Diese Webseite verwendet Cookies. Mehr hierzu unter: Datenschutz

Naturparadies Plitvicer Seen www.Reisemagazin24.net
www.Reisemagazin24.net

Naturparadies Plitvicer Seen

Reiseblog >>

Die Plitvicer Seen (auch Plitwitzer Seen) liegen in der Karstlandschaft im mittleren Kroatien, nahe der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Das Gebiet ist seit 1949 im Status eines Nationalparks, sein Name auf kroatisch ist "Nacionalni park Plitvička jezera", oft aber auch nur als "Plitvice" bezeichnet.

Der Nationalpark ist der älteste in ganz Südosteuropa und der größte in Kroatien. Er hat eine Fläche von 296,85 qkm und teilt sich auf zwischen den Verwaltungseinheiten von Lika-Senj und Karlovac. Kroatien ist ein beliebtes Urlaubsland und die die Plitvicer Seen sind ein wahres Highlight in der Schatzkiste des Balkanlandes. Seine Einzigartigkeit hat ihn 1979 als eines der ersten Orte weltweit in die Liste UNESCO Weltnaturerbe gebracht. Fast 1 Mio. Gäste hat der Park jedes Jahr zu verzeichnen, der Eintritt ist gebührenpflichtig.
 

plitvicer seen

Wasserfälle findet man überall an den Plitvicer Seen (c)

Die nächsten Orte in dem dünn besiedelten Gebiet sind Korenica und Slunj. Das Gebiet ist eine einzigartige Naturschönheit und nicht ohne Grund als gerne Kulisse für Filme (u.a. Winnetou und andere Karl May-Filme). Die hügelige Karstlandschaft, die Seen und Wälder erinnern dabei stark an Nordamerika. Der Name kommt von plitko=seicht, was die seichten Becken beschreibt aus denen dann später Seen wurden. Zurzeit sind 16 Seen an der Obefläche sichtbar.

Sie sind kaskadenförmig und in Fließrichtung angeordnet, getrennt von natürlich Barrieren, die sich jederzeit verändern können. Dadurch verändert sich das Bild der Plitvicer Seen regelmäßig, die Natur arbeitet mit Wasser, Vegetation und Luft. Man spürt förmlich, wie sich das Wasser im Park seine Weg sucht, ein Nebeneffekt sind auch die vielen, herrlichen und in vielfältigen Förmen auftretenden Wasserfälle. Überall plätschert es in Plitivce. Bemerkenswert ist auch die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die auch die großen Höhenunterschiede und unterschiedlichen Mikroklimata zurückzuführen sind.

Es gibt hier noch zahlreiche endemische Arten, außerdem leben hier noch Wölfe, Bären, Iltisse, Uhus, Wasserschlangen, etliche Eidechsen und Schildkröten. Es gibt außerdem zahlreiche Vögel und Insekten. Auffällig sind die verschiedenen Orchideenarten im Park, aber auch die üppige Vegetation mit Wald. Man findet im Park seltene Pflanzen wie den Amethyst-Blaustern (endemisch) oder den gelben Frauchenschu. Im Norden des Parks Plitvicer Seen befindet sich das Gebiet "Čorkova uvala" mit uralten Buchen und Tannen.

Ein Ausflug an die Plitvicer Seen bietet sich bei einem Urlaub in Istrien, der Kvarner Bucht oder Krk immer an! Ein besonders schönes Balkanland ist auch das an der Adria gelegene Montenegro.

 

Anreise an die Plitvicer Seen

Die Plitvicer Seen sind recht gut erreichbar. Wenn man einen Urlaub in Istrien oder der Kvarner Bucht macht, bietet sich ein Ausflug immer an. Viele Hotels bieten die Möglichkeit an einem organisierten Ausflug per Bus teilzunehmen. Wem dies nicht individuell genug ist, der kann sich einen Mietwagen organisieren und den Nationalpark mit dem Auto erreichen.

Ebenso natürlich, wenn man mit dem eigenen Auto in Kroatien angereist ist. Die geringste Entfernung zur Küste beträgt per Luftlinie ca. 55 km. Vom Küstenort Senj ist man per Straße in ca. 60 km an den Plitvicer Seen.  Auf der Karte können Sie sich die Verbindungen anschauen. Nächstgelegenen Flüghäfen sind ferner Zadar, Zagreb und Rijeka. Die Anfahrt mit der Bahn ist auch möglich, jedoch unter Umständen umständlich.

