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Neuseeland

 

Der Inselstaat Neuseeland liegt im südlichen Pazifik und ist Teil Ozeaniens. Neuseeland ist eine parlamentarische Monarchie mit der Queen of England als Staatsoberhaupt und im Commonwealth of Nations. Die Maori nennen das Land Aotearoa Neuseeland besteht aus einer Südinsel und der etwas kleineren Nordinsel. Neben diesen beiden Hauptinseln zählen noch zahlreiche kleinere Inseln zum Staatsgebiet wie Stewart Island, Waiheke Island und Great Barrier Island. Weitere zum Staat zählende Inseln sind die fernen Kermadec-Inseln, die Chatham-Inseln sowie einige subantarktische Inseln (u.a. Campbell-Inseln und Auckland-Inseln). Reisen nach Neuseeland sind genau das richtige für Naturfreunde und Menschen, die vor einer weiten Anreise für imposante Landschaften nicht zurückschrecken.

flagge neuseeland

Flagge von Neuseeland

Auch die Atolle von Tokelau gehören zu Neuseeland, Autonomie genießen ferner die Cook-Inseln und Niue. Die Hauptstadt von Neuseeland ist Wellington. Mit einer Fläche von 268.680 qkm ist das Land etwas größer als Großbritannien. Das Kfz-Kennzeichen ist NZ, die Internetendung .nz. Nationalfeiertag ist der Waitangi-Day am 6. Februar. Durch den Vertrag von Waitangi wurde Neuseeland britische Kolonie. Unabhängig wurde es 25. November 1947 mit dem Statut von Westminster.

Neuseeland ist ein dünn besiedeltes Land. Die Kiwis, wie sich die Neuseeländer selbst nennen, stammen meist aus Großbritannien, Irland, Deutschland und anderen europäischen Ländern ab. Diese Volksgruppe wird Pakeha genannt. Es folgen die polynesischen Ureinwohner die Maori. Desweiteren leben auch einige Asiaten, meist Chinesen und Inder auf den Inseln, sowie Polynesier aus Samoa, Tonga oder den den Cookinseln.

Stärkste Kirchen sind Anglikaner und Katholiken, es folgen weitere christliche Gemeinschaften, die einheimische Ratana sowie Buddhisten, Hindus und Moslems. Gesprochene Amtssprachen sind Englisch und Maori (Te Reo Maori). Neuseeland ist nicht erst seit dem Herrn der Ringe und weitere Filmproduktionen als Urlaubsparadies berühmt geworden.

Die Landschaften sind auf kleinstem Raum bereits sehr vielfältig und das Klima reicht von kalten und gemäßigten Breiten zu den Subtropen auf der Nordinsel. Die phantastische Natur des Staates wird in vielen Nationalparks geschützt. Die Südinsel ist mit ihren Fjorden, allen voran dem Milford Sound im Fiordland ein beliebtes Reiseziel. Bekannteste Stadt ist hier Christchurch, eine sehr britisch anmutende City. Besonders im Süden ist die Landwirtschaft mit Schafzucht ein wichtiger Arbeitgeber. In Rotorua findet man heiße Quellen  (Whakarewarewa) und den bekannten Pohutu-Geysir, sowie eine Kunst- und Schnitzakademie der Maori.

Weitere Sehenswürdigkeiten für Reisen nach Neuseeland sind Queenstown und seine umliegende Landschaft am Lake Wakatipu, die Metropole Auckland (mit Sky Tower, One Tree Hill, Hafen, Kelly Tarlton's Antarctic Encounter & Underwater World und exzellenten Bade- und Surfmöglichkeiten), die Coromandel Peninsula und die Bay of Islands, nur um einige Beispiele zu nennen. durch seine starken Winde ist Neuseeland auch ein attraktives Segelrevier. Natürlich hat auch Wellington einiges zu bieten, wie das Nationalmuseum Te Papa Tongarewa, die Botanischen Gärten, das Hyde Park Museum und das Film Cente.

Sehenswert ist auch das alte, aus Holz gebaute Regierungsgebäude und der moderne Bienenstock (Beehive) mit dem Büros der Regierung. Besonders nett wirkt der Naturhafen und die grüne Landschaft, in der sich die City einschmiegt. Wellington ist im übrigen Zentrum der neuseeländischen Filmindustrie. An alte Zeiten dagegen erinnert die Wellington Cable Car, mit der man durchaus einmal eine Fahrt machen sollte.

 

Neuseeland - Land der Kiwis

Viele halten Neuseeland für das vielseitigste Land der Erde. Von Deutschland aus gesehen, ist es das entfernteste Reiseziel der Welt und somit schon mit einem langen Flug verbunden. Und trotzdem wird es jährlich von tausenden Besuchern aus Deutschland bereist und das nicht ohne Grund. Neuseeland hat einen besonderen Zauber und strahlt eine besondere Faszination aus. Diesem kann man sich nur schwer entziehen, denn es ist eine Mischung aus verschiedenen Zutaten. Man nehme die Fjorde Norwegens, schmücke sie aber mit Palmen und mildem Klima. Daneben stehen die neuseeländischen Alpen, die mit dem Mount Cook immerhin 3.754 m erreichen und außerdem beste Skigebiete offerieren.

Wer glaubt, nur auf Island oder Lanzarote gibt es Vulkanismus, der wird sich wundern. Die pazifischen Inseln bieten in Rotorua am gleichnamigen See auf der Nordinsel unter anderem die Thermalfelder von Whakarewarewa und den Pohutu-Geysir, die beide zu den beeindruckendsten Attraktionen des Landes zählen. Hier werden die Häuser mit Erdwärme beheizt und es riecht nach Schwefel, denn hier ist die Erde noch aktiv. Faszinierend ist auch ein Besuch in der Kunst- und Schnitzakademie der Ureinwohner der Inseln, den Maoris. Sowohl auf der Südinsel, als auch auf der Nordinsel gibt es herrliche Strände, zum Teil unberührt. Surfer, Badefreunde und Taucher werden sich auf dem Inselarchipel wohlfühlen. Ganz zu schweigen von Segelfreunden, die auch den Inselarchipel lieben gelernt haben.

Neuseeland ist also mehr als Schaf und Kiwi. Kiwis, egal ob man nun die Frucht oder den flugunfähigen Vogel meint, sind wirklich süß! Wobei dies für den Kiwi-Vogel natürlich nur im Sinne von knuffig gemeint ist, denn der niedliche Kerl steht bekanntlich unter Naturschutz. Das ist natürlich auch nicht anders zu erwarten, in einem Land, wo sich seine menschlichen Bewohner schon nach dem Vogel benennen. Überhaupt bemüht sich das Land sehr um Ökologie und Umweltschutz, denn wie anfällig das Paradies mit seiner einzigartigen Tierwelt ist, zeigt z.B. das Ozonloch und seine Auswirkungen.

Im mildem Klima gedeiht auf herrlichen Weingütern ein Wein wie in Frankreich oder Italien. Der Bekanntheitsgrad des neuseeländischen Weines wird immer größer, mehr und mehr Fans des Rebensaftes haben gefallen an Produkten aus dem Land der Kiwis. Neuseeland hat Regenwälder, Wasserfälle, hochalpine Schneeparadiese und sattes Weideland. Hier wird intensiv Viehzucht betrieben und heute findet man in deutschen Eisschränken Hirsch und Lamm aus Down Under.

Nicht zu vergessen sind natürlich das multikulturelle Auckland, Wellington oder Christchurch. Die Städte bieten eine außerordentliche hohe Lebensqualität und sind nie weit von der Natur entfernt. Ausgedehnte Parks und Meeresbuchten machen selbst Großstädte zu Ferienorten mit dem Urlaubsflair eines Fischerdorfes. Daneben hat das Land der Kiwis viel Exotik zu bieten, denn die Maoris treten heute selbstbewusst mit ihren Traditionen in Erscheinung. Hier trifft Europa auf Polynesien, Asien auf Ozeanien und hier leben mittlerweile Einwanderer aus den verschiedensten Teilen der Erde.

