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Indian Summer in Neuengland www.Reisemagazin24.net
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Indian Summer in Neuengland

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Wer in die USA reisen möchte, der erreicht von Europa aus am schnellsten Neuengland. Diese amerikanische Region gilt vielen als der Inbegriff der Geschichte der USA. Menschen, die im Urlaub Kultur und Natur finden möchten, sind hier genau richtig. Hier haben die Vereinigten Staaten ihre Wurzeln und überall in den Bundesstaaten Connecticut, Rhode Island, Massachusetts, Vermont, New Hampshire und Maine findet man allerhand historische Zeugnisse. Gemeinsam mit Virginia (wo die erste Siedlung entstand) rühmt man sich hier, die Wiege der Nation zu sein.



Neuengland: Für leuchtende Herbstfarben weltbekannt (c)

Besonders bekannt ist natürlich Boston, die Hauptstadt von Massachusetts. Die Bostoner Teaparty leitete 1773 den Kampf um Unabhängigkeit von den Briten ein. Entlang des Freedom Trail, einer roten Markierung auf dem Bürgersteig entlang einiger wichtiger historischer Zeugnisse, kann man sich in die Geburtsstunde der USA nachempfinden. Boston selbst ist eine Stadt die besonders von den vielen europäischen Einwanderergruppen geprägt ist, insbesondere aber von den Iren und Italienern. Hier gibt es Irish Pubs und italienischer Bäckereien, genauso wie die Paraden und Festlichkeiten zum St. Patrick´s Day, dem traditionellen Fest der Iren.

Ansonsten hat jeder Bundesstaat Neuenglands seinen eigenen Charakter und sein eigenes, typisches Flair. Sehenswürdigkeiten gibt es hier reichlich und die eigenartige Mischung aus alter und neuer Welt vereinen sich hier zu einer einzigartigen Region. Die imposanten Gebirgs- und Wüstenlandschaften, die weiten Ebenen der Prärie und die Regenwälder an der Westküste findet man hier nicht. Auch nicht das subtropische Klima Floridas oder die Vulkane und Subtropischen Pflanzen Hawaiis. Neuengland besticht vielmehr durch weite Nadel- und Laubwälder, Seen, pittoreske Dörfer, historische Zeugnisse und Landgüter. Auch gibt es hier herrliche, weite Sandstrände die im Sommer durchaus mediterranes Flair vermitteln, die Häfen und Yachtclubs sowie schöne Marinas laden ebenfalls zum wohlfühlen ein.

Der größte Staat ist Maine, hier findet man am meisten Natur und wenig Städte. Bekannt ist Maine auch für seinen Lobster, den schmackhaften Hummer. Im Sommer kann man Seen, Flüße und Wälder zu Fuß als Wanderer oder mit dem Kanu erkunden. Faszinierend ist der Acadia-Nationalpark mit seinen Wäldern und Felsenküsten. Auch angeln macht in den fischreichen Gewässern hier Spaß. Freunde des Autor Stephen King, der aus Portland stammt, werden hier einiges aus seinen Büchern wiederentdecken. New Hampshire und Vermont schließen sich südlich von Maine an. Sie sind wesentlich kleiner, Vermont besticht durch grünes Farmland und ist noch heute geprägt von Landwirtschaft. New Hampshire ist bekannt durch die weißen Berge und den Mount Washington.

Außerdem zahlt man hier u.a. keine Umsatzsteuer und die Menschen gelten als sparsam. Massachusetts ist nicht nur für Boston bekannt, sondern auch für die Zeiten der Mayflower und der Pilgerväter. Connecticut ist zweigeteilt, der Süden ist zum Teil schon Einzugsgebiet von New York, andere Counties dagegen wieder typisch Yankee und Neuengland. Rhode Island, der kleinste Bundesstaat von New England und von den ganzen USA stark von Häfen, Stränden und Atlantik geprägt sowie von der interessanten City Providence. Auch wenn es der kleinste Staat ist, gibt es im Ocean State einiges zu entdecken.

Neuengland hat eigentlich für jeden etwas zu bieten, und besonders der Indian Summer (Foliage) ist die Hochsaison für die Region, denn dann pilgert viele Amerikaner hierhin um die strahlenden Wälder in buntem Laub und tollem Licht zu besuchen. Thanksgiving wird hier großgeschrieben und dann treffen sich die Familien auf ihren teilweise imposanten Landgütern zum jährlichen Familienfest und Erntedank. Neuengland, ein amerika wie aus dem Bilderbuch!

 

Klima und Wetter in Neuengland

Das Klima und Wetter in Neuengland ist regional und von Bundesstaat zu Bundesstaat durchaus recht unterschiedlich. Generell weist es relativ kontinentale Eigenheiten auf, wobei es in Richtung Küste gemäßigter wird. Auch diese Region wird vom Golfstrom beeinflusst.

Die Winter sind zum Teil besonders im Binnenland schneereich und es gibt interessante Skigebiete in New Hampshire und Vermont. Auch in Maine findet man eine bezaubernde Schneelandschaft vor, die zum Wandern, Ski- oder Schlittenfahren einlädt. Besonders angenehm ist in Neuengland, dass die Zahl der Sonnenstunden deutlich höher ist, als in den kühlen Regionen Europas. Aufgrund der südlichen Lage (Neuengland liegt auf der gleichen Breitenlage wie Südeuropa!), sind die Winter nicht so dunkel wie in Skandinavien, sondern werden mit Schönwetterlagen und leuchtendem Schnee eher positiv wahrgenommen. 

Die Sommer sind ebenfalls sonnenreich und warm, teilweise sogar schwül. Dann lohnt sich das baden in den zahlreichen Seen oder Stränden von New England. Manch einer fährt dann auch in der Sommerfrische in die Berge Vermonts. 

Niederschlag fällt das ganze Jahr über ausreichend und lange Trockenperioden sind eher selten. Das erklärt, warum die Wälder und Landschaft so satt grün hier sind. Die Winter können allerdings lang werden und der Frühling kehrt oft erst Ende März und Anfang April ein. Dann aber oft mit voller Kraft und die Schneelandschaft weicht dem Frühling. Am eindrucksvollsten ist allerdings der Herbst, dann erstrahlt Landschaft in eine herrliche Komposition aus den verschiedensten Farben aus Gelb, Rot und Braun. Der Indian Summer (in den USA eher Fall Foliage genannt) ist die faszinierendste Reisezeit und die US-Amerikaner zieht es dann in besonderem Maße in den äußersten Nordosten ihres riesigen Landes. 

Ausgedehnte Wandertouren durch pittoreske Dörfer mit alten Kirchen in waldreicher und hügeliger Umgebung vermitteln dann eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Die Temperaturen sinken dann nachts allerdings oft schon stark, so dass es kalt werden kann. Generell sind die Wetterextreme in den USA und Nordamerika deutlicher zu spüren, als in Europa. Dies hängt u.a. auch mit dem Fehlen eines Ost-West-Gebirges zusammen, dass eine natürlich Barriere zwischen dem Norden und Süden des Kontinents schaffen könnte. Daher gibt es auch in Neuengland hin und wieder plötzliche Wetterumschwünge sowie selten Hurrikans.

 

Sprache

Wichtigste Sprache ist natürlich wie in den gesamten USA Englisch. Glücklicherweise verfügen mehr und mehr Deutsche zumindest über Schulkenntnisse in Englisch, so dass es in der Regel wenig Probleme mit der Verständigung geben sollte. Deutschkenntnisse sind in Neuengland allerdings weniger verbreitet.

