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Domburg - der beliebte Ferienort in Zeeland www.Reisemagazin24.net
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Domburg - der beliebte Ferienort in Zeeland

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Der Ort Domburg hat knapp 1.400 Einwohner, liegt an der Nordsee und ist einer der meist besuchten Badeorte an der holländischen Küste. Daher verwundert es nicht, dass der Tourismus die Haupteinnahmequelle darstellt. Hotel Domburg stellt Ihnen einige Seiten von Domburg vor. Zwar nicht ganz so groß wie Scheveningen oder Zandvoort, aber mit viel Flair empfängt Sie Domburg. Die touristische Infrastruktur ist übrigens ausgezeichnet. Es wird daher nicht schwer fallen, wenn Sie sich rechtzeitig bemühen, ein schönes Hotel in Domburg zu belegen.

Der Ort bietet reichlich Pensionen, Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser für seine Besucher. Hotel Domburg betont: Das Nordseebad hat für jeden etwas zu bieten: herrliche weiße Dünen und Sandstrände, Fahrradfahren, Kayakfahren, Golf, Surfen, Strandreiten, Sportangeln oder Wandern – das alles können Sie in Domburg und Umgebung genießen. Natürlich können Sie auch in einem der gemütlichen Restaurants bei Bier und Muscheln oder frischen Fisch entspannen.
 
Die Redaktion dieser Seite besucht immer wieder gerne die schönen Tavernen mit dem frischen Fisch, Sie sicher auch!
 
domburg in zeeland

Die Strände von Domburg laden zum Wandern und Baden ein. Bild (c) Beate Meier

Gelegen auf der Halbinsel Walcheren gehört der Ort als Teil der Gemeinde Veere zur niederländischen Provinz Zeeland. Das Hauptwahrzeichen der Stadt ist der Wassertrum (Watertoren). Dieser ist bereits aus der Ferne erkennbar und weist Ortsunkundigen den Weg in das Seebad.

In Domburg gibt es auch, wie fast überall in den Niederlanden, eine Windmühle (Weltevreden). Wir von der Seite Hotel Domburg empfehlen einen Besuch! Die Windmühle steht auf dem Mühlenberg am Roosjesweg im Südosten Domburgs. Die Mühle ist ein Bodensegler und stammt aus dem Jahre 1817. Sein Vorgänger war eine Standardmühle aus dem Jahre 1620. Bereits 1588, 1596 und 1604 (Papiermühle) standen dort Vorgängermühlen. 1947 wurde sie repariert.  Die Mühle ist Eigentum der Gemeinde Veere.

2 km entfernt liegt das Ringdorf Aagtekerke mit einer Kirche aus dem 15.Jahrhundert. Auch hier empfiehlt Hotel Domburg einen Abstecher. Besichtigen Sie auch den Riesendeich von Westkappelle (Westkapelse Zeedijk). Der alte und markante Leuchtturm ist durch Mondriaan weltbekannt geworden. Er dient heute noch der Navigation für die Schifffahrt. Westkapelle ist bei Anglern sehr beliebt und zugleich ein angenehmer Urlaubsort mit schönen Dünen sowie Wasser- und Wald hinter der Küste.
 
Wir von der Seite Domburg24 hoffen Ihnen Lust auf Holland und ganz besonders auf Domburg gemacht zu haben. Egal wie Sie sich nun entscheiden, ob Hotel, Ferienhaus oder Pension in Domburg - Sie werden den Ort mögen.

Zunächst besticht die Natur in Zeeland: Domburg ist bekannt für seine herrliche umgebende Dünenlandschaft, die größtenteils unter Naturschutz (De Manteling) stehen. Dieses Gebiet ist ein beliebtes Natur- und Wandergebiet. Die Küste um Domburg wird von breiten Sandstränden geprägt. Nicht wenige halten die Dünen um Domburg sogar die höchsten der Niederlande.

Hier leben verschiedenen Pflanzen- und Tierarten zusammen. Die Landschaft der Dünen zeichnet sich durch eine besondere Dynamik aus, da sich die Landschaft durch die Einflüsse von Wind, Regen und Pflanzen ständig ändert.