Es ist kein Zufall, dass das Land auch zum Auswandern ein gefragtes Zielland ist. Mit Englisch als den Alltag beherrschende Sprache kommt man hier immer durch, wenn auch die Sprache der Maoris mittlerweile ebenfalls offiziellen Status genießt. Die hilfsbereiten und entspannten Menschen in Down Under machen den Urlaub aber auch das Leben hier insgesamt attraktiv. Sie sind stolz auf ihre Heimat und auf viele Eigenheiten aber auch Erfolge wie die beste Rugby-Nationalmannschaft (die All Blacks) weltweit. Der Alltag gestaltet sich unkonventionell und immer wieder möchte man sich kneifen um sicher zu gehen, das man nicht träumt. Niemals wird es eigentlich langweilig, dazu gibt es hier einfach zu viel zu entdecken. Die Inseln haben einfach nahezu für jeden etwas im Angebot.

Wer doch einmal mehr erleben will, sollte in das beliebte Queenstown am Wakatipu-See in der Region Otago (Südinsel) reisen, denn dort gibt es Bungeejumping und viele anderen Abenteuersportarten. Die Landschaft lädt zum Mountainbiken, Wassersport, Wandern, Skifahren oder Jetboot-fahren ein. Hier gibt es auch eine Gondelbahn und einen alten Dampfer, mit dem man den See erkunden kann.

 

Neuseeland in den Medien

Überzeugt?! Sie sollten Neuseeland aber selbst bereisen. Machen Sie Urlaub in dem Land, wo bekannte Filmkulissen liegen, Herr der Ringe, Xena, Hercules und "Die Chroniken von Narnia", nur um einige zu nennen. Diese Filmkulissen haben mit dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen dieses Land erleben wollen. Und auch im Fernsehen ist Neuseeland in Relation zu seiner Größe ziemlich im Fokus. Auswanderer-Dokumentationen, Landschaftberichte - nahezu täglich findet man etwas im TV zu diesem interessanten Inselreich. Es gibt aber auch andere Medien, die sich fortlaufend mit diesem attraktiven Reiseland beschäftigen. Geht man in den Buchladen oder schaut man sich die Reisezeitschriften an, so findet man ebenfalls immer einen Band zu diesem Urlaubsland.

Ergänzend hierzu freuen wir uns aber auch über Ihren Besuch in unserem Portal und hoffen die ein oder andere zusätzliche Information liefern zu können. Auch insbesondere in unserem Blog, wo wir über Aktuelles aus Neuseeland berichten. Erleben Sie eine völlig andere Welt am anderen Ende des Globus!

 

 

Basisinfo zu Neuseeland

 Name New Zealand, Aotearoa
 Kontinent Ozeanien
 Fläche ca. 268.700 qkm (etwas größer als Großbritannien) 
 Einwohner ca. 4,3 Mio. 
 Bevölkerungsdichte 16/ qkm 
 Hauptstadt Wellington 
 Größte Stadt Auckland 
 Zusammensetzung 70% europäischer Abstammung, 15% Maori, ansonsten Asiaten, Polynesier
 Sprachen Englisch, Maori
 Religionen  Anglikaner, Presbyterianer, Katholiken, Methodisten, Baptisten, Ratana-Kirche 
 Klima Subtropisch (Norden) bis gemäßigt (Süden) 
 Währung Neuseeland-Dollar (NZ$)
 Wirtschaft Landwirtschaft mit Schaf- und Rinderzucht, Obst- und Gemüseanbau, Tourismus, Bodenschätze, Dienstleistungen, Erneuerbare Energien (Wasser, Solar, Wind)
 Staatsform Parlamentarische Monarchie
 Staatsoberhaupt Queen of England, vertreten durch Generalgouverneur
 Regierungschef Premierminister
 Unabhängig seit 25. November 1947 (Statut von Westminster)
 Nationalhymne God Defend New Zealand (daneben God save the Queen)
 Nationalfeiertag 6. Februar
 Nationalvogel Kiwi
 Sportarten Rugby, Cricket, Segeln, Adventure (Bungee, Zorbing etc.), Fußball
 Regierung http://newzealand.govt.nz

 

Sprache

Was viele nicht wissen: in Neuseeland hat nicht nur Englisch den Status einer Amtssprache, sondern auch Te Reo Maori, die Sprache der Ureinwohner der Inseln. Daneben ist auch auch die neuseeländische Gebärdensprache mit einem offiziellen Status ausgestattet.

Englisch, in seiner neuseeländischen Aussprache und Variante hat Ähnlichkeiten mit dem australischen Englisch, allerdings auch viele eigenen Wörter. Insbesondere die Maoris verwenden zudem ebenfalls noch einige andere Wörter und Slangs.

Die polynesische Sprache der Maoris war lange auf dem Rückzug, wurde aber in den letzten Jahrzehnten wieder mehr gefördert und trägt heute auch zum erstarkenden Selbstbewusstsein der Ureinwohner bei. Seit 1987 hat es einen offiziellen Status als Amtssprache und wird auch in Schulen gelehrt, nicht nur für die Maoris selbst.

Daneben wird das Sprachenbild komplettiert durch Fremdsprachen in den Schulen wie Französisch, Deutsch oder gar Japanisch. Da Neuseeland ein Einwanderungsland ist, werden natürlich auch die Sprachen der Einwanderer gesprochen, man trifft daher ferner u.a. auch hin und wieder auf Hindi, Mandarin oder andere chinesisch Sprachen und Samoisch (Polynesische Sprache aus Samoa).

Einige Floskeln in Te Reo Maori (ohne Betonungsmerkmale):

 

Kia Ora = Hallo

Neuseeland = Aotearoa

Pakeha = Neuseeländer europäischer Abstammung

Tenei ra = Heute

Inanahi = Gestern

Apopo = Morgen

Tamariki = Kinder

Tama = Sohn

Tamahine = Tochter

Wahine = Frau, Ehefrau

Tane = Mann, Ehemann

Koha = Geschenk

Maunga = Berg

Awa = Fluss

Wai = Wasser

Moana = Meer

Motu = Insel

Waka = Kanu

Waiata = Lied

Haka = Tanz

Zahlen 1-10:  tahi, rua, toru, wha, rima, ono, whitu, waru, iwa, tekau. 

 

Neuseeländer - die Kiwis

Die Neuseeländer nennen sich selbst gerne auch Kiwis und das sagt schon viel über die humorvolle und selbstironische Art dieser Menschen aus. Man nimmt sich in der Regel nicht so ernst und ist in vielen Dingen unkomplizierter als Europäer oder Nordamerikaner.

Die Kiwis sind meist bescheiden, denn Reichtum war auf Neuseeland nie leicht zu bekommen. Im Gegenteil, lange Zeit waren die Inseln abgeschieden, geografisch isoliert "am Ende der Welt" und man kämpfte hart um seine Ressourcen. Daher ist bis heute das Zurschaustellen von Reichtum oder Protzen hier kaum vorhanden.

Man ist bei seinen Wurzeln geblieben und lebt mit der Natur und ihren Gefahren. So schön Neuseeland ist, so gefährlich ist es auch. Viele Menschen haben bei Erdbeben, Stürmen oder anderen Ereignissen schon ihre Leben oder ihr Hab und Gut verloren oder mussten zumindest Rückschläge hinnehmen.

Lange Zeit galten die Neuseeländer auch Hinterwäldler, als letzte Kolonie bevor der Globus zu Ende ist. Heute im Zeitalter der Langstreckenflüge und gefragten Filmkulissen, dem Wiederentdecken von Natur und Sauberkeit, da ist das Land nun in aller Munde und die Kiwis plötzlich cool und crazy. Neuseeland ist ein Einwanderungsland, aber auch ein Auswanderungsland. Viele Menschen, insbesondere auch von der Südinsel zieht es nach Australien, USA, Kanada oder Europa.

Knapp 15% der Neuseeländer sind Maoris, die in den letzten Jahren mehr und mehr ihre eigene Identität wiederentdeckt haben. Insbesondere die Anerkennung der Maori-Sprache als Amtssprache war ein wichtiges Zeichen. Trotzdem haben sie es immer noch schwerer als andere und die Armut in dieser Volksgruppe ist immer noch hoch. 

