Tor, ein imposantes Durchbruchstal an der Donau zur Grenze nach Rumänien. Früher war dieser Flussabschnitt als der gefährlichste der Donau gefürchtet. Seit dem Kraftwerksbau wurde er entschärft und ist heute ein Highlight am Nationalpark Djerdap. Aber das Land auf dem Balkan hat noch mehr zu bieten. Zahlreiche Mineral- und Thermalquellen haben einen gut entwickelten Kur- und Wellnesstourismus entstehen lassen. Erst allmählich spricht sich dies wieder rund und Serbien ist noch ein Geheimtipp.

Kultur in Serbien

Kulturell haben Belgrad und Novi Sad einiges zu bieten. Belgrad hat neben vielen Sehenswürdigkeiten, wie die Belgrader Festung oder das Serbische Nationalmuseum auch ein interessantes Nachtleben und alljährlich verschiedene Veranstaltungen überregionaler und internationaler Art zu bieten.

Wer sich für Kirchengeschichte interessiert, der wird in Serbien ebenfalls fündig. Große Klosteranlagen und bekannte Kirchfresken sind im Land zu besichtigen.

 

Belgrad - die Weiße Stadt an der Donau

 
Belgrad, die Festungsstadt an der Mündung der Save in die Donau gilt als Tor zum Orient und als Schnittstelle zwischen Orient und Okzident. Übersetzt heißt Beo = Weiße und Grad = Stadt. Die Festung von Belgrad ist das Wahrzeichen Beograds, wie die Stadt auf Serbisch heißt. Belgrad hat mit Umland ca. 2 Mio. Einwohner und war wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum Jugoslawiens. Diese Funktion hat es heute für die unabhängige Republik Serbien.
 
Die Stadt ist Sitz der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Dies spiegelt sich auch in einigen klerikalen Bauwerken wider. Die Katheldrale des Heiligen Sava in Belgrad ist das größte christliche Gotteshaus auf dem Balkan. 
Belgrad und Geschichte
Seine lange Geschichte ist bewegend und reicht von der uralten Vinča-Kultur, den Römern, Byzantinern, der Landname der Slawen, serbischen Despotaten über die Osmanen und Ungarn in die Neuzeit. Die Stadt war zu jugoslawischen Zeiten oft Konferenzort der sog. Blockfreien Staaten. Auch heute noch ist die Stadt Veranstaltungsort vieler nationaler und auch internationaler Events, wie Belgrader Filmfest, Theaterfestspiele, Buchmesse und Musikfest. Bekannt ist auch die Belgrade Fashion Week und die Tage Belgrads, die alljährlich vom 16-19.April abgehalten werden.
 
Bedeutendstes Museum Belgrads ist das Serbische Nationalmuseum, mit tausenden von Gemälden und dem Miroslav-Evangelium aus dem 12. Jahrhundert. Das jugoslawische Filmarchiv zählt zu den größten weltweit. Bekanntestes Museum ist das Museum des 15. Mais, dem früheren Präsidenten Tito gewidmet ist. Hier steht u.a. sein Mausoleum, das Haus Kuča cveča. Weitere Museen sind das Armeemuseum, das Museum der afrikanischen Kunst und das dem Erfinder gewidmete Nikola-Tesla-Museum. Es gibt aber noch unzählige kleinere aber nicht minder interessante Museen in Belgrad.
Belgrad- eine Lebendige Metropole 
Auch sein Nachtleben ist alles anderes als langweilig, es gibt zahlreiche Clubs, Diskos, Bars und Restaurants in denen man den ein oder anderen leckeren Cocktail genießen kann. Belgrad ist aber auch Heimat von einige Sportstätten wie Crvena-Zvezda-Stadion, Partizan-Stadion und die Arena. Es wurden auch schon Schwimm WM und Basketball EM in der Stadt ausgetragen. Roter Stern Belgrad und Partizan kennt man auch im deutschsprachigen Raum durch den europäischen Spitzenfussball.
 