Warum entstehen um Domburg Dünen, während andere Küsten Europas keine haben? Dies hängt von einigen Faktoren ab:

    Der Sand am Meeresboden steigt an
    Vom Meeresboden wird der Sand in Richtung Küste transportiert
    Wellenbildung und Wind aus Richtung Land
    Pflanzenwuchs, wodurch die jungen Dünen gefestigt werden

Die Dünen haben auch eine Schutzfunktion für das Land. Der Meeresstreifen ist dabei der empfindlichste und wird durch künstliche gepflanztes Dünengras gefestigt. Wichtig ist, dass sich die Besucher an feste Regeln halten und sich rücksichtsvoll gegenüber dieser empfindlichen Landschaft verhalten.

Die Region Zeeland hat die meisten Sonnenstunden in den Niederlanden. Das Meer ist auf der Insel Walcheren nie weiter als 15 min. entfernt.

Kinder können sich an den weißen Stränden austoben oder Muscheln suchen, Garnelen beobachten oder Sandburgen bauen. Genießen Sie den Sonnenuntergang oder lassen Sie einen Drachen steigen zwischen den Dünen von Domburg.



Umgebung von Domburg


Im Norden der Halbinsel Walcheren liegt Veere, zu dessen Gemeindegebiet Domburg gehört. Es liegt am Veeres Meer einem ausgedehnten Wassersportgebiet. Das Städtchen hat noch viel aus dem Mittelalter bewahrt, schöne Festungsanlagen und Monumente.

Das Veerse Meer ist eines der größten Wassersportgebiete der Niederlande. Hier können Sie Angeln, Kanufahren, Segeln, Surfen, Sporttauchen oder Wasserskifahren. Hier gibt es einige Jachthäfen und entlang der Ufer und Inseln (z.B. Haringvreter) befinden sich herrliche Naturgebiete. Auch können hier Wander- und Fahrradtouren durchgeführt werden.

Vlissingen hat ca. 45.000 Einwohner und liegt an der Mündung der Westerschelde an der Südküste Walcherens. Es hat einen breiten Boulevard und hat maritime Atmosphäre. Im Stedelijk Museum erfahren Sie mehr über die maritime Vergangenheit Vlissingens. Im Arsenaal gibt es eine Flottenschau-Vorführung, einen 65m hohen Aussichtsturm und andere Attraktionen. Besuchen Sie auch den Reptilienzoo Gyana mit Reptilien, Amphibien und Insekten aus der ganzen Welt.

Middelburg hat fast 47.000 Einwohner und ist Provinzhauptstadt von Zeeland. Sie finden in dieser traditionsreichen und geschichtsträchtigen Stadt über 1.000 Monumente. Hier gibt es eine jahrhundertealte Norbertiner Abtei („Unsere liebe Frau“) ist heute Sitz der Provinzialregierung. Besuchen Sie das Zeeuwse Museum. Machen Sie eine Grachtenrundfahrt. Das Stadhuis Middelburg ist eines der bedeutendsten gotischen Rathäuser in den Niederlanden.

 

 

Geschichte und Kultur

Domburg entstand als Siedlung nahe dem römischen Tempel der örtlichen Göttin Nehalennia. Einst opfterten die Händler ihr regelmäßig, wenn sie nach langer Reise wieder zu Hause ankamen. Sie hinterließen ihr als Dank steinerne Gedenktafeln. Der Tempel der Nehallennia wurde im 3.Jahrhundert überflutet und erst  am 5.Januar 1647 wieder entdeckt. Man fand im Dünensand mehrere Gedenktafeln und auch Nehallenia.

Domburg erlangte 1223 die Stadtrechte. Vom 15. – 16. Jahrhundert ernährten sich die Einwohner vom Heringsfang, Viehzucht und Jagd. Die ersten Tagestouristen kamen aus dem benachbarten Middelburg im 17.Jahrhunderet. Seit 1834 bezeichnete die Stadt sich selbst als Badeort, wobei es schon länger Badetourismus gab. Somit gilt Domburg als ältester Badeort Zeelands.