Die Einwanderer kamen meist früher aus England oder Schottland sowie den Britischen Inseln insgesamt, andere aus Deutschland, anderen Staaten Westeuropas oder Italien, Kroatien und Osteuropa. Heute wandern insbesondere auch Asiaten, meist Inder, Chinesen, Vietnamesen ein. Sie bringen ihre Küche und die Philosophien Ostasien ins Land. Auch für Zuwanderer aus dem pazifischen Raum ist Neuseeland immer noch ein wichtiges Land zum arbeiten. Fast 1/4 der Bevölkerung ist nicht im Land geboren.

Entsprechend bunt ist auch das Gemisch der Religionen, wobei Anglikaner und Katholiken die größten Kirchen darstellen. Es folgen Presbyterianer, Methodisten, Baptisten aber auch Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten.


Haka - gerne auch vor dem Rugby-Spiel

Der Haka ist genauso typisch für Neuseeland, wie der Kiwi. Es handelt sich beim Haka um einen Ritualtanz der Maori, wird aber heute von allen Neuseeländern aufgeführt. Er dient der Einschüchterung des Gegners, als auch der eigenen Motivation. Er soll den eigenen Kämpfern Mut machen und den Gegner ängstigen.

Internationale Berühmtheit hat der Tanz durch die "All Blacks" erhalten, die neuseelänische Nationalmannschaft im Rugby. Sie führt vor jedem Spiel einen Haka auf, der alleine schon deshalb den Besuch eines Spiels lohnen lässt. Den ersten Haka führten die All Blacks bereits 1884 auf. Auch im Schulsport in Neuseeland wird gerne vor dem Spiel ein Haka aufgeführt, dabei gibt es unterschiedliche Versionen.

Andere Länder Polynesiens, wie Tonga, kennen ähnliche Tänze. Ein Rugby-Spiel zwischen Neuseeland und Tonga ist also bereits vor dem Spiel sehenswert!

Etwas ganz besonderes an Neuseeland ist natürlich seine seltene und endemische Tierwelt. Aufgrund der isolierten geografischen Lage des Inselreiches leben hier Tiere, die man sonst nirgendwo in dieser Form auf der Erde findet. Die Tier und Pflanzenwelt wird in den 14 Nationalparks (unterhalten vom New Zealand Department of Conservation) besonders geschützt.

Einer der besonderen Bewohner ist u.a. der Kiwi, der den Neuseeländern besonders ans Herz gewachsen ist. Der flugunfähige und nachaktive Geselle ist noch weit verbreitet in Neuseeland und gliedert sich auf in 5 regionale Arten. Überhaupt ist die Vogelwelt auf Neuseeland ausgeprägt und durch das Fehlen von Landsäugetieren (außer einigen Fledermäusen), konnte diese sich früher hier in Nischen sehr gut entwickeln.

Durch eingeführte Arten wie Ratten, Igel, Hunde und Katzen sind aber viele Tiere und Arten bis heute bedroht. Der Staat versucht dagegen vorzugehen und eingeührte Arten wieder zu verdrängen. Bekannte, flugunfähige Vögel sind auch der Takahe, Kakapo, Weka und früher der riesige Moa (ausgestorben). Bekannte Papageien sind der Kaka und der Kea, der als besonders intelligend aber auch frech:-) gilt. 

Man findet in Neuseeland auch Tölpel, Albatrosse und Pinguine. Bekannte Pinguine sind der  Zwerg-, Dickschnabel-, Gelbaugenpinguin. An der Küsten findet man auch Walfe, Delfine, Robben und Seelöwen. Außer einigen Schlangen im Meer findet man keine Schlangen auf Neuseeland, allerdings einige Spinnen. Giftig ist die Katipo, eine mit der schwarzen Witwe verwandte Art, die White-tailed Spinne ist von Australien aus eingewandert. 

Auf Reisen sind die Sandfliegen (sandflies) sehr lästig, ihre Bisse jucken auch noch Tage später sehr stark.  Meist findet man sie in der Nähe von Wasser, regional sehr stark auf der Westküste der Südinsel. Das größte Insekt der Welt ist eine Grillenart und heißt Weta, die Maoris nennen sie Wetapunga. Auch die Pflanzenwelt Neuseelands ist erstaunlich, man findet dichte Wälder und besondere Bäume wie den Kauribaum aber auch andere besondere Erscheinungen wie den Silberfarn oder den Pohutukawa (auch als Neuseeländischer Weihnachtsbaum bekannt).


Nationalparks

Neuseeland hat 14 Nationalparks, wovon 5 sogar aufgrund ihrer Einzigartigkeit und ihrer besonderen Flora, Fauna und Landschaft zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt wurden. Der Tongariro-NP (viertältester NP der Erde) auf der Nordinsel ist sogar gleichzeitig wegen seiner 23 Maori-Klutstätten auch Weltkulturerbe der UNESCO. Die Nationalparks Neuseelands werden gerne auch im Urlaub bereist, wobei man immer anmerken sollte, dass hier besonders auf die Einhaltung der Vorschriften zum Schutze der Natur zu achten ist.

Unterhalten werden die Parks vom New Zealand Department of Conservation (DOC). Die Nationalparks sind im einzelnen:

Tongariro-Nationalpark (gegründet 1887) Weltkultur- und naturerbe der UNESCO (auf der Nordinsel).

Zum Te Wahipounamu-Weltnaturerbe der UNESCO gehören vier Nationalparks: Fiordland NP (gegründet 1952), Mount-Cook-NP (gegründet 1953), Westland NP (gegründet 1960) und der Mount-Aspiring-NP (gegründet 1964). Alle vier befinden sich auf der Südinsel.

Weitere Nationalparks sind:

Egmont-Nationalpark    
Nordinsel, gegründet 1900, Landschaft wird vom Vulkan Taranaki bestimmt.

Arthur’s-Pass-Nationalpark    
Gegründet 1929, im nördlichen Zentralbereich der Südinsel.

Abel-Tasman-Nationalpark    
Gegründet 1942, liegt im Norden der Südinsel zwischen Golden Bay und Tasman Bay.

Te-Urewera-Nationalpark    
1954 gegründet, viele unberührte Wälder, gelegen zwischen Bay of Plenty und Hawke´s Bay.
 
Nelson-Lakes-Nationalpark      
1956 gegründet, umfasst auf der Südinsel Teile der Neuseeländischen Alpen.
 
Whanganui-Nationalpark    
Im Binnenland der Nordinsel wurde der waldreiche Park 1986 gegründet.
 
Paparoa-Nationalpark
1987 gegründet, u.a. auch mit den Pancake Rocks auf der Südinsel.
      
Kahurangi-Nationalpark     
Großer Park im Nordwesten der Südinsel, 1996 gegründet.
 
Rakiura-Nationalpark
einziger auf der Stewartinsel, außerdem jüngster (2002) und südlichster Park Neuseelands. Bekannt bei Natur- und Wanderfreunde ist der Rakiura Track.


Auswandern nach Neuseeland

Auswandern nach Neuseeland ist schon seit längerem ein Trend insbesondere in Europa und Nordamerika geworden. Neuseeland wird immer bekannter und damit auch immer beliebter, da seine Vorzüge sich rundsprechen. Während früher Neuseeland eher als abgelegen und rückständig galt, ist es heute Kult. Die Landschaften zwischen dem Kap Reinige der Nordinsel bis Stewart-Island sind vielfältig. Man findet herrliche Strände, Fjordlandschaften, Inselwelten, schneebedeckte Gebirge und Palmen.

Wenn man sich die Filmkulissen von vielen Blockbustern anschaut, wird man immer wieder auf Drehorte in Neuseeland treffen. Dies ist kein Zufall, denn Neuseelands Natur ist unglaublich vielfältig, sauber und imposant. Kaum irgendwo anders, wird man derart viele Landschaftsbilder so nah beieinander sehen. Anders als in Australien gibt es in Neuseeland außerdem im übrigen kaum giftige Tiere. Allerdings können die Sandvlies (Sandfliegen) insbesondere im Süden etwas lästig werden.