Daher: Wer keine oder nur wenig Englischkenntnisse hat, sollte sich vorher die wichtigsten Floskeln anschauen und diese ruhig im Alltag einsetzen. Auch ein Englischlexikon sollte mitgeführt werden. Selbst bei organisierten Reisen nach Neuengland sind Sprachkenntnisse in Englisch immer vorteilhaft.

Die meisten Menschen in Neuengland sind britischer oder irischer Abstammung, im Norden von Maine, Vermont und New Hampshire gibt es auch viele Menschen französischer Abstammung. Im Südwesten von Connecticut (Richtung New York) stammen viele Bewohner von emigrierten Italienern ab.

Alle Neuengländer sprechen in der Regel Englisch, allerdings ist in den Regionen wo viele von französischen Siedlern abstammen (Akadier) auch Französisch durchaus als weitere Sprache verbreitet, auch durch den Zuzug aus dem benachbarten Kanada (Frankokanadier). Daneben gibt es auch wenige indianische Sprachen wie z.B. in Maine Abenaki, Micmac und Passamaquoddy.

 

Neuengländer

Die Bewohner von Neuengland gelten in den USA als die typischen Yankees. Während man in den Südstaaten der USA diese Bezeichnung immer noch negativ für die gesamten Nordstaaten auslegt, übertragen die anderen Nordstaaten den Yankee stark auf Neuengland, mit all seinen als typisch nachgesagten Eigenschaften. Er gilt beispielsweise als smart und clever. 

Hier in Neuengland befindet man sich auch in einer Region, die immer noch starke Verbindungen zu Europa hat. Auch wenn von hier aus damals die Unabhängigkeit Amerikas von den Briten ausging. Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesstaaten stammen die Einwohner größtenteils tatsächlich von den Britischen Inseln und Irland, in Maine und Vermont sowie New Hampshire findet man auch noch einige frankophone Nachkommen. In Connecticut leben einige Menschen italienischer Herkunft, da merkt man auch schon die Nähe zu New York. 

Viele halten die Menschen aus Connecticut für den typischsten Yankee. Sie gelten als erfinderisch, geschäftstüchtig und handwerklich talentiert. Viele Patente wurde in diesem Staat angemeldet, u.a. auch das U-Boot. Die Menschen im Ocean State (Rhode Island) leben im kleinsten US-Bundesstaaten und ferner dem einzigen, dessen Bevölkerung mehr als 50 % aus Katholiken hat (genau genommen sind es ca. 51 %).

Massachusetts dagegen gilt als Heimstätte der Puritaner und beheimatet mit Boston natürlich auch die wichtigste Metropole der Region. Boston, eine immer noch sehr europäisch anmutende City ist immer noch stark von den verschiedenen Einwanderergruppen, insbesondere den Iren und Italienern geprägt. Die Vermonter sind ebenfalls etwas besonderes, sie sind Naturfreunde mit sozialem Charakter, die einem langen Winter trotzen. Menschen aus New Hampshire gelten als sparsam und besonders freiheitsliebend und steuerkritisch (bis heute gibt es hier u.a. keine Umsatzsteuer!), die Menschen in Maine sind ebenfalls ziemlich naturverbunden, etwas eigentümlich und begeisterte Angelfreunde. Insgesamt gilt Neuengland auch als relativ konservativ mit den traditionsreichen Universitäten des Landes wie Harvard (Cambridge, MA), und Yale (New Haven, CT). 

Auch wenn dies alles Klischees sind, wird man vielleicht bei einigen Bewohnern der einzelnen Bundesstaaten tatsächlich Tendenzen in diese Richtung feststellen. Mentalitätsunterschiede zu den anderen US-Amerikanern, insbesondere aus dem Westen wird man sicherlich auch feststellen. Insbesondere ist man in New England zurückhaltener als der kontaktfreudige Kalifornier, eben doch europäischer. Aber am besten man macht sich selbst ein Bild von den Neuengländern!

 

Flora & Fauna

Die Flora & Fauna von Neuengland ist reichhaltig. Obwohl die Region zum Teil zu den eher dicht besiedelten Bereich der USA zählt, findet man immer noch viel Platz für Natur, sowie die heimischen Tierwelt. Am ursprünglichsten ist die Natur natürlich noch in den eher ländlich geprägten Bundesstaaten wie Vermont, New Hampshire und insbesondere Maine.

Hier findet man ausgedehnte Wälder, sowohl Laub- und Mischwälder als auch Nadelwald. Während des Indian Summers beeindrucken die Wälder durch ihre Farbenpracht und sorgen für einen Tourismus-Hype in dieser Herbstsaison. Leider sind dann auch die Preise teurer und es empfiehlt sich zumindest in White Mountains und den Berkshires zu reservieren um die dortige Natur entspannt genießen zu können. Alternativ kann man natürlich auch mit dem Camper reisen.

Die Tierwelt in Neuengland ist vertreten durch verschiedene Luchsarten (wie Rotluchs und Kanadischer Luchs), Wölfe, Schwarzbären, Wiesel, Bisam, Kojoten, Elche und Füchse. Insbesondere im Straßenverkehr sollte man achtsam fahren, da es immer wieder zu Unfällen mit Wildtieren kommen kann, insbesondere Elche kreuzen gerne Straßen und können lebensgefährliche Zusammenstöße verursachen.

Auch die Vogelwelt ist faszinierend, an der Küste findet man viele Wasservögel wie den Atlantischen Papageitaucher, eisstumrvögel und Stumtaucher. In Neuengland leben auch Weißkopf-Seeadler, Konrweihe, Steinadler und Eulen und Kauze wie Bartkauz. Auch in den Seen und Flüßen gibt es reichlich Fische und leider auch im Sommer massenhaft Mücken, gegen die man Vorkehrungen treffen sollte!

Einziger deklarierter Nationalpark in Neuengland ist der Acadia-Nationalpark in Maine, er zählt zu den zehn am meisten besuchten Nationalparks der USA. Neben der tier- und Pflanzenwelt ist besonders die Landschaft dieses imposanten Küsten- und Inselgebietes. Die Felsküste ist zerklüfte und bietet eine sehenswerte Brandung. Als erster Punkt der USA erblickt der Cadillac Mountain (505 m) den Sonnenaufgang als erstes, auch ansonsten hat man von hier aus eine gute Aussicht über den Nationalparks. Bekannt ist auch die Mount Desert Island, das gut von Bangor erreichbar ist.

In Neuengland gibt es außerdem einige gute Möglichkeiten Whale Watching zu betreiben, denn in den Küstengewässern leben allerhand Meeresbewohner, auch natürlich der berühmte Hummer aus Maine.

 

Universitäten

Was wäre Neuengland ohne seine Bildungskultur? Keine Region der USA steht für die Bildungselite im Land und nirgendwo gibt es eine solche Dichte an international bekannten und renomierten Bildungseinrichtungen. Bekannteste Universitäten sind natürlich Harvard (Massachusetts) und Yale (Connecticut).

Viele bekannte Stars, Firmenchefs und Politiker gingen auf diese beiden Hochschulen und noch heute hat man als Absolvent eines Studiengangs dieser Etablisments hervorragende Bedingungen für eine Karriere in der amerikanischen oder internationalen Wirtschaft und Politik.

Aber damit ist es nicht getan, denn es gibt noch das weltbekannte Massachusetts Institute of Technology, sie wurde 1861 gegründet und liegt in Cambridge, nahe Boston in Massachusetts. Diese private technische Hochschule, hier hat auch das World Wide Web Consortium seinen Sitz, was verdeutlicht wie wichtig auch für die Entwicklung des Internets diese Einrichtung bis heute ist. Der Schwerpunkt liegt zwar bei den Naturwissenschaften, jedoch werden u.a. auch Studiengänge in Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlichen.