1837 wurde der erste Strandpavillion gebaut. 1889 besuchte die Schriftstellerin und Königin von Rumänien, Elisabeth zu Wied (Pseudonym „Carmen Sylva“) die Stadt Domburg. Ihre Villa existiert heute noch und wurde nach Carmen Sylva benannt.

1920 wurde dem niederländischen Arzt Dr. Mezger in der Mitte von ´t Groentje eine Bronzestatue gestiftet. Dr. Mezger ist maßgeblich an dem Bekanntheitsgrad Domburgs beteiligt. Ende des 19.Jahrhunderts führte er die erste physiotherapeutische Behandlung durch und war 1870 maßgeblich an der Heilung von Prinz Willem beteiligt. In Domburg ließ er die Villa Irma bauen wo er seine fürstlichen und adligen Patienten empfing. Seine Gäste wohnten im Badhotel, Schutterhof und oder im Hotel de l´Europe. Die Blütezeit des Badeortes wurde durch die Weltkriege unterbrochen.

Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg war Domburg schwer beschädigt. Aber der Wiederaufbau ging schnell und 1948 hatte man bereits wieder 3271 Badegäste. Heute sind es besonders deutsche Touristen, die Domburg für ihren Urlaub besuchen. Insbesondere die gute Erreichbarkeit für Gäste aus NRW macht Domburg beliebt. Deswegen bieten wir hier online die Möglichkeit ein Hotel in Domburg zu buchen. Die Deutschen schätzen aber genauso wie die anderen Gäste die gute Infrastruktur, das saubere Wasser und die schönen Strände. Buchen auch Sie Ihr Hotel in Domburg und erleben Sie einen Hollandurlaub am Meer.

Domburg war im 20. Jahrhundert Wirkungsstätte einer Reihe von Künstlern wie Piet Mondrian und Jan Toorop. Domburg ist malerisch und mondän zugleich. Im Marie Tak van Poortvliet Museum werden u.a. die Künstler Piet Mondriaan und Jan Toorop geehrt. Heute findet im September jährlich das „Jazz by the Sea“ statt, ein Jazzfestival in besonderer Umgebung.

Im August findet das Ringreiten statt. Reiter mit im Galopp mit einer Lanze einen an einer Schnur aufgehängten Ring aufspießen. Das Ringstechen ist ein alter „Bauernsport“ und hat seinen Ursprung in den Wehrtüchtigkeitswettbewerben der Bauern im Mittelalter.

Besuchen Sie auch im Sommer den wöchentlichen Touristenmarkt.

 

Weiterer Tipp: Scheveningen

Scheveningen ist das größte und beliebteste Seebad der Niederlande und zugleich ein Stadtteil von Den Haag. Es entwickelte sich aus einem kleinen Fischerdorf und hat einen Fischerei-Hafen (eröffnet 1904) mit langer Strandpromenade. Schauen Sie doch den Fischern beim Einholen der Netze zu.
 
Oder buchen Sie doch als Sportangler direkt bei einer der Sportfischer-Reederein einen Angeltrip auf die Nordsee. Sie können natürlich von Scheveningen aus auch andere Rundfahrten z.T. mit alten Fischerbooten auf die Nordsee machen. Dann sehen Sie die Scheveninger Küste einmal von der Seeseite.

In Scheveningen findet man hübsche Geschäfte, einen Leuchtturm, Restaurants, Sonnenterassen, das Seemuseum, das Skulpturenmjuseum und ein Aquarium. 1 km im Norden befindet sich ein FKK-Abschnitt.

Es ist vom Zentrum Den Haags ca. 6 km entfernt und über mehrere Straßenbahnlinien erreichbar. Scheveningen ist international bekannt als Sitz der UN Detention Unit, dem Gefängnis den UN-Kriegsverbrechertribunals und des Internationalen Strafgerichtshofs. Die Hauptattraktion Scheveningens ist die 381 m lange Seebrücke mit Aussichtsturm und die Miniaturstadt Madurodam.