Auch klimatisch ist Neuseeland sicher keine schlechte Wahl. Im Norden um Auckland fast noch subtropisch, ist es ansonsten eher gemäßigt, ohne große Temperaturextreme. Allerdings gibt es Regionen die recht windig sind. 

Neuseeland liegt abseits der Krisenherde dieser Erde und verspricht mit seiner dünnen Besiedlung vielen Menschen auch mehr Freiraum für sich selbst und evt. ihre Familien. Seine Kultur ist hauptsächlich europäisch-westlich geprägt, wobei sich der asiatische Einfluss durch Einwanderer aus Asien in den letzten Jahren verstärkt hat. Auch die immer selbstbewussteren Maoris gestalten heute Neuseeland stärker, als noch vor einigen Jahrzehnten.

So schön Neuseeland ist, so gilt aber auch, dass es hier nichts zu verschenken gibt. Auch wenn Neuseeland durchaus als gut entwickeltes Land mit Perspektiven angesehen wird, hat es sicherlich nicht für jeden gute Job- und Erwerbsmöglichkeiten. Auch in Neuseeland gibt es Arbeitslosigkeit. Positiv sind die relativ niedrigen Steuern und die geringe Schere zwischen Arm und Reich. Finanzielle Ausreißer wie Millionäre oder gar Millardäre sind bei den Kiwis eher selten. Auch die Maßlosigkeit, wie in anderen westlichen Staaten, ist hier nicht angesagt.

Die Sozialsysteme haben, wie fast überall, allerdings auch ihre Probleme. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren, je nach Region, deutlich gestiegen. Besonders Auckland gilt als besonders beliebtes Auswanderungsziel, außerdem hat auch Queenstown auf der Südinsel in den letzten Jahren viele neue Einwohner zu verzeichnen. Insgesamt leben Neuseeländer eher in den eigenen vier Wänden, manche haben sogar ein einfaches Ferienhaus ("bach") am Meer.

Wer nach Neuseeland auswandern möchte, sollte sich auf jeden Fall auch über die Nachteile des Landes im klaren sein. Wenn man sehr an seiner Familie und bisherigen Freunden hängt, kann dies durch die immense Entfernung durchaus ein Problem werden. Es ist schon schwierig Kontakt zu halten, da eine Tagesflugreise sicherlich nicht laufend durchgeführt werden kann. Außerdem ist der Zeitunterschied mit 12 h Unterschied der deutlichste, den es gibt. Wenn man also um 13.00 Uhr Ortszeit mal eben "zuhause" anruft, klingelt man in Deutschland die Leute vermutlich um 1.00 Uhr morgens aus dem Bett. Im übrigen sollte man gut überlegen, wo man in Neuseeland die besten Chancen für sich sieht und das Land vorher, am besten mehrfach, intensiv bereist haben.

Man sollte außerdem wissen, dass auch Neuseelands Paradies nicht perfekt ist. Es liegt auf dem Ring of Fire und ist daher größtenteils bedroht durch Erdbeben. Auch Vulkanausbrüche sind nicht auszuschließen. Außerdem kann es zu starken Stümen kommen, je nach Region zu Tsunamis, Überschwemmungen, Erdrutschen und die Problematik Ozonloch sollte ebenfalls bekannt sein.

Auch die Enwanderungsbedingungen sind zu prüfen, schließlich sollte man auch wirklich eine Chance auf dauerhafte Ansiedlung im Land haben, wenn man schon den Schritt ans andere Ende der Welt macht. Informationen zum Auswandern erhält man von den zuständigen neuseeländischen Behörden, aber auch von der Informationsstelle des Bundesverwaltungsamtes.

 

Geschichte

Neuseeland wird Ende des 13.-/ Anfang des 14. Jahrhunderts von Polynesiern entdeckt und besiedelt. Die Maoris gaben ihrer neuen Heimat den Namen Aotearoa (dt. etwa "Land der langen, weißen Wolke"). Für die Herkunft dieser Bezeichnung gibt es unterschiedliche Theorien (u.a. das die Polynesier von See aus zuerst die Wolken um Neuseeland sahen).

Durch die Jagd starben u.a. der Moa, ein flugunfähiger Vogel, der einem Strauß ähnelte und der Haastadler (größter Greifvogel der Neuzeit) aus. Später baute man auch die Süßkartoffeln an. 1642 entdeckte Abel Tasman die Westküste der Südinsel Neuseelands, damit begann die Geschichte der europäischen Besiedlung. In der Golden Bay im Norden der Südinsel gab es einen Kampf mit den Maoris, bei der vier niederländische Seeleute starben.


Die Endeavour (Nachbau), das Schiff von Kapitän James Cook

Einige Zeit gab Hendrik Brouwer, ebenfalls ein Niederländer, dem Land den Namen Nieuw Zeeland (Australien war damals als Nieuw Holland kartografiert). Im Herbst 1769 startete der Brite James Cook von Tahiti aus Richtung Neuseeland. Man erreicht die Poverty Bay auf der Nordinsel und hatte auch erste Kontakte mit Maoris. Neben feindseligen auch erste positive Annäherung, Cook umsegelte zuerst die Nord- dann die Südinsel und machte einen längeren Aufenthalt im Gebeit der Marlborough Sounds. Die Inseln werden kartografiert und die Flora und Fauna erkundet. Der Franzose Jean François Marie de Surville erreichte kurze Zeit nach Cook die Inseln. Es folgen Walfänger und Robbenjäger, außerdem reisen Missionare nach Neuseeland um die Maori zu christianisieren. Es entwickelte sich sogar Handel zwischen Einwanderern und Ureinwohnern.

Durch die Einwanderer kamen Waffen ins Land und die Maoris bekämpften sich zum Teil gegenseitig. In den Musketenkriegen 1829-1835 sterben Tausende. Auch Krankheiten aber auch Kämpfe mit Einwanderern dezimieren die Zahl der Ureinwohner. 1832 schickt die Krone James Busby als britischen Gesandten und Resident nach Neuseeland, er soll vermitteln und den Handel kontrollieren. Am 20. März 1834 einigen sich einige Maori-Führer auf eine gemeinsame Flagge für die Stämme von Neuseeland. Am 28. Oktber 1835 unterzeichnen mehrere Maori-Anführer die von Busby ausgearbeitete Declaration of Independence of New Zealand. Der Staat der Vereinigten Stämme hat aber nur kurze Zeit Bestand, denn die Gegensätze zwischen den Kolonialmächten Frankreich und Großbritannien führen dazu, dass die Briten bereits 1840 das Land übernehmen. Am 6. Februar unterzeichnen der Generalgouverneur William Hobson und mehrere Maori-Anführer den Vertrag von Waitangi (Ortsteil von Paihia auf der Nordinsel). Neuseeland wird damit zwar britisch und zunächst Teil der australischen Kolonie New South Wales (ab 31. Mai 1841 eigenständige Kolonie), die Maoris erhalten aber Bürgerrechte und Landbesitz.

Es kamen nun, angeborben durch die New Zealand Company mehr und mehr Einwanderer (von den Maoris als Pakeha bezeichnet) in das Land. Dies führte jedoch zu Problemen mit den Maoris, die letzlich in den Neuseelandkriegen (The Land Wars) gipfelten, bei denen es in der Zeit zwischen 1843-1872 tausende Opfer gab. Die Siedler wurden dabei massiv von der erfahrenen britischen Armee unterstützt. 1861 wurde die Hauptstadt von Russel bzw. Auckland ins Zentrum der Inseln nach Wellington verlegt. Damit wollte man auch die Südinsel besser kontrollieren, da es dort mitunter separatistische Strömungen gab. 1867 erhielten die männlichen Maori Wahlrecht, am 18. September 1893 führte Neuseeland als erstes Land überhaupt das Wahlrecht für Frauen ein.