Hierzu sollte man sich vorab über den aktuellen Stand bei den Betreibern erkundigen. Die Fahrt mit dem Auto gestaltet sich in der Regel verhältnismäßig komfortabel. Man durchfährt zwar zum Teil äußerst dünn besiedelte Gebiete, trotzdem sind die Plitvicer Seen als Schatztruhe Kroatien gut zu erreichen. Den Reisende wird trotzdem sicherlich schnell auffallen, das Kroatien hier noch anders ist. Am Rand werden oft landwirtschaftliche Produkte aus Eigenproduktion der Bauern angeboten. Eine gute Gelegenheit mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig ein typisch kroatisches Produkt (selbstgemachter Honig, Sliwowitz etc.) zu erwerben.

Wer übrigens einmal das Nachbarland Bosnien-Herzegowina besuchen möchte, kann dies von den Plitvicer Seen machen, denn die Grenze ist hier sehr nah. Bihać ist nur wenige Kilometer entfernt, allerdings sollte man dazu mehr Zeit einplanen als eine Tagestour, denn die reicht so grade dafür den Nationalpark kennenzulernen. In einem Kroatien Urlaub sollten Sie auf jeden Fall versuchen, die Plitvicer Seen einzuplanen.

 

Klima

Das Klima an den Plitvicer Seen ist kühler als das Mittelmeerklima von Istrien oder der Kvarner Bucht. Vielmehr kommen hier kontinentalere Einflüsse des Landesinneren zum tragen. In den Sommermonaten ist ein Ausflug zu den Plitvicer Seen daher auch eine kühlende klimatische Abwechslung, die dichten Wälder spenden außerdem reichlich Schatten.

Der meiste Niederschlag fällt im Frühling und im Herbst. Insgesamt fallen an den Plitvicer Seen an Niederschlägen ca. 1.500 mm/Jahr. Im Winter meist als Schnee. Von November bis März liegt meist eine Schneedecke, die Seen sind im Dezember und Januar häufig mit Eis überzogen. Dann erscheinen die gefrorenen Wasserfälle und Seen in einem anderen Kleid aber nicht minder reizvoll und märchenhaft.

Das Wasser der Quellflüsse ist meist unter 10 °C kalt, die Seenöberfläche kann sich um die 20 °C erwärmen. Bedingt durch das Klima und die unterschiedlichen Höhenunterschiede im Nationalpark ist die Flora und Fauna äußerst vielfältig. Man findet hier Bären, Wölfe und Luchse. Außerdem natürlich unzählige Amphibien und Schlangen. Man findet Eidechsen und Schildkröten genauso wie besondere Vögel.

Landschaftlich und von der Natur her ist ein Ausflug nach Plitvice immer ein Erlebnis und zu jeder Jahreszeit möglich. Im Sommer ist ein Ausflug in den Nationalpark besonders zu empfehlen, da dies ein gutes Gegenstück zu einem Badetag an der Adria ist.

Es gibt in der Region um die Plitvicer Seen natürlich auch Unterkunftsmöglichkeiten. Je nach Wetterlage kann man auch Camping machen, wobei dies natürlich vor Ort mit den Eigentümern des Grundstücks abgeklärt werden sollte. Mehr zu Unterkunftsmöglichkeiten in der Region und zu Ferienwohnungen in Kroatien findet man auch bei örtlichen Fremdenverkehrsämtern.

Webtipp: Die Plitvicer Seen sind im Sommer immer eine Reise wert, aber auch im Winter. Genauso wie die tschechischen Wintersportorte, die eine günstigen Alternative zu den Alpen darstellen.

 

Flora & Fauna

Die Flora an den Plitvicer Seen ist ungemein üppig. Sie verleiht dem Park zusammen mit den Seen und Wasserfällen seine wunderschön anmutenden Eigenheiten. Es gibt über 1.200 verschiedenen Pflanzenarten in unterschiedlichen Gattungen. Davon sind zahlreiche endemisch, d.h. kommen nur dort vor.

Wenn man einen Ausflug von der Küste der Adria an die Plitvicer Seen macht, wird einem die Landschaft noch grüner als am Meer vorkommen. Insbesondere im Sommer verstärkt sich dieser Effekt. In den dichten Wäldern der Gegend spenden auch die Bäume Kühlung.