Am Neujahrtag findet alljährlich das Nieuwjaarsduik (Neujahrstauchen) statt. Unter Denkmalschutz steht das Kurhaus von Scheveningen. Es gibt auch ein Holland Casino in Scheveningen, das Circustheather, ein Megakino, ein überdachtes Einkaufszentrum und eine neue Pier. Bei Radfahrern sehr beliebt ist die Strecke vom Norden Scheveningens nach Katwijk (ca. 12 km). Sie gilt als eine der schönsten Hollands. Von Katwijk kann man auch weiter nach Noordwijk und Zandvoort fahren.

Im Süden Den Haags findet man den ruhigeren Strand von Kijkduin. Dieser Badeort wird das ganze Jahr weniger von Touristen und mehr von Einheimischen besucht. Rund um Den Haag finden Sie, genauso wie um Domburg, herrliche Dünenzonen. Hier können Sie wandern, Radfahren oder Reiten.Das bekannteste Dünengebiet um Den Haag ist Meijendel zwischen Den Haag und Wassenaar. Dieser Dünengürtel ist einer der wichtigsten Küstenstreifen der Niederlande. Das Gebiet dient nicht nur Einheimischen und Touristen zur Erholung, sondern auch für die Trinkwasserversorgung, Natur- und Küstenschutz.

In Meijendel gibt es ein Besucherzentrum mit Informationen zum Dünenbereich, von hier aus bietet der Diunwaterbedrijf Zuid-Holland auch Exkursionen an. In der Nähe befindet sich ein Heimgarten mit endemischen Pflanzen. Im Gebiet Meijendel gibt es über 250 verschiedene Vogelarten sowie Mäuse, Fledermäuse, Rehe, Wiesel, Füchse, Kaninchen, Kröten, Frösche und Insekten.
 
Das Gebiet ist frei zugänglich. Meijendelvallei bietet drei Hauptwanderrouten, sowie einige Rad- und Reitpfade. Stärken können Sie sich im Pfannkuchenhaus. Das Wandergebiet Kijfhoek-Bierlap-Meeuwenhoek kann nur mit einer Jahreszugangskarte zugänglich, andere Teile auch nur für wissenschaftliche Untersuchungen zugänglich.

 

Weiterer Tipp: Zandvoort

Zandvoort ist ebenfalls ein gut besuchtes und beliebtes Seebad. Es befindet sich in der Provinz Nord-Holland (Noord-Holland). Es hat knapp 17.000 Einwohner und ist besonders wegen seiner ausgedehnten Strände beliebt. Zandvoort ist weniger als 30 km von Amsterdam entfernt. Es hat einen 9 km langen Strandabschnitt, der im Durchschnitt 100 m breit ist. Die Stadt hat viele Restaurants, Cafés, Pubs, Bars und Geschäfte. In den Sommermonaten gibt es oft abends Live-Musik, Musikfestivals und Sportveranstaltungen.

Es gibt noch einige historischen Fassaden und Gebäude wie z.B. die Stadthalle. Das Zentrum von Zandvoort ist nicht weit weg vom Bahnhof und gut zu Fuß zu erreichen. Freizeitaktivitäten sind u.a. Wandern, Rad fahren, Wassersport, Bogenschießen, Golf und Mini-Golf. Um 1100 war der Ort bereits als Sandevoerde (Sand und Voorde also dt. Furt) bekannt. Das Gebiet stand bis 1722 unter Kontrolle der Heren van Brederode. Das Dorf selbst lebte hauptsächlich vom Fischfang.
 
Mitte des 19.Jahrhunderts kam der Tourismus und das Kuren auf. Dr. Mezger, ein Arzt aus Zandvoort, führte das Seebaden als Heil- und Erholungsmethode ein. 1822 wurde das Badehaus eröffnet und es kamen mehr und mehr reiche und adlige internationale Gäste (u.a. Sisi von Österreich). Im 19.Jahrhundert wurden in den Dünen Kartoffen angebaut, der Tourismus blieb aber Haupteinnahmequelle des Ortes. Verkehrstechnisch war Zandvoort gut zu erreichen, besonders seit 1881 Zandvoort an das Niederländische Schienennetz angebunden wurde.
 