Belgrad ist eine lebendige Stadt mit ausgeprägter Kulturszene mit bekannten Theatern wie Nationaltheater, Theater am Terazije und verschiedenen Schauspieltheatern. Im Theater am Terazije werden auch Musicals aufgeführt. Als Zentrum des sog. Turbofolks und Rockmusik ist Belgrad bekannt, es ist aber auch das Zentrum der einheimischen Hip Hops.
Die Festung
Von herausragender Bedeutung für Belgrad ist seine Festung. Sie erstreckt sich mit Grünanlagen auf ein Gelände über 50 ha und teilt sich in einer Ober- und Unterstadt. Innerhalb des Komplexes befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Zoologische Garten, Militärmuseum, Naturkundliches Musem und der Pavilion Cveta Zuzorić. Daneben findet man die typischen Tore, Brücken, zwei Kirchen, Brunnen und Bronzedenkmäler. Am 15.Februar, dem Tag der Republik werden Salutschüsse von der Festung gefeuert. Überhaupt wird die Festung auch für Events genutzt.
 
Vor der Festung kann man im Kalemegdan Park bronzene Büsten von serbischen Berühmheiten betrachten. Auf einer Terasse befinden sich das Grabmal der Nationalhelden.  Der Kalemegdan Park gilt als der schönste und kulturhistorisch bedeutensamste Park der Stadt, es gibt aber noch viele weitere Parks wie Pionirski Park unweit der Skupština, dem serbischen Parlament. Der Tašmajda Park hinter dem Parlament beinhaltet Katakomben und die große Kirche Sv. Marko. Dahinter befindet sich die kleine Russisch-Orthodoxe Kirche. Besuchen sollte man auch den Botanischer Garten Jevremovac.
Belgrad und Architektur
Natürlich hat Belgrad auch zahlreiche architektonisch bedeutsame Objekte der einzelnen Epochen von traditioneller Balkanarchitektur über Klassizismus bis hin zum sozialistischen Baustil im Angebot. In nur wenigen Städten treffen so viele beeindruckende Bauwerke dieser Art so aufeinander. Die Altstadt (Stari Grad) beinhaltet noch Zeugnisse der Antike und des Mittelalters. Architektonisch sehenswert sind u.a. die Kathedrale des Hl. Sava, das Nationaltheater, die Serbische Akademie, Skupština, das Serbische Nationalmuseum, das Alte Schloß, das Neue Schloß (Residenz des Präsidenten), das Jugenstilgebäude Hotel Moskva, der Palast der Föderation, der Genex-Turm und das Museum für Moderne Kunst.  
 
Belgrad ist also in vielerlei Hinsicht defintiv eine der interessantesten Städte Europas! 
 

Klima

Das Klima von Serbien liegt in der warmgemäßigten Zone Europas. Dabei nehmen die Niederschläge von Nordosten Richtung Südwesten hin ab. Als Balkanland liegt Serbien auch im Einfluß der Meere Adria, Ägäis und Schwarzes Meer, auch wenn es selbst als Binnenland keine Zugang dorthin hat.

Durch die Höhenunterschiede und Gebirge gibt es in Serbien ähnlich wie etwa auf dem australischen Kontinent oder auch in Ländern wie Bolivien, Kanada und Argentinien viele unterschiedliche, kleinere Klimabereiche und Mikroklimata. Dabei kann innerhalb weniger Kilometer durchaus ein größerer Unterschied bestehen und sich bei der Durchquerung des Landes das Wetter schnell wechseln. Dabei kann innerhalb weniger Kilometer durchaus ein größerer Unterschied bestehen und sich bei der Durchquerung des Landes das Wetter schnell wechseln. Insgesamt ist das Land aber durchaus stark kontinetal geprägt, es herrschen dementsprechen kalte, schneereiche Winter und heiße Sommer vor, die hin und wieder auch trockene Perioden aufweisen.

Daneben beeinflußen einige Winde deutlich das jeweilige Klima der Jahreszeiten. In den Übergangsjahreszeiten bringen Tiefgebiete auf der Adria warme Föhneffekte hervor, während im Winter trockene und kalte Nordwinde (beeinflusst vom Sibirischen Hoch) das Wetter beeinflußen. Dies kann daher ebenfalls wechselhafte Auswirkungen auf die Tagestemperaturen und Niederschläge haben.

Wie in der Region üblich ist auch in Serbien der Juli im Durchschnitt der wärmste Monat, der Januar der kälteste. Die Niederschläge variieren und liegen oft zwischen 700 mm und 1.000 mm. Es gibt aber auch trockenere Regionen. 