Auch in den anderen Bundesstaaten von Neuengland gibt es ebenfalls exzellente und hochangesehen Bildungseinrichtungen, die zwar etwas kleiner und unbekannter sind aber dennoch ein hohes Niveau der Studienabschlüsse bieten. Beispiele hierfür sind u.a. das Bates College in Lewiston (Maine), das Trinity College in Hartford (Connecticut), die Brown University in Providence (Rhode Island), das Bennington College (Vermont) und das bereits 1769 gegründete Dartmour College in Hanover (New Hampshire), das auch gerne "Big Green".

Die ehemaligen Studenten halten oft ein Leben lang Kontakt, auch werden hier Netzwerke gebildet, die eine große Einflußnahme in den USA bis heute ermöglichen. Neben dem Glanz dieser Eliteeinrichtungen muss man allerdings auch kritisch anmerken, dass das Bildungsniveau vieler staatlicher Schulen in den Bundesstaaten nicht immer diese Quealität verspricht und daher Bildung leider auch oft von den finanziellen Möglichkeiten des Schülers bzw. der Schülerin oder der Studenten und deren Familien abhängt.

 

Geschichte

Den USA wirft man insbesondere aus europäischer Sichtweise oft vor sie hätten kaum Geschichte anzubieten. Das ist generell nicht richtig, aber in Bezug auf Neuengland absolut falsch, denn die Region ist äußerst geschichtsträchtig und im Urlaub wird man feststellen, wie viele Möglichkeiten es gibt hier die us-amerikanische Historie hautnah zu erleben.

Zur besseren Orientierung hier nun einige wichtige Daten der History of New England, wobei die Vorgeschichte (erste Besiedlung durch indianische Völker etc.) Neuenglands in weiten Teilen der des gesamten Nordamerikanischen Kontinents entspricht. Es wird bekanntlich vermutet, dass bereits die Wikinger mit Leif Eriksson Nordamerika entdeckten und betraten. Allerdings waren ihre Siedlungen nicht von Dauer und gerieten wieder in Vergessenheit, ehe andere europäische Entdecker erst Jahrhunderte später Nordamerika wieder entdeckten und kartografierten.

Wir beschränken uns nun auf die Teile der Historie, die die Region Neuengland insbesondere als Wiege der Nation hervorheben.

1620 erreicht das Auswandererschiff Mayflower, die englischen Pilgerväter gründen die Siedlung Plymouth. Sie wollen in der neuen Welt eine strenge Glaubensgemeinschaft aufbauen. In den Folgejahren erreichen weite Puritaner die Massachusetts Bay Colony und gründen weite Siedlungen wie Salem, Boston und Roxbury.

Es kommt bei der Kolonisation auch zu Auseinandersetzungen mit einheimischen Indianerstämmen (1637 Pequot-Krieg). In Verlauf der Jahre gibt es auf Hexenprozesse und Hexenverfolgungen, die ihren Höhepunkt bei den Hexenprozessen von Salem (1692) finden. Es siedeln sich immer mehr europäische Einwanderer an. Weitere Kolonien und spätere Bundesstaaten werden gegründet. Die nunmehr dreizehn amerikanischen Kolonien geraten mehr und mehr in Konflikt mit dem Mutterland Großbritannen. Insbesondere die Steuerpolitik der Briten stößt in den Kolonien auf Widerstand. Ab 1773 beginnt mit der Boston Tea Party und den Gefechten von Lexington und Concord der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Am 4. Juli 1776 wird die Unabhängigkeitserklärung der Kolonien verkündet.

Die Rebellen gewinnen in den Jahren des Krieges die Oberhand und im Frieden von Paris (1783) erkennt Großbritannen die Unabhängigkeit der Dreizehn Kolonien an. Neuengland ist stark bürgerlich-kleinstädtisch geprägt und steht im Gegensatz zu den dazugekommen Südstaaten des neuen Staates. Insbesondere die Neuenglandstaaten machten sich in den Folgejahren auch stark für die Abschaffung der Sklaverei. Im Sezessionskrieg (1861 - 1865) stehen die Neuenglandstaaten auf Seiten der Union, die den Krieg für sich entscheidet. Bis heute werden die Bewohner von Neuengland auch gerne als Yankee bezeichnet, was allerdings in den Südstaaten immer noch negativ belastet ist.

In den letzten Jahrzehnten gilt ganz Neuengland als liberal, insbesondere im Vergleich zu den Südstaaten oder den Staaten des mittleren Westens. Obwohl von hier aus einst der Bruch mit dem britischen Mutterland vollzogen wurde, sind hier die Gemeinsamkeiten mit Europa noch am deutlichsten zu sehen.

 

Auswandern

Auswandern nach Neuengland ist sicherlich für Europäer eine interessante Alternative. Hier findet man vieles, was einerseits noch an Europa erinnert, andererseits aber auch schon ganz anderes ist. Eine gute Mischung also aus alter und neuer Welt.

Allerdings ist auch hier der Neustart wie vielerorts nicht so einfach wie man es sich wünscht. Neben den vielen Vorteilen der USA und Neuenglands, gibt es hier auch durchaus Nachteile oder Schwierigkeiten, die einem zu schaffen machen können. Die Landschaften der einzelnen Bundesstaaten sind faszinierend und vielseitig, man findet ausgedehnte Sandstrände, bizarre Küsten, viele Seen und reichlich Wald. Außerdem Gebirge und Skigebiete. 

Wie überall in den USA gibt es hier noch viel Natur für relativ wenig Menschen, wenn auch hier die Dimensionen nicht ganz so extrem sind, wie im Westen des Kontinent, so kann man hier doch noch Weite und Freiheit finden. Das Klima in Neuengland ist da schon etwas anderes und nicht unbedingt für jeden das klassische Klima, in das man auswandern möchte. Wer Südeuropa, Florida sowie Kalifornien klimatisch ideal findet, der wird mit den harten und schneereichen Wintern der Region Probleme haben. 

Auch die Mentalität der Neuengländer ist etwas anders, als die der Westküste oder der Südstaaten der USA. Es ist eben ein eigener Menschenschlag und man sollte sich selber ein Bild machen, ob einem diese Mentalität liegt oder ob man doch lieber Kalifornier oder Texaner sein möchte. Mit Englischkenntnissen erhält man aber auch hier leicht Kontakt zu Einheimischen und wird sicher schon in einem längeren Urlaub feststellen, ob man sich hier wohlfühlt.

Generell für die USA gilt natürlich eine andere Auffassung von Sozialstaat, Gesundheitssystem und vieles mehr. Auch hier sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man hier durchaus zwei verschiedene Systeme hat. Auch die Einwanderung selbst und die rechtlichen Grundlagen sind heute nicht unbedingt einfach. Die Teilnahme an der Greencard-Lotterie kann die einzige realistische Möglichkeit sein, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Allerdings gibt es auch andere Programme, die andere Möglichkeiten der Einwanderung in die USA bieten. 

Auch die amerikanische Wirtschaft bietet nicht immer optimale Möglichkeit einen angemessenen Arbeitsplatz zu finden. Letztendlich sollte man sich gut überlegen, ob es einem wirklich besser in der neuen Heimat geht, wobei dies für alle Auswanderungsziele gilt. Wer es schafft in Neuengland ganz anzukommen, der hat allerdings gute Möglichkeiten um eine hohe Lebensqualität zu finden. Landschaftlich, aber auch kulturell gibt es hier immer etwas zu entdecken und zu unternehmen und auch die Infrastruktur ist in der Regel mit Mitteleuropa vergleichbar. Allerdings ist die Region auch von relativ hohen Lebenshaltungskosten gekennzeichnet. 