Auch heute noch sind in Zandvoort ca. 50% der Arbeitsplätze im Tourismus zu finden. Im ganzen Ort findet man Hotels, Pensionen, Bed & Breakfast-Angebote, Ferienwohnungen und Ferienhäuser. Es gibt auch den Center Parc, Park Zandvoort mit Hotel-Apartments und Ferienhäusern.
 
Zandvoort ist umgeben von 47 qkm Dünenlandschaft. In Zandvoort finden Sie auch ein Holland Casino. Der Circus Zandvoort ist ein Vergnügungspark. Seit 1949 gibt es die Rennstrecke Circuit Park Zandvoort. Zwischen 1952 und 1985 war sie einige Male Formel 1-Rennstrecke. Heute wird sie u.a. für die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft (DTM) und Tourenwagen-WM (WTCC) genutzt.

 

Exkurs Niederlande:

Die Niederlande sind eine parlamentarische Monarchie im nördlichen Westeuropa. Seine Nachbarstaaten sind Belgien im Süden und Deutschland im Osten. Im Norden und Westen wird Holland, wie es auch gerne genannt wird, von der Nordsee begrenzt.Der Begriff Holland bezieht sich aber nur auf die Provinzen mit diesen Namen (Nord- und Südholland) und deshalb ist Niederlande der treffendere Ausdruck, wenn man vom ganzen Land redet.
 
Auch wenn die Oranjes, die holländischen Fußballfans gerne „Hup, Holland, hup!“ singen, ist der Begriff Holland für einige Niederländer, wenn sie nicht aus dem Landesteil Holland kommen, nicht positiv belegt.

Die Niederlande grenzen an Belgien, Deutschland und die Nordsee. Der Name Niederlande stammt von der alten Bezeichnung „niedere Rheinlande“ ab. Offiziell heißt das Land Koninkrijk der Nederlanden (Königreich der Niederlande). 
 
Geografie

Die Niederlande sind ein auffallend tief gelegenes Land. Ca. 50% der Staatsfläche liegt weniger als 1 m über dem Meeresspiegel. Weitere 25% sogar unterhalb des Meeresspiegels.Die flachen Gebiete werden durch ein Deichsystem (insgesamt ca. 2000 km) vor Sturmfluten geschützt. Durch den Einsatz von moderner Schleusentechnik wie die Deltawerke, versuchen die Niederländer den Kampf mit dem Wasser zu gewinnen.

Überhaupt ist die Geschichte der Niederlande auch immer vom Kampf gegen das Meer begleitet gewesen. Durch Landgewinnung vom Meer konnten die Niederlande erhebliche Flächen gewinnen. Die jüngste Provinz Flevoland besteht fast vollständig aus solchen Poldergebieten.

Das Ijsselmeer ist durch einen Abschlussdeich (29 km) aus dem Jahre 1932 ebenfalls eingepoldert. Die Nordseebucht war vorher die Zuiderzee.Der höchste Punkt der Niederlande ist der Vaalserberg und befindet sich im äußersten Grenzgebiet zu Deutschland und Belgien.

Da die Insel Saba (Niederländische Antillen)in der Karibik ebenfalls zum Königreich zählt, ist formal der Mopunt Scenery (877 m) der höchste Punkt des Landes.Wichtigste Flüssen sind der Rhein, die Waal und die Maas (de grote rivieren) und trennen das Land in einen nördlichen und südlichen Part.Durch den dominanten Südwestwind haben die Niederlande ein gemäßigtes maritimes Klima mit kühlen Sommern aber auch milden Wintern.

Bevölkerung: Mit 484 Einwohner pro qkm sind die Neiderlande eines der am dichtest besiedelten Staaten der Erde (Vergl. Deutschland 231, Norwegen 12, Surinam 3, Namibia 2).