 

Tourismus

Der Tourismus in Serbien wurde in den letzten Jahren mehr und mehr gestärkt. Obwohl Serbien keinen Zugang zur Adria oder anderen Meeren besitzt (genauso wie Österreich und andere Binnenländer auch) ist es landschaftlich außerordentlich reizvoll. Zahlreiche Burgen, Städte und Naturlandschaften warten auf den Reisenden.  Damit wird das Land nicht nur für kurzfristige Aufenthalte interessant, sondern auch für einen Langzeiturlaub.

Es gibt einige Nationalparks und in den Flüssen, Wäldern und Seen lebt eine interessante Tier- und Pflanzenwelt. Insgesamt wird Serbien stark von Wasser geprägt, das verwundert da es wie schon erwähnt ein Binnenland ist. Dafür wird es aber durch seine Flusslandschaften und Seen entschädigt. Klimatisch wie Landschaftlich liegt es im Einflussgebiet von Adria, Schwarzem Meer und Ägäis.

Der Tourismus hat seine Schwerpunkte natürlich in Belgrad und Novi Sad. Von Bedeutung ist auch der Kurtourismus, sowie die zahlreichen Klöster. Belgrad bietet zahlreiche kulturelle Events und das Nachtleben und die vielen Sehenswürdigkeiten locken nicht nur Reisende aus dem Balkan an, sondern aus ganz Europa und Übersee. Städtetouren und Citytripps von Mitteleuropa in die weiße Stadt Belgrad sind spätestens seit den günstigen Airlinetarifen durchaus interessant.

Bekannt sind auch die vielen Seen und Stauseen in Serbien. Der Đerdapsko jezero ist der größte Stausee des Landes, größter natürlicher See ist der Belo jezero der sich in der autonomen Provinz Vojvodina befindet. Zusammen mit weiteren Seen bildet er als Ribnjak Ečka ein großes Fischreservoir.  Ludaško Jezero, Palićko Jezero, Srebrno Jezero und die Belocrkvanska Jezera sind mit ihrer besonderen Natur und Landschaft ebenfalls beliebte Anziehungspunkte. Flusskreuzfahrten sind eine weitere Spezialität und bieten eine gute Möglichkeit Serbiens Natur, Landschaft und die beiden Städte Belgrad und Novi Sad kennzulernen.

Das Land ist außerdem ein Wanderparadies und bietet gute Bedingungen zu Wanderungen und mehrtägigen Trekkingtouren. Die viele ursprünglichen Balkandörfer oder die Siedlungen in der pannonischen Ebene bieten die Möglichkeit auf den Wanderungen und Rundfahrten die vielfältigen Menschen, Traditionen und Landschaften des Landes kennenzulernen. Die flacheren Landstriche und Uferbereiche sind oft auch gut geeignet für Rad- und Mountainbiketouren. In den Gebirge kann man Bergsteigen und Klettern, auch als Anglerparadies bieten die Gewässer Serbiens gute Möglichkeiten eine guten Fang zu machen.

Die Gebirge bieten ebenfalls schöne Hotels und interessante Urlaubsmöglichkeiten, sogar Wintersport (Alpin wie Langlauf), da manche Gebirgsregionen mit ihrem kontinentalen Klima außerordentlich schneereich sind. Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist das Eiserne Tor, ein Durchbruchstal der Donau, nahe der rumänischen Grenze. Auch kulturell gibt es in Serbien viel zu entdecken, so dass davon ausgegangen wird, dass der Tourismus im Land weiter zunehmen wird. Und wer auf das Meer nicht verzichten will, der kann Adria Kreuzfahrten im Nachbarland Kroatien unternehmen.

 

Städte

In Serbien gibt es einige interessante Städte. Da ist zunächst natürlich die Hauptstadt Belgrad mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten, administrativen Funktionen und kulturellen Höhepunkten. Die zweitgrößte Stadt des Landes ist Novi Sad in der Vojvodina.

Die Universitätsstadt hat ein Nationaltheater und die sehenswerte Festung Petrovaradin. Die Festung ist alljährlich Schauplatz eines bekannten Events, nämlich der EXIT. Das Musikfestival mit dem Schwerpunkt auf Rock zeigt auch eine der internationalen Seiten Serbiens.