 

Küche

Die Küche von Neuengland genießt in den USA einen besonderen Ruf. Und das nicht ohne Grund, denn die Rezepte aus dieser US-Region haben es in sich. Die ersten Siedler mussten hart arbeiten und fanden auf dem nordamerikanischen Kontinent reiche Ressourcen vor. Truthähne, Wild, Mais und große Fischvorkommen vor der Küste.

Viele verbinden daher mit den Essgewöhnheiten bis heute auch den gesamten Landstrich und seiner typischen Kultur, Tradition und Geschichte. Manch einer hat vielleicht schon von dem Boston Cream Doughnut gehört (dies ist ein schokoladenüberzogener Doughnut, der innen drin mit einer leckeren Vanillemasse gefüllt ist). Damit ist er eine quasi Miniausgabe des Boston Cream Pie, dem "state dessert" von Massachusetts. Das ist aber nicht die einzige Errungenschaft neuenglischer Küche und Kreativität.

Neuengland steht für den Fall Foliage (Indian Summer) und für Thanksgiving. Ein typisches Gericht sind daher die Thanksgiving-Dinner mit Truthahn, glasierte und gebackene Süßkartoffeln, Preiselbeeren (Cranberry) und Kürbis-Pie. Auch Süßkartoffelbrei ist eine beliebte Beilage. Bekannt ist auch der New England Clam Chowder, eine Fischsuppe die aber auch Kartoffeln und Fleisch beinhaltet. Sehr bodenständig zeigt sich die Küche, die auch in der kalten Jahreszeit Energie spenden soll.

Die Küche der heimlichen Hauptstadt Boston wurde besonders bekannt durch die Boston Baked Beans. Diesen Eintopf mit Schweinefleisch isst man auch mit Brot. Auch das Boiled Dinner ist ein Eintopf aus der Region, Deutschen bekannt vorkommen dürfte die lokale Erbsensuppe. Natürlich darf in Neuenglands Küche auch nicht der beliebte Hummer aus dem Bundesstaat Maine fehlen. Dieser ist weltbekannt und gilt unter Kennern als ausgesprochen schmackhaft.

Gerne wird in Neuengland auch bei Süßspeisen der typisch nordamerikanische Ahornsirup verwendet. Zum Beispiel beim Maple Flan, den man auch mit Früchten und Sahne verzeht. Auch der Indian Pudding  ist ein altes Rezept. Fan Tan Rolls (auch schonmal als "Yankee Buttermilk Rolls" bezeichnet) sind eine Art Brötchen mit Zimt. Edle Weine aber auch das amerikanische Bier (auch in Neuengland gibt es einige Produzenten wie z.B. die Biere der Boston Beer Company) sowie nichtalkoholische Getränke runden das Essen ab.

Sport

Natürlich sind auch in Neuengland zahlreiche erfolgreiche Sportmannschaften in den typisch amerikanischen Sportarten angesiedelt. Boston z.b. trägt u.a. auch den Beinamen "City of Champions" und kann mit den Boston Red Sox (Baseball), den Boston Celtics (Basketball) und die Boston Bruins (Eishockey) aufwarten. Die Red Sox haben in den gesamten USA Fans und Anhänger und sind eine der beliebtesten  und natürlich erfolgreichsten Mannschaften.

Nahe Boston in Foxborough findet man den Fußballverein New England Revolution und Pats, eigentlich die New England Patriots (American Football). Sehr verbreitet ist auch Lacrosse, in Boston findet man die Boston Cannons.

Wer nicht nur beim Sport zugucken möchte und die phantastische Stimmung bei Heimspielen genießen will, der kann sich auch selbst sportlich betätigen in Neuengland. Neben den Wintersportmöglichkeiten, besonders in den nördlichen Neuenglandstaaten wie Vermont und New Hampshire, mit seinen recht günstigen Möglichkeiten gibt es auch andere Outdooraktivitäten. Im Winter kann man verschiedene Ski- und Snowboardsportarten ausüben.

Im Sommer kann man besonders an der Küste aber auch an den vielen Seen dem Wassersport fröhnen. Schwimmen, Baden, Kanu- und Kayakfahren, Segeln, Wasserski, Jet-Ski und vieles mehr. Im Bereich Wassersport ist besonders auch Cape Cod interessant. Natürlich kann man auch tauchen und schnorcheln. Dazu kommen an Land Bergsteigen, Klettern, Wandern, Angeln, Trekking oder Fahrradfahren. Auch die Freunde des grünen Sports (Golf) kommen hier voll auf ihre Kosten und finden einige interessante Plätze in der Region.

 

Connecticut

Der US-Bundesstaat Connecticut im Süden von Neuengland ist mit einer Fläche von ca. 14.350 qkm einer der kleineren der USA. Mit ungefähr 3,6 Mio. Einwohnern ist er aber einer der dichter besiedelten, seine Bevölkerungsdichte ist vergleichbar mit der Deutschlands. Er ist außerdem einer der ältesten Staaten und war eine der 13 Kolonien, die sich einst vom britischen Mutterland lossagten.

Offizieller Beiname von Connecticut ist "The Constitution State", aus der Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges stammt ein weiterer Beiname "Provision State", da damals die Rebellen von hier aus mit Nachschub versorgt wurden. So ist man bis heute stolz auf die historisch wichtige Bedeutung des kleinen Staates, der auf kleiner Fläche viele Urlaubs- und Entdeckungsmöglichkeiten bietet.

Connecticut liegt am Atlantik (Long Island Sound) und bietet zahlreiche schöne Strände zum Baden und zur Erholung, die südliche Küste ist bereits im Einflußbereich von der Weltmetropole New York City, hier leben viele Pendler, die sich bereits nach Big Apple orientieren. Er grenzt so auch an den Bundesstaat New York, sowie an Rhode Island im Osten und Massachusetts im Norden. Die Menschen in Connecticut gelten als die klassischen Yankees, sie sind meist europäischen Ursprungs, es gibt weiterhin Hispanics, Afroamerikaner, Asiaten und kleinere indigenen Gruppen. Größte Stadt ist Bridgeport gefolgt von New Haven (hier befindet sich auch die weltbekannte Universität von Yale, die die drittälteste der USA ist) und der Hauptstadt Hartford.

Wirtschaftlich ist Connecticut einer der erfolgreichsten US-Bundesstaaten und nur Delaware hat ein höheres Einkommen pro Bewohner. Der Industrialisierungsgrad ist hoch, bekannte Industrien sind Maschinenbau und die Produktion von Flugzeugmotoren. Dazu kommt die chemische Industrie, Textilien und Dienstleistungen. Allerdings gibt es in den ländlicheren Regionen auch noch eine nennenswerte Landwirtschaft mit Viehzucht und Anbau u.a. von Kartoffeln, Mais und Getreidearten. An der Küste gibt es nebenbei hervorragende Möglichkeiten Fischspezialitäten in Kombination mit den anderen hier angebauten Erzeugnissen zu probieren.

Das Motto des Staates lautet "Qui transtulit sustinet" und der größte Fluss hier ist der Connecticut River. Die Landschaft hier bietet Wälder, Seen, Ebenen, Farmland und leichte Hügelbereiche. Der höchste Punkt ist der Mount Frissel, der eine Höhe von ca. 725 m erreicht. Verwaltungstechnisch wird er in acht Counties untergliedert: Fairfield, Hartford, Litchfield, Middlesex, New Haven, New London, Tolland sowie Windham. Bereits seit dem 9. Januar 1788 ist Connecticut Mitglied der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Zeitzone ist UTC -5/-4.