Ab 1907 erhielt Neuseeland den Status eine weitgehend unabhängigen Dominions von Großbritannen. Das Land unterstütze die Briten im Zweiten Burenkrieg und im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Am 25. Dezember 1947 unterzeichnete es den Statut von Westminster und wurde damit unabhängig und Mitglied im Commonwealth of Nations. Es gehörte bereits 1945 zu den Gründungsmitgliedern der UN. 1951 wurde mit Australien und den USA der ANZUS-Pakt als militärisches Sicherheitsbündnis geschlossen, das jedoch 1984 aufgrund der Anti-Atom-Politik von Neuseeland von den USA gekündigt wurde.

Zwischen den Kriegen entwickelte sich ein für angelsächsische Länder eher untypischer Wohlfahrtsstaat, der jedoch spätestens mit dem Beitritt Großbritanniens (wichtigster Handeslpartner von NZ) in die EG und damit veränderten Marktbedingungen drastisch gekürzt wurde. Ab den 1980er Jahren wurde der Markt liberalisiert, die Verwaltung gestrafft und gekürzt, Gesetze dereguliert und Staatsunternehmen privatisiert. Besonders die hohe Arbeitslosigkeit war ein großes Problem. 1986 erklärte sich Neuseeland zur Atomwaffenfreien Zone und geriet dadurch auch immer wieder in Konflikte mit Frankreich, dass im Pazifik regelmäßig Atomtests durchführte.

1987 wurde der Maori-Sprache der Status einer Amtssprache zuteil, bereits seit einigen Jahren wurden die Ureinwohner mehr und mehr gefördert. Die Neuseländer versuchen hier insbesondere gegenüber den Australiern mit gutem Beispiel voranzugehen. Allerdings ist bis heute die Situation der Maoris nicht konfliktfrei. 1996 wurde das britische Mehrheitswahlrecht durch ein personalisiertes Verhältniswahlrecht nach deutschem Muster abgelöst. 1999 übernahm Helen Clark (seit 2009 Leiterin des UN-Entwicklungsprogramms) das Amt der Premierministerin und nahm in der Folgezeit einige Privatisierungen zurück.


Wirtschaft

Die Wirtschaft von Neuseeland war lange stark landwirtschaftlich geprägt und ist es bis heute. Insbesondere die Schafzucht als Wolle- und Fleischlieferant ist bis heute sehr wichtig, auch die Rinderzucht ist wichtig. Dazu kommt Obst- und Gemüse wie Kiwis, Avocados, Macadamia-Nüsse und Wein. Neuseeländische Weine sind in den letzten Jahren sehr bekannt, auch in Europa geworden.

Die Währung Neuseelands ist der Neuseeland-Dollar (NZ$), dieser ist offizielles Zahlungsmittel auch in Tokelau und Niue, auf den Cook-Inseln zahlt man mit dem Cook-Inseln-Dollar, der jedoch wertmäßig an den NZ$ gekoppelt ist.

Lange war das Land stark mit Grossbritannein verflochten, musste sich aber nach dessen EG-Beitritt anderweitig orientieren. Infolge dessen wird auch einiges liberalisiert und staatliche Unternehmen privatisiert. Allerdings wurden diese Privatisierung später zum Teil wieder rückgängig gemacht.

Als geologisch relativ junges Land ist Neuseeland nicht allzu reich an Bodenschätzen, allerdings gibt es größere Vorkommen von Gold, Silber und Eisensand. Daneben werden auch Stein- und Braunkohle gewonnen. Auch gibt es u.a. nahe der Stadt New Plymouth (Nordinsel) Erdöl und Erdgasressourcen.

Auch die Dienstleistungsbranche ist in den letzten Jahrzehnten angestiegen, besonders der Tourismus verzeichnete hoche Wachstumszahlen. Die Fjord- (Milford Sound) und Gletscherlandschaften der Südinsel, aber auch die Wälder, Seen, Küsten und die Metropolen Auckland und Wellington locken Reisende an. Besonders beliebt ist auch die Bay of Islands, Rotoroa und Queenstown. Die Natur aber auch die seltene Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands wird in einige Nationalparks geschützt.

Durch seine landschaftlichen Voraussetzungen und Ressourcen gewinnt Neuseeland den Großteil seines Energiebedarfs über erneuerbare Energien (hauptsächlich Wasserkraft). Auch die tektonischen Voraussetzungen ermöglichen die Gewinnung von Geothermalenergie.

Mit Australien hat das Land eine Freihandelszone, außerdem hat man mit Singapur, Brunei und Chile über das P4-Abkommen (TPP) eine Freihandel eingeführt. Weitere Länder sollen hinzukommen und so Neuseeland wirtschaftliche Möglichkeiten verbessern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erdbeben

Neuseeland ist von seiner Landschaft, Tierwelt, Wohlstand, Gesellschaft und Klima sicherlich ein Land, das zu den schönsten und attraktivsten der Welt zählt. Leider gibt es auch in diesem Paradies auch Nachteile und sogar Gefahren. 

Eine davon sind Erdbeben, die in Neuseeland landesweit vorkommen können. Die Inseln liegen auf dem Pazifischen Feuerring (Ring of Fire) und sind daher genauso wie Japan aber auch die Westküste der USA und Chile häufig betroffen von Erdbeben.

Um die 15.000 Erdbeben können jedes Jahr gemessen werden, allerdings sind nur sehr wenige davon für den Menschen spürbar. Dieses können es dann allerdings in sich haben und die Erdbeben vom 4. September 2010 und 22. Feburar 2011 haben insbesondere in Christchurch für Zerstörungen und Todesopfer gesorgt. Es gibt geografische Schwerpunkte, allerdings ist das ganze Land anfällig für Erdbeben. Die Region  Northland nördlich von Auckland gilt nach jetzigen Erkenntnissen als die am wenigsten gefährdete Zone.

Auckland selbst liegt auf zahlreichen, schlummernden Vulkanen und auch der Tauposee ist entstanden auf der Caldera eines Supervulkans. Tektonisch ist Neuseeland also sehr aktiv.

 

Ozonloch

Wer sich mit Neuseeland beschäftigt, stösst schnell auf das Thema Ozonloch. Der Inselarchipel gehört zu den am stärksten von diesem Umweltproblem betroffennen Ländern. Auch wenn es hierzulande nicht mehr so im Fokus der Medien steht, ist das Ozonloch immer noch gefährlich. Besonders FCKW wird für das Ozonloch verantwortlich gemacht.

Aufgrund der Beschaffenheit des Südpols mit seinem flachen und runden Erscheinungsbild werden hier die Polarwirbel wenig gestört, dadurch entstehen sehr tiefe Temperaturen. Dadurch entstehen polare Stratosphärewolken, die wiederum Chlorradikale hervorrufen die Ozonmoleküle zerstören. Auch in der Arktis am Nordpol gibt es das Phönomen, allerdings sinken die Temperaturen hier in der Polarnacht nicht so stark, der Effekt ist daher schwächer.Allerdings ist das Problem nicht das ganze Jahr über gleich, im antarktischen Frühjahr (Herbst) ist es in der Regel in der Südpolregion am größten.

Australien, Neuseeland, Südafrika aber auch Chile und Argentinien liegen recht nah an der Südpolarregion und haben daher die meisten Probleme. Die zerstörte Ozon-Schicht lässt mehr UV-Strahlung auf die Erde und kann zu Schäden auf der Haut aber auch den Augen führen. Während Menschen zu speziellen Sonnenschutz-Cremés, Sonnenhüten, Kleidung und Sonnenbrillen greifen können, haben Tiere keinen Schutz. Daher sind auch Tiere stark betroffen, aber auch bei den Menschen ist die Hautkrebsrate erhöht. Im Fernsehen werden in den Nachrichten spezielle "Burning Times" angezeigt, d.h. Zeiten in denen man ohne Schutz in der Sonne sein kann. Dies sind aber nur wenige Minuten und die Kiwis sind daher sehr umsichtig mit dem Umgang im Freien. Besonders sensibilisert sind auch die Eltern.

Seit dem Montreal-Protokoll von 1987 (in Kraft getreten 1989) und dessen Folgen erholt sich die Ozonschicht allerdings wieder, man rechnet damit dass sie sich in den nächsten Jahrzehnten deutlich erholt.