Beispiele für die endemischen Pflanzen sind Amethyst-Blaustern und die Schmalblättrige Krugglocke. Andere zumindest recht seltene Pflanzen sind der Gelbe Frauenschuh und der Sibirische Goldkolben sowie das Gemeinde Fettraut, eine fleischfressende Pflanze. Der Park und seine Pflanzenwelt sind daher ein besonderes Erlebnis, da die Natur sich von vielen anderen zersiedelten Orten Europas unterscheidet.

Durch die verschiedenen Pflanzenarten, ist der Park nahezu das ganze Jahr über biologisch interessant. Was der Name Plitvicer Seen zunächst nicht vermuten lässt: nur knapp 1% des Parks sind Wasserflächen, der überwiegende Teil sind Waldflächen.

Besonders interessant ist das Gebiet "Čorkova uvala" im Nordwesten des Gebietes, da es dort jahrhunderte alte Buchen und Tannen gibt. Daneben gibt es Weiden in den dörflichen Siedlungen, die als Gemeinde Plitvička jezera zusammengefasst sind. Nicht nur Biologen kommen bei der Entdeckung der bewundernswerten Natur des Nationalparks voll auf ihre Kosten.

Die Fauna um die Plitvicer Seen ist ungewöhnlich vielfältig. Durch die speziellen klimatischen und geographischen Gegebenheiten ist die Tierwelt äußerst interessant und noch sehr ursprünglich an den Plitvicer Seen. Besonders auffällig ist, dass es hier als einer der wenigen Orte in Europa noch Bären und Wölfe gibt. Außerdem Luchs, Uhu, der europäische Iltis und Bergmolche.

Aber nicht nur diese Tiere findet man hier. Es gibt hunderte von Schmetterlingsarten und auch zahlreiche Insekten. Natürlich auch zahlreiche seltene Amphibien wie Wald- und Smaragdeidechsen, verschiedene Schlangenarten (Kreuzottern, Würfelnattern) und sogar Schildkröten sind hier zu hause. Auch findet man die seltenen Grottenolme in den Karsthöhlen und Grotten.

Die Vogelwelt u.a. mit Steinadlern und Wasseramseln ist ebenfalls bemerkenswert, außerdem leben einigen Fledermausarten an den Plitvicer Seen. Bach- und Seeforellen leben ebenfalls in den Seen. Ferne sind auch immer mehr eingewanderte Fische zu finden wie Döbel, Elritzen und Rotfedern. Außerdem Saiblinge aus dem Alpenraum und Rogenbogenforellen. Flußkrebse, die fast ausgestorben waren, leben ebenfalls wieder sehr zahlreiche an den Seen.

Nicht nur Biologen und biologisch interessierte werden einen Ausflug an die Plitvicer Seen genießen, denn sowohl die Tierwelt als auch die Pflanzenwelt lässt einen staunen. Die ganze Landschaft bildet in Kombination mit Fauna und Flora ein Erlebnis, dass man im verstädterten Regionen Mitteleuropas vergeblich suchen wird. Dies gilt auch zu allen Jahreszeiten, wobei natürlich der Sommer sowie die Übergangszeiten für Urlauber bevorzugte Jahreszeiten sind.

Die Winter vor Ort sind recht streng und es liegt oft Schnee, die Wasserfälle sind gefroren und die Seen liegen unter einer Eisschicht. Aber auch dann lassen sich seltene Tiere entdecken und die Landschaft bildet eine Eislandschaft wie im Märchen. Allerdings entfällt dann ein gleichzeitiger Badeurlaub in der Adria, da das Wasser dann dort auch zu kühl zum Baden ist.

 

Die Seen

Bei den Plitvicer Seen fallen insbesondere zwei ins Auge, der "Kozjak" und der Prošćansko jezero". Diese beiden sind die größten im Nationalpark. Die Gesamtfläche aller Seen beträgt insgesamt um die 2 qkm. Fast 80 % der Gesamtwasserfläche entfällt auf diese beiden. Die tiefste Stelle im Kozjak ist 47 m tief, im Prošćansko jezero immerhin noch 37 m.

Auf dem Kozjak kann man eine kurze Fahrt mit umweltfreundlichen Elektrobooten machen und dadruch den Weg etwas abkürzen. Allerdings sind diese zu Spitzenbesuchszeiten begehrt und man muss evt. anstehen. Insgesamt sind 16 Seen an der Erdoberfläche zu sehen, alle haben ihren speziellen Reiz.