Aber auch in den Niederlanden gibt es dünner besiedelte Gebiete. 50% der Einwohner leben in der Randstad (Amsterdam, Den Haag, Haarlem, Utrecht etc.), dem dicht besiedelten Westen.Dünner besielt ist z.B. die Provinz Fryslan (Friesland) mit 112 Einwohnern/ qkm und Zeeland mit 129 Einwohnern/ qkm.Offizielle Sprache (Amtssprache) ist Niederländisch, in der Provinz Fryslan zusätzlich auch Friesisch. Die Sprache zählt zu den westgermanischen Sprachen und ist eng verwandt mit dem Deutschen.In den Landesteilen in Übersee (Karibik) wird Niederländisch, Papiamento oder Englisch gesprochen. Das in Südafrika gesprochenen Afrikaans ist u.a. aus dem Niederländischen und Deutschen entstanden.

Die Niederländer sind übrigens das größtgewachsene Volk der Erde. Frauen sind im Durchschnitt 1,72 m, Männer 1,83 m groß.Heutzutage spiegelt die Bevölkerung der Niederlande eine bunte Mischung wider. Neben Einwanderern aus Deutschland, Belgien und Großbritannien sind vor allem aus den ehemaligen Kolonien in Indonesien, Surinam und der Karibik Menschen eingewandert. Außerdem Zuwanderer aus Marokko und der Türkei.Es gibt ferner 81.000 Jenische.30% der Niederländer bekennen sich zum Katholizismus, 20% sind Protestanten (meist Calvinisten), 6% moslemisch ferner hinduistische (aus Surinam), buddhistische und jüdische Minderheit. 41% sind konfessionslos.Kirchensteuer wird nicht erhoben.

 
Geschichte

Die Provinzen Brabant, Flandern, Holland etc. haben früher zu den Erblanden der spanischen Habsburger gehört.Die Provinzen waren durch Handel- und Gewerbe wirtschaftlich attraktiv mit einem selbstbewussten Bürgertum. Die Neiderlande wurden zu einem Zentrum für Aufklärung und freiheitliches Denken. Bekanntester Humanist war Erasmus von Rotterdam (1466-1536).

Die Spanier unterdrückten aufkommende Unabhängigkeitsbestrebungen der Niederländer. Problematisch war, dass die Spanier katholisch waren, die Niederlande jedoch protestantisch-calvinistisch orientiert.1568 kam es zum Freiheitskampf der Niederländer gegen die Spanier. 1579 erklärten sich die sieben Provinzen (Allianz von Utrecht) für unabhängig. Nach 80 Jahren konnten sie sich, angeführt von Wilhelm von Oranien und später Moritz von Oranien, die nördlichen Provinzen behaupten

Der 15. Mai 1648 gilt als das Unabhängigkeitsdatum der Niederlande. Im Westfälischen Frieden wurden sie unabhängig von den spanischen Habsburgern und daneben wie die Schweiz vom übrigen deutschen Reich getrennt.Ab dem 17. Jahrhundert begann dann der Aufstieg zu einer großen Handels- und Kolonialmacht. Das kleine Land übernahm zahlreiche überseeische Gebiete als Kolonien. New York wurde von den Niederländern als Nieuw Amsterdam gegründet.

Niederländisch-Indien (Indonesien) war genauso wie Aruba, Surinam und die Niederländischen Antillen Teil des Reiches.Als erfolgreiche Händler etablierten sich die Niederländer im Handel mit exotischen Gewürzen, Rohstoffen und Sklaven.Die Niederlande wurden dadurch eines der reichsten Länder auf dem Kontinent.Trotzdem konnte nicht verhindert werden, dass die Niederlande als Batavische Republik 1795 zu einem französischen Vasallenstaat wurden. 1806 machte Napoleon hieraus das Königreich Holland.Nach dem Sieg der Allianz (England, Preussen, Österreich, Schweden) gegen Napoleon wurden die Niederlande 1813 wiederhergestellt.1814 gaben sie sich eine Verfassung als Erbmonarchie aus dem Hause Oranien. König Wilhelm I. wurde der erste König der Vereinigten Niederlande, somit auch über das heutige Belgien.

1830 spalteten sich die südlichen Provinzen als Königreich Belgien ab.1848 wurde die Verfassung liberalisiert.Außenpolitisch erklärten die Niederlande Neutralität, die sie auch aus dem Ersten Weltkrieg heraushalten konnte. Nach dem Krieg wurden sie Exil vom deutschen Kaiser Wilhelm II.Zwischen 1940 und 1945 waren die Niederlande vom Deutschen Reich besetzt. Das Königshaus war ins Exil nach England geflüchtet. 