 

Sport

Wichtigster Sport in Neuseeland ist eindeutig Rugby. Die Nationalmannschaft die All Blacks (wegen der schwarzen Spielkleidung) ist die erfolgreichste Rugbymannschaft der Erde und führt die Weltrangliste an. Vielleicht liegt es am einschüchternden Haka, denn die Mannschaft vor jedem Speil aufführt.

Das Tri Nations Turnier das Neuseeland mit Australien (Wallabies) und Südafrika (Springboks) ausspielt, gilt als das härteste im Bereich des Rugbys. Innerhalb des Landes spielen Vereinmannschaften übrigens den Air New Zealand Cup aus. Natürlich ist auch Fussball im Land beliebt und insbesondere bei den Frauen nimmt die Nationalmannschaft regelmäßig an den Weltmeisterschaften teil, bei den Männern überzeugten die Kiwis bei der WM 2010 in Südafrika mit der Endrundenteilnahme und sogar drei Unentschieden (1:1 gegen die Slowakei und später Italien und 0:0 gegen Paraguay).

Daneben gibt es aber noch weite Sportarten, in denen das Land erfolgreich ist. Durch die Insellage und die windigen Küstenbereiche ist es Heimat vieler Segler und eine Segelnation. Hier werden auch einige Wettbewerbe ausgetragen. Auch im Bereich der Leithathletik gewinnt Neuseeland regelmäßig Medaillen, auch bei den Olympischen Spielen. Außerdem nimmt es wie viele andere ehemalige britische Kolonien an den Commonwealth Games teil, 1950, 1974 und 1990 fanden diese im übrigen in der Heimat der Kiwis statt.

Daneben gibt es auch Wintersport, da es in Neuseeland aufgrund seines Klimas und der Berge (neuseeländische Alpen) auch einige Wintersportmöglichkeiten gibt.

 

Wein aus Neuseeland

Das Neuseeland auch ein exzellentes Anbau- und Produktionsland von Wein ist hat sich mittlerweile rundgesprochen. Kein Wunder, denn das Klima und die Böden bieten teilweise herovrragenden Voraussetzungen für einen guten Tropfen.

Die Weinanbaugebiete verteilen sich über beide Hauptinseln. Angebaut werden u.a. Sauvignon, Chardonnay, und Burgundersorten. Angebaut wird in folgenden Regionen, in denen man manchmal auch Weingüter besichtigen kann: Auf der Nordinsel in den Bereichen Northland, Auckland, Gisborne, Waikato (Bay of Plenty), Wellington (Wairarapa-Martinborough) und Hawke´s Bay (viele Rotweine).

Auf der Südinsel liegt im Bereich Marlborough das größte Anbaugebiet des Landes, außerdem Otago, Nelson und Canterbury. Otago ist die südlichste Weinregion der Erde mit bekannten Pinot Noir. Gerade in den letzten Jahren hat man in Neuseeland auch gemeinsam Wissenschaftlern neue Regionen erschlossen um ideale Voraussetzungen zu schaffen. Die Erntemenge nahm seit den 90er Jahren deutlich zu und bereits heute arbeiten ca. 6.000 Menschem im Sektor Weinerzeugnisse, damit kommt dem Wein eine zunehmende wirtschaftliche Bedeutung zu.

 

Kiwiana - ein Stück Neuseeland

Als Kiwiana wird alles bezeichnet, was Teil der neuseeländischen Identität geworden ist. Das ist natürlich wesentlich mehr als nur die Kiwi-Frucht, der Kiwi-Vogel, dem neuseeländischen Wein oder die Millionen Schafe. Kiwi, so nennen sich die Neuseeländer selbst, nach dem niedlichen, flugunfähigen Vogel. Kiwiana definiert, was es heißt ein Kiwi zu sein. Das können Gegenstände aber auch Sitten und Traditionen sein.

Lange Zeit galt Neuseeland als rückständig, würde von England und weltweit eher als abgelegenes Bauern- und Farmland gesehen. Heute, seit dem Herrn der Ringe und einer Welt, wo man immer mehr erfährt, von anderen Kulturen, ist das Selbstbewusstsein der Kiwis gestiegen.

Neuseeland setzt Trends, sowohl in Sachen Landschaft, Natur als auch durch seine Menschen und Innovationen. Kiwiana ist daher heute eine Bezeichnung, die den Neuseeländer stolz auf seine junge Geschichte und neue Identität blicken lässt. Bungee-Jumping ist auf der Südinsel richtig bekannt geworden und Zorbing, dass Hinunterrollen eines Berges, angeschnallt in einer PVC-Kugel mag in vielen Teilen der Welt als "crazy" gelten, in Neuseeland wurde es entwickelt. Lange Zeit war Neuseeland hat die erfolreichste Rugby-Nationalmannschaft der Erde, vor jedem Spiel führen die All Blacks, wie sie sich nennen, den Haka-Tanz auf. Und ganz gleich welcher Herkunft, ob Maori, Pakeha oder mit anderen Vorfahren!

Als Kiwiana wird z.B. auch die Obsttorte Pavlova bezeichnet, außerdem Hokey Pokey-Bonbons und das Eis, Jaffas (Schokoladenkugeln mit Orangenhülle), die Paua-Muschel, der Silberfarn, der Neuseeländische Weihnachtsbaum, Gummistiefel und natürlich die Buzzy Bee, das lustige Holzspielzeug für Kinder. Lemon & Paeroe, das erfrischende limonadenähnliche Getränk ist natürlich auch Kiwiana. Als Kiwiana wird auch gerne die Eigenschaft der Neuseeländer bezeichnet, mit einfachen Mitteln, gute Resultate zu erzielen und dabei bescheiden zu bleiben.

 

Filme

Neuseeland ist in den letzten Jahren sehr bekannt als Filmkulisse für erfolgreiche Filme und Serien geworden. Allen bekannt sein dürfte, dass die Trilogie "Herr der Ringe" (insgesamt 17 Oscars!) hier gedreht wurde. Die imposanten und lieblichen Landschaftsaufnahmen habe viele Zuseher fasziniert und zu einem Touristenboom in den Folgejahren des Kinoerfolgs geführt. Regisseur der Filme war übrigens der Neuseeländer Peter Jackson, der hierfür immerhin drei Oscars erhielt.

Auch der Filma "Das Piano" mit Holly Hunter von 1993 spielte in Neuseeland und wurde in Englisch und Maori gedreht. 1994 wurde das sozial- und gesellschaftskritische Werk "Die letzte Kriegerin" mit Rena Owen und Temuera Morrison verfilmt.

Schöne Landschaftsaufnahmen sah man bereits auch in den 1990er Jahren in den Verfilmungen von Hercules  (1995-1999) mit Kevin Sorbo und Xena (1995-2001). Xena wird dabei von der Neuseeländerin Lucy Lawless verkörpert, die 19968 in Auckland geboren wurde und sowohl vor als auch nach Xena in zahlreichen Filmen zu sehen war bzw. ist. Die Schauspielerin hat Deutschland und die Schweiz bereist und spricht auch etwas Deutsch.

Daneben gibt es noch sehr viele andere Filme, die in Neuseeland gedreht wurden u.a. auch Die Chroniken von Narnia und Vertical Limit.

 

Medien

Für ein so geografisch isoliertes Land, das noch dazu selbst relativ dünn besiedelt ist, sind Medien natürlich sehr wichtig. Auch in Neuseeland möchte man wissen, was auf der Welt passiert oder zumindest in der eigenen Region.

Die wichtigste Tageszeitung kommt aus Auckland und heißt New Zealand Herald, weitere wichtige Zeitung sind die Dominion Post aus Wellington und "The Press" aus Christchurch, die die größte Auflage auf der Südinsel hat.

Das öffentlich-rechtliche Radioprogramm sendet Radio New Zealand, dass sich seit 1995 in einen nationalen, internationalen und klassischen Part aufteilt. Es gibt daneben auch private Anbieter von Radioprogrammen. Fernsehen kam erst spät auf die Inseln der Kiwis, erst 1960 wurde das erste TV-Prgramm gesendet und damals nur in Auckland empfangen. Farbfernsehen kam passend zu den British Commonwealth Games (heute nur noch Commonwealth Games) nach Neuseeland. Seit 1989 sind auch einige Privatsender wie der Musikkanal C4 neben den öffentlichen TV One und TV2 von  Television New Zealand auf dem Markt. News und Informationen sendet auch speziell TVNZ 7.