Bekannte Sehenswürdigkeiten sind die beliebten Ferienorte an der Küste (u.a. Milford und Mystic), die Weingüter in den hervorragende Weine gekostet werden können, die Universitäten (u.a. Yale), der Marsh Botanical Garden (Yale Campus), das Mystic Aquarium mit Walen und Delfinen, der Five Mile Point Leuchtturm am Long Island Sound, das Mark Twain House in Hartford, das Connecticut Science Center und verschiedene Familienparks wie Lake Compounce in Bristol. Gerne besucht werden auch die Kent Falls (Wasserfälle) im Kent State Park. Auf den Flüssen kann man auch Rafing und Kayakausfahrten unternehmen und obwohl der Bundesstaat dicht besiedelt ist, gibt es hier auch ruhige und erholsame Ecken und viel Platz für die typische Natur Neuenglands.

 

Maine

Der flächenmäßig größte Bundesstaat von Neuengland ist mit Abstand Maine. Mit einer Fläche von ca. 91.640 qkm ist er etwas größer als Irland oder Österreich. Maine ist insgesamt sehr dünn besiedelt und kommt auf eine Einwohnerzahl um die 1,33 Mio. Menschen. Damit bietet der Bundesstaat reichlich Platz und viel Raum für seine weite Natur und Tierwelt, aber auch für andere Sehenswürdigkeiten.

Das Staatsmotto besteht aus nur einem Wort und lautet "Dirigo", zu deutsch: Ich leite. Der Nickname des Bundesstaates Maine lautet "The Pine Tree State", also der Kiefern-Staat. Das verwundert nicht, gibt es hier doch weite Wälder zwischen Seen und Flüssen. Seit dem 15. März 1820 ist Maine Mitglied der Vereinigten Staaten von Amerika. Bevor es ein eigener Bundesstaat wurde war es übrigens ein Teil des Bundesstaates Massachusetts.

Maine ist sicherlich einer der besonderen US-Bundesstaaten und hier gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Die Menschen hier sind zum Teil noch französischer Herkunft (Akadier) und stolz auf ihre Traditionen. Auch die Verbindungen nach Kanada sind zum Teil nicht zu verleugnen, besonders bekannt ist Maine vielen aber auch aus kulinarischer Hinsicht, denn hier vor der Küste werden die gefragten Hummer gefangen, die man überall in der Region probieren kann.

Abteurer kommt hier voll auf ihre Kosten, denn im Sommer kann man Kayakfahren oder in Seen baden, die Wälder durchstreifen (fast 90 % des Landes sind mit Wald bedeckt!) oder ausgedehnten Wanderungen unternehmen. Im Winter gibt es hier meist reichlich Schnee und es gibt einige gute Skigebiete. Man kann dann unter anderem Langlaufen, mit dem Schneemobil fahren oder Schlittschuhlaufen. Oder auch lange Schneewanderungen unternehmen und die schneebedeckte Märchenlandschaft bestaunen. Auch Berge gibt es hier und der höchste Punkt von Maine liegt immerhin auf 1.606 m (Mount Katahdin).

Faszinierend sind die typischen Bilder aus Maine, wo in den gemütlichen Städten der Winter einzieht und überall dicke Schneedecken vorliegen. Natürlich ist auch hier der Herbst eine der bevorzugten Reisezeiten und der Acadia Nationalpark, der einzige Nationalpark in Neuengland bietet dann herrliche Farben vor seinen pittoresken Küsten. Im Sommer gibt es auch einige Badeorte mit langen Sandstränden, die meist nicht überlaufen sind und daher ruhige und erholsame Strandtage ermöglichen. Auch Radfahrer und Trekkingfreunde werden die Natur im Hinterland zu schätzen wissen. Romantische Fischgerichte kann man dann abends in typischen Holzhäusern und Restaurants genießen. In der Hauptstadt Augusta sollte man das Maine State Museum besuchen und den Pine Tree State Arboretum ein interessanter Botanischer Garten. In Portland, der größten Stadt sollten Geschichtsinteressierte das McLellan Sweat Mansion einmal anschauen.

Die Beziehung von Maine zum Wasser ist eine Besondere. Hier findet man einige Mussen, die sich dem Thema Meer widmen wie z.B. The Maine Maritime Museum in Bath oder The Maine Lighthouse Museum in Rockland. Einer der bekanntesten Schrifsteller überhaupt kommt ebenfalls aus Maine und hat den Bundesstaat und seine Städte weltbekannt gemacht, geboren in Portland ist Stephen King einer der bekanntesten Söhne von Maine. Es gibt außerdem einige Kunstmuseen in Maine, die Liebhaber sicherlich einen Besuch wert sein sollten, wer in der Hauptstadt Portland ist sollte dann das Portland Museum of Art besuchen.

 

Massachusetts

Massachusetts hat mit ca. 6,55 Mio. Menschen die meisten Einwohner aller Staaten von Neuengland. Auch die größte Metropole dieser Region befindet sich in diesem Bundesstaat, nämlich das bekannte Boston, was für viele Urlauber auch der erste Anlaufpunkt in Neuengland ist. Mit einer Fläche von ca. 27.330 qkm ist es etwa so groß wie Belgien und fast doppelt so groß wie Schleswig-Holstein.

Der Spitzname des Staates lautet "Bay State", zu deutsch der Staat an der Bucht, womit auf die geografische Lage am Atlantik angespielt wird. Massachusetts ist insbesondere durch seine historischen Leistungen bekannt geworden, denn hier startete mit der Boston Tea Party der Weg der Vereinigten Staaten von Amerika in die Unabhängigkeit. In Boston kann man entlang des Freedom Trail viele historische Stätten und Gebäude aus der Zeit des Unabhängigkeitskampfes besichtigen und Geschichte live erleben.

In der Stadt gibt es zahlreiche Museen und Kunstgalerien, gerne besucht wird das historische Tea Party Ship mit Museum. Sehenswert außerdem das noble Viertel Beacon Hill, wo man noch einige gut erhaltenen Stadthäuser findet. Es gibt außerdem einige interessante Kirchen hier wie die Park Street Church und die  Trinity Church. Wer eine intzeressantes Panorama genießen möchte sollte auf den Prudential Center Tower gehen. Nicht weit weg ist hier Cambridge, wo man die bekannteste Universität Harvard und das weltbekannte Massachusetts Institute of Technology findet. Auch dies ist ein Markenzeichen von Massachusetts, denn im Bereich Bildung und Universitäten zählen hier einige Einrichtungen zu den besten des Landes.

Massachusetts ist auch der Staat, der bis heute noch stark von den Puritanern geprägt ist. Hier gingen die Pilgrim Fathers mit der Mayflower an Land und gründeten hier ihre Kolonien. Später kamen mehr und mehr Familien und so empfindet sich Massachusetts in besonderer Weise als die Wiege der Nation, zumal es auch eine der ersten 13 Kolonien war, die gegen das britische Mutterland aufbegehrten. Wer über die Zeit der Pilgerväter mehr erfahren möchte, sollte die Plimouth Plantation südlich der Hauptstadt Boston besuchen. Mit Darstellern in zeitgenössischen Köstümen wird Geschichte hier lebendig.

Ein riesiges Freilichtmuseum ist auch Old Sturbridge Village, wo man auch noch eine Fahrt mit der Postkutsche machen kann. Man kann ferner entdecken, wie einst gekocht und gearbeitet wurde. In diesem Zusammenhang ist auch ein Besuch in Concord und Lexington interessant, denn hier kann man entdecken, wie 1775 die Revolution ausgelöst wurde.

Allerdings gibt es auch dunkle Seiten in der Geschichte dieser Region und die Hexenprozesse von Salem (1692) sind bis heute in der Geschichte festgeschrieben. In dem Ort findet man noch einiges dokumentiert aus dieser Zeit, sehenswert ist auch der Dreimaster Friendship. Wer einmal eine Künstlerkolonie besuchen möchte, sollte sich Rockport anschauen. Wer sich für die Geschichte des Walfang interessiert, sollte den New Bedford National Historic Park und das Walfangmuseum besuchen.