Die ebenfalls feindlichen Japaner besetzten am 01.03.1942 Niederländisch-Indien. (Dieses erklärte sich nach der Befreiung von der japanischen Besatzung als unabhängig. Nach blutigen Kämpfen wurde Indonesien am 27.12.1949 in die Unabhängigkeit entlassen).Ab dem 05. Mai 1945 waren die Niederlande wieder frei und gehörten zu den Gründungsmitgliedern der UN (1945), NATO (1949) und EGKS (1952, später EG bzw. EU). In der jüngsten Zeit erhielten internationales Aufsehen die Ermordung des rechtspopulistischen Politikers Pim Fortuyn (2002) und des Filmregisseurs Theo van Gogh (2004), die zu Debatten in der traditionell toleranten niederländischen Gesellschaft führten.

In deren Folge kam es zu Brandanschlägen auf islamische und auch christliche Einrichtungen. Auch das Nein der Niederländer mit 61,6% zum EU-Verfassungsvertrag machte Aufsehen.
 
 
Gesellschaft

Die Niederlande gelten traditionell als tolerantes Land. Mit der Politik des „Gedogens“ also Tolerierens, möchte man Sachverhalte die zwar nicht unbedingt für gut befunden werden, zumindest tolerieren.

Dies soll den Effekt haben, dass es an Attraktivität verliert. Bekannteste Beispiele sind hier Prostitution und Drogen. Aber auch in den Niederlanden gibt es durchaus Diskussionen zum Thema Coffee Shops etc. Auch in Bereichen wie gleichgeschlechtliche Ehe und aktive Sterbehilfe nehmen die Niederlande eine liberale Position ein und legalisieren diese. Die aktive Sterbehilfe wird insbesondere von den religiösen Gruppen und Parteien z.T. heftig kritisiert. Auch in der Ausländerpolitik verfolgte man jahrelang das Prinzip Integration unter Beibehaltung der eigenen Kultur.

Dies wird jedoch mittlerweile wesentlich kritischer gesehen denn insbesondere bei der Jugend und im Schulbereich hat dies zu Problemen geführt. Insbesondere durch die Morde an Pim Fortuyn und Theo van Gogh wurde das Thema Integration zu einem Reizthema. Es kam zu Unruhen und man änderte als Reaktion u.a. die Einwanderungsbedinungen ab. Wer in die Niederlande einwandern möchte, muss nun einen Test mit Fragen zu Kultur und anderen Themen, sowie Sprachkenntnissen bestehen.


Wirtschaft

Die Niederländische Wirtschaft gilt als liberal und erfolgreich. Die Arbeitslosenquote ist niedrig und der Staatshaushalt ausgeglichen. Die leistungsfähig Wirtschaft, der hohe Entwicklungsstandard und das Sozialsystem platzieren die Niederlande beim jährlichen Human Development Index der UN meist weit oben. Nach den USA und Frankreich sind die Niederlande der weltweit größte Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die Landwirtschaft ist außerordentlich produktiv und produziert Getreide, Gemüse, Milchprodukte, Früchte und Schnittblumen.

Frau Antje und Käse aus Holland sind weltbekannt und ein wichtiges Exportprodukt.Rotterdam ist der größte Hafen Europas: Hier wird mehr als 25% der gesamten für Europa bestimmten Seefracht umgeschlagen.Industrielle Schwerpunkte sind Chemie, Elektro- und Fahrzeugtechnik sowie Maschinenbau.Es gibt ca. 7000 Transportunternehmen und 6000 Binnenschiffe. Ein Blick auf den Rhein und auf deutsche Autobahnen bestätigt dies;-) Natürliche Ressourcen sind Erdöl, Erdgas (Nordsee) und Torf.

Seit 2001 haben die Niederlande ihren traditionellen Gulden gegen die gemeinsame EU-Währung, den Euro eingetauscht.