Sie sind alle miteinander in in Fließrichtung verbunden und durch natürliche Barrieren voneinander getrennt. Diese bestehen aus Travertin und unterliegen auch der immerwährenden Veränderung, insofern verändert sich mit der Zeit das Bild des Nationalparks.

Das Wasser fließt durch den ganzen Park und überall plätschert und rauscht es. Neben den Seen sind daher auch die vielen Wasserfälle beeindruckend. Bekannte Wasserfälle sind Veliki slap (78 m) = großer Wasserfall und der Galovački buk (25 m).

Eine Einteilung der Seen erfolgt auch durch die Höhe, es gibt daher 12 obere Seen (Gornja jezera) und 4 untere Seen (Donja jezera).

Die oberen Seen sind:

Prošćansko jezero

Ciginovac

Okrugljak

Batinovac

Veliko jezero

Malo jezero

Vir

Galovac

Milinovo jezero

Gradinsko jezero

Buk

Kozjak

Die unteren Seen sind:

Milanovac

Gavanovac

Kaluđerovac

Novakovića brod
 


Geschichte

Die Geschichte der Plitvicer Seen ist aufregender als man zunächst denken mag. Viele viele Orte auf dem Balkan lagen sie lange im Grenzgebiet der abendländischen und orientalischen Kultur und deren Einflussbereich. 

Das illyrische Volk der Japoden siedelte einst hier. Es folgten die Römer, die das Gebiet der Provinz Dalmatien anschlossen. Darauf kamen Ostgoten und später Awaren, denen die Kroaten folgten. Auch kam es zum Einfall der Mongolen im Mittelalter.

Die kroatischen Adelsgeschlechter Zrinski und Frankopan brachten einen wirtschaftlichen Aufschwung. An den Plitvicer Seen wurde ein Kloster erbaut. Hiervon gibt es noch Überreste. 1493 kam es auf dem Krbava-Feld nahe den Seen zur einer entscheidenden Schlacht in der Geschichte Kroatiens. Die Osmanen siegten und kamen bis nach Ungarn. Der Habsburger Ferdinand I., König von Ungarn und Kroatien errichtete eine Militärgrenze zum Osmanischen Reich.

Viele Menschen flüchteten aus diesen Gebieten, die Osmanen konnten außerdem mehrmals die Kontrolle erobern. Serben siedelten sich an. 1805 eroberte Napoleon das Gebiet und gründete die Illyrischen Provinzen. Ab 1814 regierten wieder die Habsburger hier. 1871 wurde eine Revolte der Kroaten im Norden der Seen niedergeschlagen.

In diesen Zeiten war das Leben in der Region um die Plitvicer Seen hart. Man schüttete vereinzelt Seen zu und passte Flußläufe dem eigenen Bedürfnissen an. Aber bereits 1888 besuchte Kronprinzessin Stephanie von Belgien die Region und es wurde sich bemüht touristische Infrastruktur zu schaffen. Noch heute sind zwei Wege an den Seen benannt nach den Töchtern (Stephanie und Dorothea) von Kaiser Franz Josef, "Štefanijin put" und "Dorotejin put".

1890 wurde das erste Hotel mit Gasthaus am See Prošćansko jezero errichtet. 1916 beschloß das koratische Parlament ein Gesetzt, dass den Schutz der Seen dienen sollte. Die Seen gerieten mehr und mehr in den Mittelpunkt des Interesses und wurden gerne auch für politische Treffen genutzt.

Am 8. April wurden die Seen mit ihrer Umgebung dann zum Nationalpark Plitvicer Seen erklärt. Die Seen wurden durch eine bessere Verkehrsstruktur besser erreichbar und 1962 - 1968 wurden verschiedene Karl-May-Filme (z.b. Der Schatz am Silbersee) dort verfilmt. Die Kulisse war ideal und erinnerte an Nordamerika.

1979 werden die Seen zum Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen. Der Tourismus wurde stärker, erhielt jedoch durch die politischen Umwälzungen im füheren Jugoslawien eine Pause. 1991 kam es zu blutigen Gefechten zwischen Serben und Kroaten. Die Serben im Gebiet lebenden Serben spalteten sich von Kroatien ab und gründeten die Republika Srpska Krajina. 1991 - 1995 wurde viele Gebäude während des Krieges zerstört.

Nach dem Ende des Krieges waren die Plitvicer Seen wieder unter kroatischer Kontrolle und sind heute eines der wichtigsten touristischen und kulturellen Schätze von Kroatien.