Sehenswürdigkeiten gibt es überhaupt reichlich hier. Massachusetts ist bekannt für seine herrlichen und langen Sandstrände, insbesondere Cape Cod, dass sich als Halbinsel mit vielen alten und schönen Dörfern ca. 96 km in den Atlantik erstreckt. Künstler trifft man hier am äußersten Ende des Capes und von hier aus kann man auch zum Whale Watching starten. einen Besuch wert sind auch die als Urlaubsziel beliebten Inseln Martha´s Vineyard und Nantucket. Kulturelle Highlight findet man im Westen den Bundesstaates in den Berkshires. Museen wie The Clark und Events wie das Williamstown Theater Festival locken alljährlich Fans aus der ganzen Welt hierhin.

 

New Hampshire

New Hampshire in der östlichen Mitte von Neuengland wird auch gerne als der "Granite State" bezeichnet. Das bezieht sich zwar auch auf die vielen Steinbrüche in dieser Region, aber viele deuten damit auch die Mentalität der hiesigen Bevölkerung an, die als besonders Traditionstreu gilt. Freiheit ist den Menschen hier das höchste Gut und schon bei geringen Eingriffen in diese, können manche Zeitgenossen hier schnell empfindlich reagieren. Das Staatsmotto ist demzufolge konsequenterweise auch "Live free or die".

Sehr attraktiv ist an diesem Bundesstaat auch keine Umsatzsteuer und keine Einkommenssteuer gibt (außer der Bundessteuer), so dass hier Shopping besonders interessant ist. Mit ca. 24.210 qkm ist er nur geringfügig kleiner als sein Nachbar Vermont. Mit ca. 1,32 Mio. Einwohner liegt er jedoch von der Bevölkerung her vor dem Nachbarstaat, mit dem er oft verglichen wird. Dabei sind diese beiden Bundesstaaten verschiedener als man glaubt.

New Hampshire ist fast vollständig bewaldet und zählt damit zu den US-Bundesstaaten mit dem höchsten Anteil dieser Landschaftsform. Vermont dagegen ist stark von offenem Farmland geprägt. Die Küste von New Hampshire ist recht kurz, aber durchaus sehenswert. Besonders die historisch interessante Stadt Portsmouth ist immer einen Besuch wert. Besonders im Sommer gibt es hier einige Events und interessante Open-Air-Veranstaltungen. In der City gibt es nicht nur historische Gebäude, sondern auch das Strawberry Banke Museum, wo man durch Darsteller in zeitgenössischer Kleidung in die Vergangenheit zurückversetzt wird.

Besonders bekannt ist der Bundesstaat aber durch den Mount Washington, der immerhin auf stattliche 1.917 m kommt und damit der höchste Berg im Nordosten der USA. Die White Mountains bieten ferne gute Möglichkeiten zum Wandern und Entdecken der weiten Wälder, Schlucht und Landschaft. Im Winter gibt es in New Hampshire natürlich auch hervorragende Wintersportmöglichkeiten wie etwa in Dixville, wo man Langlauf aber auch Alpinski betreiben kann. Weitere bekannte Resorts sind Attitash, Bretton Woods,  Loon Mountain und Wildcat Mountain, nur um einige zu nennen. Hier ist Winterurlaub auch deutlich günstiger als in anderen überlaufeneren Gebieten des Landes.

Auch die Tierwelt New Hampshire bietet seltene Exemplare und natürlich die typischen Waldbewohner wie Elche, Hirsche aber auch Bären. Im Sommer sollte man die County Fairs besuchen und wird dort viele Farmer auch auch viel Trubel antreffen. Natürlich ist New Hampshire auch bekannt für seinen Indian Summer, der jedes Jahr viele Besucher zu Reisen hierhin anlockt. Sehr beliebt ist auch ein Besuch des Keene Pumpkin Festivals, wo man zehntausende Kürbisse nachts leuchten und zu Kunstwerken gestalten besichtigen kann. Eine einmalige Atmopshäre!

Besuchen sollte man auch die New Hampshire Highland Games, wo die Nachfahren schottischer Einwanderer sich in den typischen Sportarten wie Baumstammweitwurf messen. Natrülich gibt es auch die traditionelle Kleidung und Dudelsäcke. Neben vielen Wäldern findet man in New Hampshire auch hunderte Seen, am bekanntesten ist der Lake Winnipesaukee. Der große See ist gut erschlossen und hier kann man zu jeder Saison Abenteuer erleben. Im Winter kann man eisfischen und Touren mit dem Schneemobil unternehmen, im Sommer wird gebadet, gesegelt oder geangelt. Damit hat New Hampshire für jeden etwas zu bieten und ist ein Bundesstaat mit vielen Sehenswürdigkeiten und Erholungsmöglichkeiten.

 

Rhode Island

Der US-Bundesstaat Rhode Island hat in vierlei Hinsicht eine Sonderrolle in Neuengland. Ein Blick auf die Karte zeigt schnell: dies ist der kleinste Bundesstaat der Neuenglandstaaten und der gesamten USA. Dies bezieht sich allerdings nur auf die Fläche von ca. 4000 qkm (knapp doppelt so groß wie Luxemburg), denn mit über 1 Millionen Einwohner ist er relativ dicht besiedelt, von den vielen Sehenswürdigkeiten hier ganz zu schweigen. Bekannt in Deutschland wurde RI auch durch den Sandra Bullock-Film Miss Undercover, wo eine der Hauptrollen Heather Burns als Miss Rhode Island spielte. Langweilig wird es im quirligen Rhode Island mit seiner Hauptstadt Providence nie.

Rhode Island ist der einzige Staat, in dem mehr als die Hälfte der Einwohner katholischen Glaubens sind (51%). Die meisten Menschen hier sind europäischer Abstammung, Minderheiten sind Lateinamerikaner, Afroamerikaner und Asiaten. Historisch spielte der Ocean State, wie sein Spitzname ist, denn er war einer der ersten dreizehn Kolonien, die sich von Großbritannien lossagten. Gegründet wurde die Kolonie einst vom Baptisten Roger Williams, der aus der Massachusetts Bay Colony verbannt worden war. Er entwarf eine sehr tolerantze Verfassung für den Staat, der heute State of Rhode Island and Providence Plantations. Religionsfreiheit und Toleranz waren hier immer großgeschrieben und die Sklaverei wurde bereits 1652 abgeschafft.

Als Anspielung auf seine Größe wird Rhode Island auch gerne als Little Rhody bezeichnet. Bekannte Events hier sind u.a. das Newport Folk Festival und das Newport Jazz Festival, die jährlich zahlreiche Besucher anziehen. Newport ist daneben bekannt durch seine gut erhaltenen und eindrucksvollen Herrenhäuser, die mit aufwendigen Gärten und beeindruckender Architektur locken. Entlang des Cliff Walk kann man einige Häuser und die schöne Landschaft am Meer entdecken. In Newport findet man auch ein Tennis Museum, denn hier entstand einst der erste Rasenplatz dieses Sports. Außerdem eine der ältesten Synagogen in Nordamerika. Auch die Newport-Mühle sollte man sich einmal anschauen und sich die vielen Geschichten über deren Herkunft anhören.

Rhode Island hat auch eine schöne Küste und auch die Insel sind allemal einen Besuch wert. Auch gute Segel- und Bademöglichkeiten sind hier vorhanden. Das Klima ist ozeanisch geprägt und milder als im Landesinneren Neuenglands. Eine beliebte Reise als Tagesausflug ist z.B. ein Besuch der Block Island. Auch Whale Watching ist in diesem Bundesstaat möglich und auf den Touren findet man Schwertwale, Finnwale, Buckelwale und hin und wieder auch den seltenen Seiwal. Der Grund warum hier so viele Wale im Sommer zu finden sind ist der warme Golfstrom, der hier nah an der Küste vorbeizieht.