Die drittgrößte Stadt Serbiens ist Niš. Die Stadt ist ebenfalls Sitz einer Universität, außerdem eines orthodoxen Bischofs. Bekannt ist das Symphonie-Orchester und einige Museen, Theater und Kultureinrichtungen.

Kragujevac ist ebenfalls eine der größten Städte von Serbien. Die Industriestadt (Waffen- und Automobilindustrie) hat eine Universität und liegt in der Region Šumadija im zentralen Serbien. In der Stadt gibt es einige historische Gebäude. Im Umland bieten sich zahlreiche Klöster für einen Ausflug an.

Aber Serbien hat noch andere größere Städte und regionale Metropolen mit unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten. Weitere Städte sind z.B. Subotica, Pančevo, Čačak, Leskovac, Smederevo, Valjevo, Kraljevo, Kruševac, Vranje, Užice und Šabac. Wer den Sandschak besucht, wird Novi Pazar besichtigen, die von Minaretten geprägte Stadt befindet sich in einem historisch wichtigen Gebiet. Hier findet man auch zahlreiche Klöster und Kirchen, besonders bekannt sind die Petrova crkva aus dem 9. Jahrhundert die älteste Kirche des Landes. Dies ist mit dem Sopoćani Kloster seit 1979 Weltkulturerbe der UNESCO. Auch gibt es in einigen Städten auch hervorragende Möglichkeiten für Wellness und Entspannungsurlaub!

 

Nationalparks

Serbien ist ein relativ waldreiches Land und daher sind über 7.300 qkm als Nationalpark oder Naturpark deklariert und die dortige Natur besonders unter Schutz gestellt. Man ist ferner bemüht diese Flächen noch deutlich auszuweiten.

Die Artenvielfalt ist in Serbien besonders groß und auch international gilt es als Zentrum der natürlich Vielfalt.

Dieses Potential bringt aber auch die Verantwortung mit sich besondere Schutzmassnahmen zu ergreifen. Über 2/3 der europäischen Vogel- und Säugetierarten leben in Serbien! Wer also Europas Tierwelt entdecken möchten, hat hier schon einen Großteil vor der Haustür.

Dazu kommt, dass in Serbien besonders viele Tiere leben, die als besonders selten eingestuft sind. Das Naturschutzministerium hat die Aufsicht über die verwalteten Gebiete. Die vier Nationalparks sind:
 
Nationalpark Fruška Gora (1960 eingerichtet)  bekannt durch seine vielen Heilkräuter, außerdem leben hier Mufflons, Salamander, Luchse und Marder. Außerdem gibt es hier einige mittelalterliche Klöster.
 
Nationalpark Đerdap (1974 eingerichtet) mit der größten Flussklippenlandschaft Europas mit Stausee am Eisernen Tor, es gibt Braunbären, Luchse, Schakale und einige Eulenarten. Daneben noch archäologische Funde wie die Fundstelle Lepenski Vir.
 
Nationalpark Kopaonik (1981 eingerichtet) in den Gebirge Südserbiens. Neben der einzigartigen Tierwelt auch ein Zentrum des Sommer- und Windertourismus. Hier befindet sich auch der Jelovarnik, der höchste Wasserfall des Landes.

Nationalpark Tara (1981 eingerichtet) Erstreckt sich bis zu den Ufern der Drina nach Bosnien-Herzegowina. Weitgehend bewaldet, besonders bekannt ist die nur hier zu findende Pančić-Fichte.
 
Neben den Nationalparks gibt es auch einige Orte die im Rahmen der Ramsar-Konvention zur Erhaltung von Feuchtgebieten von der UNESCO deklariert wurden. Hierzu zählen u.a. Gornje Podunavlje, Obedska Bara und der Vlasinasee.
 

Einwohner

In Serbien leben viele verschiedenen Völker. Das Land stand in seiner Geschichte meist zwischen mehreren Großreichen und Blöcken. Es stand in der Antike zwischen dem Weströmischen Reich und Byzanz, später zwischen dem christlichen Abendland und dem moslemischen Osmanischen Reich. Sogar in jüngster Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Jugoslawien zwischen die Fronten der Ost-West-Konfrontation.