 

Außengebiete

 

Zum Staatsgebiet von Neuseeland zählen auch einige Außengebiete bzw. Territorien, die sich in freier Assoziierung mit dem Land befinden. Daneben gibt es auch noch viele Inseln, die sich weit ausserhalb des Territoriums des Landes befindet, wie die Kermadecinseln, Chathaminseln und die subarktischen Inseln (Auckland-, Antipoden-, Bounty-, Campbell- und Snaresinseln).

Neuseeland bekräftigte in der Vergangenheit auch Anspruch auf das Ross-Nebengebiet, einem kleinen Teil der Antarktis. Das Gebiet hat eine Fläche von ca. 413.000 qkm und wird von knapp 300 Wissenschaftlern bewohnt. In der Scott Base befindet sich ein Postamt mit eigenen Briefmarken (Ross Dependency). Aufgrund des Antarktisvertrages sind die Ansprüche zurzeit aufgeschoben.

 

Cook-Inseln

Die Cook-Inseln bzw. Cook Islands befinden sich als eigener Staat in unabhängiger Assoziierung mit Neuseeland. Sie sind auch von Deutschland anerkannt. Insgesamt haben die Inseln eine Fläche von 242 qkm und ca. 19.000 Einwohner, meist Maoris. Neben Englisch wird hier das Cook Islands Maoris, eine polynesische Sprache gesprochen. Die meisten Einwohner sind Christen, die Hauptstadt Avarua befindet sich auf der Hauptinsel Rarotonga. Neben einigen größeren Inseln sind einige auch sehr abgeschieden sowie flache Atolle. Die höheren Inseln habe üppige Tropenvegetation mit Kokospalmen und anderen tropischen Gewächsen.Die Cook-Inseln haben mit .ck eine eigene Internet-TLD.

 

Niue

Auch Niue gilt als unabhängiger Staat in freier Assoziierung mit Neuseeland. Niue liegt ebenfalls geografisch sehr isoliert im Pazifik. Mit einer Fläche von 261 qkm ist es eines der größten gehobenen Atolle der Erde, knapp 1.400 Menschen leben hier. Diese sind meist Polynesier und Christen. Hauptstadt ist Alofi an der Westküste der Insel. Sprachen sind Englisch und Niueanisch das eng mit der Sprache der Tonga-Inseln verwandt ist. Aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage, sind viele Niueaner nach Neuseeland ausgewandert. Die Landwirtschaft ist hauptsächlich für den Eigenbedarf da, Niue setze auf den Tourismus, leidet aber unter der Abgeschiedenheit und noch ausbaufähigen Infrastruktur. Die Internet-TLD .nu wird gerne von Skandinaviern und Niederländern als Alternative genutzt.

 

Tokelau

Tokelau hat eine Fläche von 12 qkm und ca. 1.400 Einwohner. Viele Einwohner sind aufgrund der schlechten Erwerbsmöglichkeiten schon nach Neuseeland abgewandert. Dort leben mittlerweile mehr Tokelauer als auf den Inseln selbst. Die Atolle befinden sich weit im Südpazifik und heißen Atafu, Fakaofo (Sitz der Verwaltung) und Nukunonu. Man spricht hier neben Englisch auch eine eigene Sprache, Tokelauisch ist eine polynesische Sprache und hat hier den Status einer Amtssprache. Die Menschen sind meist Christen, die Landwirtschaft produziert für den Eigenbedarf. Die Inseln wurden bekannt durch die Internet-TLD .tk, aber auch aufgrund der Tatsache das sie besonders vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sind.

 

Auckland, die City of Sails

Auckland, die mit Abstand größte Stadt auf Neuseeland und einzige Millionenmetropole, ist für viele der erste Anlaufpunkt zur Erkundung des Landes und eines der besonderen Reiseziele, die man eigentlich auf jeden Fall besuchen sollte. Mit ca. 1,3 Millionen Einwohnern leben ungefährt ein Drittel aller Neuseeländer hier, trotzdem wirkt die Stadt vielerorts noch ländlich. Bis heute wird hier eher in die Breite als in die Höhe gebaut. Lange Vororte mit Einfamilienhäusern und großen Grundstücken lassen die Grundfläche der Stadt anschwillen, aber auch ländlich und grün wirken. Das Stadtbild ist geprägt von weitläufigen Parkanlagen, geschützen Meeresbuchten und Hafenanlagen, die der Stadt auch den Beinamen "City of Sails" geben.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es relativ schwierig die Stadt zu erkunden, immerhin plant man langfristig den ÖPNV auszubauen. Die Westhaven Marina ist der größte Yachthafen der Südhalbkugel. Erwähnenswert ist auch, dass Auckland auf über 50 zurzeit inaktiven Vulkanen angesiedelt ist. Erdbeben spürt man hier zwar seltener und schwächer als an anderen Stellen Neuseelands, aber auch hier macht man sich Gedanken, was wäre, wenn einer der Vulkane wieder ausbricht. Davon merkt man aber wenig, wenn man in Parnell durch die Shopping-Center wandelt oder eines der internationalen Restaurants besucht. Die ruhenden Vulkane verpassen der City ein hügeliges Antlitz und ermöglichen teilweise hervorragende Aussichten.

Auckland ist auch der beliebteste Ansiedlungspunkt für neue Einwanderer, insbesondere aus Asien und dem Pazifik. Dadurch ist die Stadt besonders multikulturell und bunt. Obwohl sie nicht die Hauptstadtfunktion ausübt (dies ist bekanntlich Wellington), ist sie in vielen Punkt das Zentrum Neuseelands. Auch klimatisch liegt es in einer begünstigten, subtropischen Zone der Nordinsel. Rund um die Stadt gibt es herrliche Strände zum Baden oder Surfen. Ein beliebter Strand ist z.B. Mission Bay, nicht weit vom Zentrum entfernt. Weitere Strände sind Devonport, Long Bay, Maraetai und Takapuna. Hier kann man zum Teil auch exzellent Surfen. Die Harbour-Bridge spannt sich über den Hafen der Stadt, hier kann man auch den Bungee-Springer zuschauen.

Die Stadt hat außerdem zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Neben zahllosen Yachthäfen ist sicherlich ein Blick auf die Skyline interessant. Tausende Segelboote ankern in Aucklands Häfen, das sieht man sicherlich an wenigen Orten der Erde. Anschauen sollte man auch den Fernsehtum Sky Tower (328 m!), das Hafenviertel mit Ferry Building, das Aotea Center, die Town Hall und die Auckland City Gallery. Am Ferry Building kann man auch eine Bootstour zur Vulkaninsel Rangitoto Island buchen. Wer lieber segelt, kann auch einen Segeltörn von Auckland aus über die Tourist Office buchen. Der Tamaki Drive hat eine sehenswerte Promenade und man trifft hier Maoris und Polynesier, die sich beim Sport vergnügen. Auch der Fischmarkt sollte einen Besuch wert sein und bietet sich an für einen Imbiss. Viaduct Harbour ist eine beliebtes Viertel zum essen und ausgehen. 

Vom One Tree Hill und dem Mount Eden ergeben sich schöne Ausblicke über Auckland. Oberhalb des Mount Eden weiden sogar Kühe, es gibt wohl wenige Weltstädte wo man so etwas sieht. Das Auckland War Memorial Museum liegt im Auckland Domain Park. Hier kann man auch sehr authentische Maoris Tänze sehen (Haka). Wer Mitbringsel sucht kann den Otara Market besuchen und wird doch auch kulinarische Spezialitäten aus Polynesien vorfinden. Ein außergewöhnliche Aquarium in mit Antarktisausstellung ist die Kelly Tarlton´s Antarctic & Underwater World. Auch der Zoo der Stadt kann besucht werden und vermittelt einen guten Vorgeschmack auf die Tiere der Inseln. Ein bekanntes Event ist die Pasifika, die im März jedes Jahr im Western Springs Park stattfindet. Sie ist das größte polynesische Fest der Südhalbkugel und es gibt viele Aufführungen und Tänze zu sehen. Auch das Polyfest, hier gibt es Wettbewerbe zwischen Schülern aus den einzelnen Gruppen Polynesiens (u.a. Maoris, Niue und Cook-Inseln), ist ein beliebter Besuchermagnet.