Providence kann angeflogen werden über den Flughafen Theodore Francis Green State Airport, hier befindet sich auch die angesehen Brown University. In der Hope Street in Providence findet man das historische Governor Henry Lippitt House, außerdem gilt das Capitol als eines der schönsten der USA. Bekannt wurde die Stadt auch durch den Verkehrspolizisten Tony Lepore, der den Verkehr hier tanzend regelt. Direkt in der Innenstadt kann man das RISD Museum of Art besuchen und dort etliche Exponate, Kunstwerke und Skulpturen besichtigen. Auch als Bildungseinrichtung ist die Rhode Island School of Design weltbekannt. Sehenswert ist auch für Kochfreunde das Culinary Arts Museum, auch interessant ein Besuch des Providence Athenaeum, einer der ältesten Bibliotheken der USA. Für die Hartgesottenen ist auch die Providence Ghost Tour sicherlich ein spannendes Event.

Wer Tiere kennenlernen will, der sollte den großen Roger Williams Park Zoo besuchen, denn hier finden man einen Regenwald und natürlich die üblichen Zoobewohner wie Elefanten und Giraffen. Wer typische historische Dörfer besichtigen will, der in der West Bay & South Countzy richtig, denn in Warwick findet man einige von ihnen (u.a. Pawtuxet Village). In Wickford findet man Kunstgalerien, Handwerksläden und einmal im Jahr (Juli) das Wickford Art Festival. Auch die Slater Mill in Pawtucket aus dem Jahre 1793 ist einen Besuch wert, sie ist die älteste mit Wasser betriebene Baumwollmühle in Nordamerika.

Auch bildungstechnisch hat RI einen guten Ruf, neben der Brown University in Providence sind weitere hervorragende Einrichtungen vorhanden wie die University of Rhode Island, Johnson & Wales University, das Rhode Island College und das Providence College.

 

Vermont

Vermont ist innerhalb von Neuengland einer der beliebtesten Reisegebiete. Reisen und Urlaub in Vermont hat eine lange Tradition und viele gut betuchte Einwohner der anliegenden Staaten und New Yorker haben hier ihr Ferienhaus, was jedoch die Preise für Immobilien und Lebenshaltung zum Teil in ungeahnte Höhen für diese ländliche Region brachte.

Vermont besitzt einige überaus pittoreske Dörfer, die insbesondere im Indian Summer ihre Reiz versprühen und in eine bezaubernde Märchenlandschaft einstimmen. Dabei ist Vermont immer noch recht beschaulich geblieben und hat gerade einmal ca. 630.000 Einwohner auf einer Fläche von ungefähr 24.900 qkm (etwas kleiner als Belgien). Damit ist Vermont der Bundesstaat mit der niedrigsten Bevölkerung der USA.

Spitzname des Staates ist "Green Mountain State", der auf die Landschaft der Green Mountains anspielt. Vermont hat zwar im Gegensatz zu seinem Nachbarn New Hampshire keine Küste aber einige Seen, wovon insbesondere der Lake Champlain als Urlaubsrevier genutzt wird. Hier kann man allerhand an Wassersport betreiben oder die größte Stadt des Staates Burlington besuchen. Die Studentenstadt ist sehr beliebt und bietet einige Sehenswürdigkeiten. Hier kann man auf Touren mit dem Boot oder eine ausgedehnte Radwanderung unternehmen. Sehenswert ist auch das Aquarium und Forschungszentrum ECHO und das Robert Hull Flemming Museum.

Auf den bekannten Wanderwegen "Long Trail" und "Appalachian Trail" kann man die Landschaft entdecken mit unberührten Bergen, Bächen, Wäldern und Mooren. Der höchste Punkt des Staates ist der Mount Mansfield mit immerhin 1.339 m Höhe. Die Menschen in Vermont sind sicherlich eine Nummer für sich und bieten oft mehr Ähnlichkeiten mit Europa als Amerika. Sie gelten als eigen, aber hilfsbereit und auf den Dörfern gibt es immer noch eine erstaunliche Solidarität untereinander, die in ihrer Form durchaus innerhalb der USA ihres Gleichen sucht. Hier identifiziert man sich auch noch stark mit seiner Stadt und die abgehaltenen "town meetings" wo wichtige Angelegenheiten basisdemokratisch beschlossen werden, sind gut besucht.

Vermont ist natürlich auch besonders bekannt für seine Winter, die hier gute Schneebedingungen bieten und Wintersport möglich machen. Während man im Sommer badet oder angelet geht es im Winter an Skifahren oder Snowboarden. Auch Schneeschuhwandern und natürlich Schneemobiltouren sind beliebt und es gibt etliche Resort für Alpin- aber auch Langlaufski. Romantische Abende am offenen Kamin und urige Unterkünfte aber auch bezahlbare Bed & Breakfastunterkünfte machen den Urlaub für viele Reisende interessant und so sind einige Orte schon lange kein Geheimtipp mehr. Trotzdem gibt es hier immer noch viele ruhige Orte und die Gelassenheit der Menschen hier ist ebenfalls meist geblieben.

Besonders bekannt ist der Bundesstaat auch für seinen exzellenten Ahornsirup, der auch gerne beim Kochen und Backen eingesetzt wird. Und die typische Eiscreme ist ebenfalls ein Begriff und sollte ausgekostet werden. In vielerlei Hinsicht hebt sich Vermont ab von den übrigen USA, so auch bei der Lebensmittelproduktion. Man legt hier Wert auf Natrülichkeit und die Farmer arbeiten mit anderen Zweigen der Lebensmittelproduktion im Farmers Fresh Network eng zusammen. Eine weitere Eigenart sind die überdachten Brücken des Staates, die auch im Vermont Covered Bridge Museum in Bennington betrachtet werden können. Beschaulich wie der ganze Bundesstaat ist auch seine kleine Hauptstadt Montpelier, die etwas über 8.000 Einwohnern die kleinste aller US-Bundesstaaten ist.

Dafür hat sich aber trotzdem einige Sehenswürdigkeiten wie etwa das Capitol, welches mit der schönen Landschaft im Hintergrund zu den schönsten der USA zählt. Besuchen sollte man hier auch das Vermont Historical Society Museum. Eine Zeitreise kann man auf der Billings Farm und Museum machen, denn hier findet man Menschen in historischer Kleidung bei Hühnern, Schafen und Ochsen. Woodstock, eine der schönsten Städte des ganzen Landes ist hier ebenfalls in der Nähe und einen Besuch wert. Natürlich sollte man sich auch den nahen Marsh-Billings-Rockefeller National Historical Park anschauen, man wird begeistert von den Herrenhäuser und gepflegten Gärten sein. Weitere Sehenswürdigkeiten in Vermont sind auch Brattleboro mit seiner seiner alternativen Szene, der schon einiges an Aufsehen in den USA erzeugt hat, die idyllischen Orte Dorset und Newfane, das New England Maple Museum, Shelburne mit seiner Musterfarm und Arlington mit vielen historischen Gebäuden und der zweitältesten neugotischen Kirche der USA.

 

Sehenswürdigkeiten

Eine landschaftlich wie geschichtlich so interessante Region wie Neuengland hat natürlich zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hier möchten wir Ihnen nur die wichtigsten vorstellen, unter Bundesstaaten wird dann noch einmal auf die speziellen Sehenswürdigkeiten der einzelnen Neuenglandstaaten eingegangen.