Staatspräsident Tito verfolgte einen eigenen Weg zwischen den Blöcken und Jugoslawien war eine Führungsmacht der Blockfreien. Die Gesellschaft ist auch heute noch nach dem Zerfall Jugoslawiens multikulturell, multireligiös und mehrsprachig geprägt. Dies alles hat Serbien geprägt und bis in die heutige Zeit ist die heutige Republik noch nicht ganz in Europa integriert, allerdings zeichnet sich eine zunehmende Annäherung an Europa und die EU ab. 

In Zentralserbien leben hauptsächlich Serben, sie sind ein südslawisches Volk, das allerdings im Laufe der Zeit viele Impulse aus anderen Völkern erhalten hat. Daneben gibt es im Sandschak eine bosnische Minderheit. Im Preševo-Tal leben Albaner (genauso wie im Kosovo).

In der Vojvodina leben sehr viele Völker, neben den Serbien häuptsächlich Ungarn, aber auch Slowaken, Kroaten, Bosniaken und Roma. Die Deutschsprachigen, die ebenfalls hier einst lebten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg weitestgehend vertrieben. Heute leben nur noch sehr wenige der Balkandeutschen hier.

In den südlichen Regionen leben auch vereinzelt Türken und Goranen, Südslawen moslemischem Glaubens. 

 

Sprachen

Offizielle Amtssprache in Serbien ist Serbisch, eine südslawische Sprache. Im früheren Jugoslawien war Serbokroatisch neben den verwandten Sprachen Slowenisch und Mazedonisch die Hauptamtssprache. In Slowenien und Kroatien wurde die lateinische Schrift verwendet, während Serbien, Montenegro und Mazedonien die kyrillische Schrift nutzten.

Die Sprachen entwickelten sich zum Teil aus Grundlage der Dialekte des Štokavischen. Auch heute noch sind Kroatisch, Serbisch und Bosnisch eng verwandt. Fast in ganz Serbien wird heute Serbisch gesprochen, auch von den vielen Minderheiten der Republik, da diese Sprache im offiziellen Bereich und in der Bildung unerlässlich ist. Verwendet wird offiziell die kyrilische Schrift, allerdings findet man im Land und hin und wieder in den Medien oft auch lateinische Buchstaben vor.

In der autonomen Provinz Vojvodina sind außerdem Ungarisch, Kroatisch, Russinisch, Slowakisch und Rumänisch als Minderheitensprachen in Form von einer Amtssprache anerkannt. Die Minderheiten verwenden ihre Sprachen auch oft noch als Verkehrssprache im Alltag. In Teilen Südserbiens wird zum Teil auch von der albanischen Minderheit Albanisch gesprochen.

Als Tourist kommt man in vielen Gegenden, insbesondere in den Städten mit europäischen Fremdsprachen wie Englisch, Französisch, Russisch und Deutsch weiter. Mit der Ausweitung des Tourismus wird das Gewicht der Fremdsprachen ebenfalls gestärkt und mehr und mehr Serben erlernen die Sprachen der Besucher. Trotzdem freut man sich immer, wenn auch die Urlauber einige Brocken Serbisch sprechen können. Die gastfreundlichen Serben werden im übrigen immer sehr geduldig sein und sich Mühe geben ihre Gäste zu verstehen:-) 

 

Feiertage

Auch in Serbien gibt es natürlich allgemeine Feiertage und spezielle Feiertage, die es in dieser Form nur in der Republik Serbien gibt. Am 1. und 2. Januar wird Neujahr gefeiert, dass auf serbisch Nova Godina genannt wird. Am 7. Januar feiern die Serben Weihnachten (Božić), das serbische Neujahr wird am 13. und 14. Januar gefeiert.

Die Unterschiede zwischen den orthodoxen Feiern stammen aus der Differenz zwischen Gregorianischen und Julianischen Kalender. Der heilige Sava wird am 27. Januar gefeiert, der Nationalfeiertag 15. Februar. Dies ist auch der Tag der Armee.