Beginnen wir im äußersten Süden in Connecticut, hier ist der östliche Bereich der Küste noch ganz im Einfluß von Big Apple, also New York City. Hier leben viele Pendler, die in NYC arbeiten. Trotzdem hat Connecitcut einiges zu bieten, zum Beispiel schöne Küstenorte mit netten Stränden. Bekannte Orte sind Essex und Milford. Wale, Pinguine und Delfine findet man in Mystic, genauer im Mystic Aquarium. Wer einmal etwas Universitätsluft schnuppern will, sollte einmal in Yale vorbeischauen. Hier gibt es ausserdem sehenswerte Kunstgalerien, New Haven zeigt moderne Architektur und auch ein Besuch der zahlreichen Weingüter in Connecticut lohnt.

Rhode Island, der kleinste Staat der USA ist bekannt für seine Herrenhäuser in Newport, die noch dazu herrliche Gärten beinhalten. Hier gibt es auch den ältesten Tennis-Rasenplatz und ein Museum zu diesem Sport. Auch die Slater Mill in Pawtucket ist einen Besuch wert. Natürlich kann man von Rhode Island, dem Ocean State auch sehr schöne Whale Watching-Touren unternehmen. Ein besondere Urlaubstipp ist ein Ausflug nach Block Island, hier findet man schöne, lange Strände und gute Bademöglichkeiten.

Massachusetts hat natürlich zum einen die größte Stadt Neuenglands, Boston zu bieten. Diese Metropole ist weltbekannt und bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten sowohl historischer als auch aktueller Art. Bekannt sind der Freedom Trail und hier kann auch noch das Tea Party Ship & Museum besichtigt werden.  etwas von den alten Stadthäusern findet man im Stadtteil Beacon Hill. Auch gibt es hier interessante Kirchen wie etwa die Park Street Church mit Friedhof, wo bekannte Persönlichkeiten begraben wurden. Kunstfreunde sollten das Museum of Fine Arts besuchen. Eine schöne Küste bietet der Staat auch und Cape Cod bietet phantastische Strände und Erholungsmöglichkeiten. Auch die Inseln Martha´s Vineyard und Nantucket ziehen Berühmtheiten aus Politik und Wirtschaft an. Kultur findet man in den Berkshires, sowie einige hervorragende Museen wie das Williams College Museum of Art. Geschichtlich bedeutend ist auch Salem, wo einst auch die Hexenprozesse stattfanden. In Concord und Lexington kann man sehen, wie die Amerikanische Revolution 1775 ausgelöst wurde.

New Hampshire ist durch seine steuerlichen Vergünstigungen bekannt als Einkaufsparadies, aber der kleine Staat hat noch mehr zu bieten. Hier befindet sich der höchste Berg im Nordosten der USA, der Mount Washington kommt immerhin auf 1.917 m, hier gibt es gute Wandermöglichkeiten allerdings sind die klimatischen Schwierigkeiten zu beachten, denn hier kann das Wetter schnell kippen. Gute Möglichkeiten für den Wintersport bieten die White Mountains. Gemütlich und historisch zeigt sich die kurze Küste bei Portsmouth mit vielen alten Häusern und Gebäuden.

Vermont sieht auf der Karte aus wie sein Nachbar New Hampshire, nur andersherum. Es hat keinen Anteil am Atlantik, dafür aber den herrlichen Lake Champlain und die lebendige Studentenstadt Burlington. Besonders die Wälder Vermont gelten als sehenswert zurzeit des Fall Foliage. Auch Wintersportmöglichkeiten gibt es in diesem Bundesstaat. Die Green Moutains eigenen sich auch für schöne Wandertouren durch die grüne und unberührte Natur. Typisch für Vermont sind auch die überdachten Brücken, die man hin und wieder noch sehen kann.

Maine ist der größte Bundesstaat Neuenglands und bietet die meiste Wildnis und teilweise nahezu unbewohnte Wälder und viele Seen. Größte und bekannteste attraktion ist der Acadia Nationalpark, der einzige Nationalpark Neuenglands. Besonders beeindruckend sind die bizarren Küstenabschnitte und Inseln. Man kann hier Wandern oder Radfahren. Auch für seine schönen Leuchttürme ist Maine bekannt, und wer die Landschaft aus dem Auto entdekcne will sollte eine der zahlreichen Panoramastrassen fahren. Es gibt hier ausserdem einige Museen, die sich dem Wasser widmen wie etwa das The Maine Maritime Museum in Bath. Ferner gibt es hier gute Wintersportbedingungen für Ski und Snowboard sowie gute Toren für Schneemobile. Besonders bekannt ist auch der Hummer, der vor der Küste Maines gefangen wird. Diesen kann man überall probieren und es gibt auch die Möglichkeit an Touren mit Hummerfängern teilzunehmen.

 

Typisch

Es gibt viele Eigenschaften und Eigenheiten, die typisch für Neuengland sind. Dabei darf man jedoch auch die einzelnen Spezialitäten der jeweiligen Bundesstaaten nicht vergessen, denn auch zwischen den einzelnen Neuenglandstaaten gibt es durchaus Unterschiede.

Allen Gemeinsam ist die besondere, fast magische Zeit des Herbstes, die die Landschaft in eine Märchenlandschaften mit bunten Bäumen und strahlendem Licht verwandelt. In Europa spricht man dann vom Indian Summer, die Amerikaner eher von Fall Foliage. Viele pittoreske Dörfer im Landesinnern wirken, als seien sie dem Bilderbuch entsprungen. Neuengland gilt als die europäischste Region der USA, denn hier erinnert noch einiges an die "alte Welt".

Neuengland sieht sich als Wiege der USA, denn die Region ist geschichtsträchtig und wer sich in die Zeit des Unabhängigkeitskampfes gegen die Briten zurückversetzten will, der sollte den Freedom Trail in Boston aufsuchen, denn dann entdeckt man einige Stätten und Zeugnisse aus dieser Zeit. Die zahlreichen Eliteschulen und Universitäten allen voran Harvard und Yale sind weltbekannt und symbolisieren das fortschrittliche Neuengland im Bereich Bildung und Wissenschaften.

Die vielen Wälder, Seen und Berge sowie die zerklüftete Küste allerdings auch mit zahlreichen, sanften Sandstränden steht für viel Natur und Abenteuerfeeling. Hier kann man Kanufahren oder Segeln, natürlich auch Angeln und kulinarische Genüße wie den bekannte Hummer aus Maine entdecken. Bekannt sind auch die üppigen Thanksgiving-Dinner und natürlich der New England Clam Chowder, die schmackhafte und reichhaltige Suppe.

Das ganze Jahr über gibt es einige Events, die ebenfalls lange Traditionen fortführen. Besonders bekannt sind natürlich die Thanksgiving-Feste und natürlich hängt auch Halloween im mystisch angehauchten Neuengland einer besonderen Tradition an. Einen Besuch wert ist in diesem Zusammenhang der Ort Keene in New Hampshire, wo beim Pumpking Festival ca. 30.000 Kürbise besondere Kunstwerke darstellen und leuchten, ihre Umgebung verzaubern.

Neuengland bietet auch einige hervorragende und gar nicht mal immer teure Wintersportzentren in den Bundesstaaten New Hampshire, Vermont und Maine. Etwas sehr untypisches für die USA findet man in Vermont: Town Meetings, hier treffen sich einmal im Jahr die Bürger der jeweiligen Orte um über wichtige politische Fragen zu beraten und abzustimmen. Hier findet man noch gelebte Basisdemokratie und Menschen, die sich für die Probleme ihrer Stadt interessieren und zu deren Lösung beitragen. Bei den gut besuchten Versammlungen geht es auch schon einmal etwas diskussionsfreudiger zu.