Neben den üblichen Osterfeiertagen gibt es noch den Tag der Arbeit und der Dan pobede am 9. Mai, an dem dem Ende des Zweiten Weltkrieges gedacht wird. An Vidovdan gedenkt man der Serben, die für ihr Land gefallen sind, er ist am 28. Juni. Speziell wird hier auch an die Schlacht gegen die Osmanen auf dem Amselfeld erinnert.

Regional gibt es natürlich noch viele andere Feiertage, Traditionen und folkloristische Festlichkeiten und Aktivitäten zu bestimmten Terminen. Viele Dörfer haben typische Feste zu ihren Schutzpatronen oder anderer Personen oder Geschehnisse. Es kann in einer Rundfahrt also durchaus passieren, dass man in ein Dorf kommt, wo gerade ein Fest gefeiert wird. Dann sollte man durchaus einmal anhalten und mit den Einheimischen Kontakt aufnehmen, man wird sicher schnell jemanden finden, der einem den Brauch und den Sinn des Festes erklären wird.

 

Geschichte

Die Geschichte von Serbien und des Balkans reicht weit zurück und war immer bewegend und von den vielen Völkern und europäischen Großmächten bestimmt. Da dies in erster Linie ein Reiseportal ist, möchten wir und hier aber nur auf das Wesentliche und eine Zeittafelbeschränken. In Literatur und Internet gibt es jedoch zahlreiche Möglichkeiten das Wissen über die interessante Historie Serbiens zu vervollständigen.

 

Zeittafel

Antike In der Region leben Illyrer, Kelten und Griechen. Im 2. Jahrhundert nach Christus wird sie von den Römern als Provinz Illyrien verwaltet.

Nach der Teilung des Römischen Reiches fällt Illyrien zu Ostrom (Byzanz).

6. - 9. Jahrhundert Die slawischen Serben siedeln sich in Raszien an. Es entstehen kleine serbische Fürstentümer unter der Hoheit von Byzanz. Einer der bekanntesten Führer war seinerzeit Župan Vlastimir. Die Hauptstadt befand sich in Ras (heute kann Stari Ras bei Novi Pazar noch in Überresten besichtigt werden).  Von der Hauptstadt stammt auch der Begriff Raszien für Serbien. Der Groß-Župan führte die anderen Župane an. Das Land wurde orthodox christianisiert.

10. - 15. Jahrhundert Kämpfe gegen die Bulgaren. Königreich unter Mihailo von Zeta. Kämpfe der Südslawen gegen Byzanz. Mit dem Byzanz als Archont unterstehenden Stefan Vojislav beginnt die Herrschaft der  Vojisavljević, später folgen die Nemanjiden, Lazarević und Branković. 1389 findet die historisch wichtige Schlacht auf dem Amselfeld der Serben gegen die Osmanen statt. 1459 wird Serbien von den Osmanen erobert und Teil des Omanischen Reiches (bis 1804).

1804 Erster Serbischer Aufstand und 1815 - 1817 Zweiter Serbischer Aufstand gegen die Osmanen resultieren in der Unabhängigkeit Serbiens. Fürst Mihailo Obrenović vertreibt 1867 die letzten Einheiten der Osmanen das Land zu verlassen. Belgrad wird Hauptstadt.

1878 Berliner Kongress und internationale Anerkennung Serbiens als eigener Staat durch die Großmächte. 1882 erklärt sich das Fürstentum zum Königreich. Krieg zwischen Serbien und Bulgarien, Österreich-Ungarn greift aus Seiten Serbiens ein und erreicht die Wiederherstellung der vorherigen Situation im Frieden von Bukarest (1886).

1912 Montenegro erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg. Serbien, Bulgarien und Griechenland schließen sich an. Im Londoner Vertrag 1913 verlieren die Osmanen die meisten europäischen Gebiete. Es kommt zum Streit zwischen den Bulgaren auf der einen, und den Staaten Serbien, Griechenland, Rumänien sowie den Osmanen auf der anderen Seite. Bulgarien verliert in diesem Zweiten Balkankrieg die meisten seiner Gebietsgewinne wieder.

Serbien kämpft im Ersten Weltkrieg 1914 - 1918 auf Seiten der Entente Cordiale gegen die Mittelmächte. Auslöser des Krieges ist das Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thornfolger Franz-Ferdinand und seine Frau Sophie. Serbien erleidet starke Verluste und wird besetzt. Partisanenkampf gegen die Besatzungsmächte, nach der Niederlage der Achse wird das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen gegründet. König wird Alexander I. Karađorđević.

1929 wird es in Jugoslawien (Land der Südslawen) umbenannt. Attentat nationalistischer Kreise aus Kroatien und Mazedonien auf den König, Errichtung einer autoritären Königsdiktatur.

Im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945 wird Jugoslawien von deutschen und italienischen Truppen besetzt und  teilweise unter Kroatien, Ungarn und Bulgarien aufgeteilt. Widerstand von Tito-Partisanen und Tschetniks gegen die Besatzer, aber auch Kämpfe untereinander. Einmarsch der sowjetischen Roten Armee und nach dem Krieg Übernahme der Regierung durch die Kommunisten unter Josip Broz Tito. Dieser führt Jugoslawien als Ministerpräsident, später Staatspräsident bis zu seinem Tod 1980. Jugoslawien wird in sechs Teilrepubliken aufgeteilt: Serbien, Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mazedonien. Später werden in Serbien noch die autonomen Provinzen Vojvodina und Kosovo errichtet.

Unter Titos Führung entwickelt Jugoslawien eine von der Sowjetunion unabhängige Politik zwischen den Blöcken und wird zu einer Führungsmacht in der Bewergung der blockfreien Staaten. 1984 finden die Olympischen Winterspiele in Sarajevo statt. Mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten belastet und nationalen Bestrebungen der einzelnen Völker zerfällt Jugoslawien ab 1990.

1991 erklären sich Slowenien und Kroatien, später auch Mazedonien für unabhängig. Es kommt zu Kämpfen mit der Jugoslawischen Volksarmee (JNA), der Konflikt verlagert sich bereits nach einigen Tagen aus Slowenien nach Kroatien und in das Gebiet der Plitvicer Seen. Die Serben der Krajina erklären ihre eigene Republik, später erobern die Kroaten diese Gebiete zurück. 1992 erklärt sich Bosnien-Herzegowina ebenfalls für unabhängig. Die Kämpfe verlagern sich dorthin. Serbien und Montenegro schließen sich zur Bundesrepublik Jugoslawien zusammen, Präsident dieser ist Slobodan Milošević. Erst 1995 mit dem Abkommen von Dayton unter der Vermittlung der USA wird auch in Bosnien-Herzegowina die Lage beruhigt.

1998 kommt es zum Kosovokrieg und 2008 erklärt sich der Kosovo für unabhängig (von Serbien nicht anerkannt!). 2000 wird Vojislav Koštunica Präsident. Ab 2003 wird Jugoslawien in den Bundesstaat Serbien und Montenegro umbenannt, aber bereits 2006 trennen sich die beiden Teilstaaten und werden unabhängig. Die Republik Serbien sucht in den Folgejahren die Integration  und Zusammenarbeit mit Europa, die seitdem verstärkt wird. 2009 stellt Serbien unter dem liberalen Präsidenten Boris Tadić den Antrag auf Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU), es herrscht zu diesem Zeitpunkt bereits Visafreiheit für Serben bei Reisen in die EU.

 

Nationalmannschaft

Insbesondere im Fußball ist Serbien durchaus immer wieder erfolgreich. Bereits unter dem Trikot Jugoslawiens konnten viele Serben an Weltmeisterschaften teilnehmen. Jugoslawien qualifizierte sich achtmal für eine WM (zuletzt 1990 für die WM in Italien). 1862 erreichte man sogar den vierten Platz.

Bei der WM 2006 bestritt man die Spiele noch als Serbien-Montenegro, obwohl beide Staaten politisch bereits unabhängig waren.

Als Serbien bestritt die Nationalmannschaft ihr erstes Spiel gegen Tschechien am 16. August 2006 und gewann mit 3:1.  Man qualifizierte sich für die WM 2010 in Südafrika und konnte dort sogar in Port Elizabeth Deutschland mit 1:0 besiegen. Dies reichte jedoch für das Achtelfinale nicht aus, da man danach 1:2 gegen Australien verlor.

Der Spitzname ist Beli Orlovi (die weißen Adler), die Trikots sind in der Regel Rot (Heim) und Weiß (Auswärts).