Auch sportlich ergibt sich in der Metropole einiges. Die heimischen Blue sind eine erfolgreiche Rugby -Mannschaft, sie spielen im Eden Park dem größten Stadtion Neuseelands, genauso wie die Mannschaft der Auckland Rugby Football Union. Im Fussball wird die Stadt durch den erfolgreichen Auckland City FC vertreten, ausserdem gibt es jedes Jahr das Straßenrennen "Round the Bays" und weitere Sportarten wie Cricket, Tennis und Schwimmen und sogar Eishockey (2 Stadien). In Auckland hat man es also wirklich schwer sich zu langweilen!

 

Die Nordinsel - mildes Klima und Vulkane

Die Nordinsel Neuseelands wird durch die 35 km breite Cookstraße von der größeren Südinsel getrennt. Ihre Fläche beträgt ca. 114.600 qkm. Sie ist allerdings stärker besiedelt als ihr südlicher Nachbar. Neben der größten Stadt Neuseelands Auckland, befindet sich auch die Hauptstadt des Landes Wellingston auf ihr. Sie ist vulkanisch geprägt, im Inneren gibt es mehrere aktive Vulkane, von denen der Ruapehu (2.797 m) der Höchste ist. Der Norden der Nordinsel ist subtropisch geprägt und besonders angenehm. Hier gibt es auch im Winter quasi keinen Frost und es ist die wärmste Region des Inselreichs.
 
Viele Menschen erreichen Neuseeland über den Internationalen Flughafen in Auckland. Von dort aus starten sie mit ihrer Reise durch das Land. Auckland ist eine multikulturelle Stadt mit internationalem Flair, einer Skyline und vielen größeren und kleinen Häfen. Um die Stadt befinden sich zahlreiche schöne Badestrände. 

Aber auch hier gibt es schöne Strände und verschiedene Events. Weitere beliebte Reiseziele auf der Nordinsel sind u.a. Rotoroa (mit Geysir, Thermalfeldern und Kunstakademie der Maori), die Waitomo Caves (drei beeindruckende Höhlen), die landschaftliche reizvolle Coromandel Peninsula (mit Regenwald, Thermalquellen und schönen Strände, sowie Tauch- und Segerevieren), die Bay of Islands (Fischen, Segeln, Baden) und die Hawke´s Bay mit der architektonisch interessanten Stadt Napier. Hier ist das Klima besonders sonnenreich, die Stadt hat eine schöne Uferprommenade und herrliche Gartenanlagen.
 
Nördlich von Auckland kommt man in die Region Northland, der äußerste Norden Neuseelands mit dem angenehmsten Klima. Ganz im Norden am Kap Reinga (mit der Ninety Mile Beach), das heute eher kahl ist und früher mit Kauri-Wäldern bedeckt war. Nördlich von Daragville findet man den Waipoua Kauri Forest mit dem über 51 m hohen Baum Tane Mahuta. Viele dieser Bäume wurden durch die Harzgewinnung geschädigt und heute wird aufgeforstet. Schöne Strände findet man auch an der Hibiscus Coast, wenn es kalt ist kann man auch Thermalbäder besuchen (z.B. in Waiwera).
 
Whangarei hat einen netten Stadtkern sowie Clapham Clock Museum zu bieten, außerdem sollte man sich im Park die Whangarei Falls anschauen. Für viele das Paradies ist aber die Bay of Islands mit üppiger Vegetation und vielen Inseln, wie der Name schon sagt. Diese Region wird auch von Neuseeländern gerne besucht. Ebenfalls beleibt ist die ehemalige Hauptstadt des Landes Russel, die idyllisch im viktorianischen Stil an der Bucht liegt. Hier gibt es ein Captain Cook Museum und das Hotel Duke of Marlborough. In der Oneroa Bay gibt es schöne Strände.
 
Waitangi ist besonders für Schulklassen aber auch Touristen geschichtlich interessant. Es gehört zur Stadt Paihia und hier kann man das Waitangi House besichtigen wo die Geburtsstunde des modernen Neuseelands war. Es gibt ein Besucherzentrum und verschiedene Maoriskunstwerke zu sehen, auch das Marae. In Paihia kann man noch das Shipwreck Museum besuchen.
 
Eine bekannte Landschaft für den Anbau von Obst ist um den Ort Kerikeri, hier findet man auch mit dem Kemp House (ältestes Gebäude) und dem Stone Store (ältestes Steinhaus) zwei Anziehungspunkte für Reisende. Auch die Rainbow Falls ganz in der Nähe sind sehenswert.
 
Vulkanisch aktiver ist die Region um Rotorua, hier findet man dampfende Quellen, Badeplätze und Geysire aber auch den Tongariro National Park mit drei aktiven Vulkanen. Architektonisch ist auch die Stadt Napier, die nach dem schweren Erdbeben 1931 wieder im sehenswerten Art-Déco Stil wieder aufgebaut. Urlauber besuchen hier auch gerne die Statue der Pania. Besonders bekannt ist auch die Bay of Plenty mit angenehmen, sonnenreichen Klima ideal für Urlaub aber auch den Anbau von Kiwifrüchten. Im Binnenland der Nordinsel kann man den riesigen Lake Taupo besuchen, der aus einer Caldera entstanden ist. Hier schlummert wohkl noch immer ein Supervulkan. Es bieten sich Fahrten zu den am Ufer liegenden Maoris Rock Carvings an. 
 
Wellington dagegen ist der administrative, kulturelle und künstlerische Mittelpunkt des Landes.  Die Stadt wurde 1865 zur Hauptstadt und profitierte dadurch von den Sezessionsbestrebungen der Südinsel, denen damit erfolgreich entgegengewirkt wurde. Von hier aus war das Land einfach zentraler zu verwalten. Hier gibt es daher viele Regierunsgebäude, von denen das Parlamentsgebäude (Beehive) sicherlich das Bemerkenswerteste ist. Auch die Cable Car, das Old Government Buildung (größtes Holzgebäude der Südhalbkugel), das Nationalmuseum (Te Papa Tongarewa) und der Botanische Garten sind beliebte Anziehungspunkte Wellingtons. Wenn es auch nicht so groß wie Auckland ist, ist es trotzdem eine lebendige Metropole mit internationalem Flair.
 
In der Geschichte hatte die Stadt es allerdings nicht leicht, denn Erdbeben sind hier häufiger und die City liegt auch an einer sehr windigen Stelle. Die Wellingtoner stört dies nur bedingt und sie genießen die Lebensqualität der landschaftlich schön gelegenen Stadt. Als Sitz mehrerer Hochschulen gibt es hier auch ein interessantes Nachtleben und eine bekannte Musikszene.  Besonders beliebt ist auch der Stadtteil Te Aro. Auch die Filmindustrie ist hier aktiv und es hat als Zentrum der neuseeländischen Filmindustrie den an Hollywood angelehnten Spitznamen Wellywood.
 
Von der Nordinsel kommt man mit der Fähre zur Südinsel. Wer Neuseeland wirklich kennen lernen möchte, sollte auf jeden Fall beide Inseln besuchen, da sie schon sehr unterschiedlich sind.

 

 

Die Maori im Land der langen weißen Wolke

Der niederländische Seefahrer Abel Tasman war der erste Europäer, der Neuseeland erblickte. 1642 entdeckte er die Südinsel Neuseelands. Hendrik Brouwer nannte kurze Zeit später das Land "Nova Zelandia" und James Cook legte 1769 an. Noch vor diesen Entdeckern, war aber bereits das polynesische Volk der Maori in Neuseeland angekommen.

Die Maori besiedelten Neuseeland oder Aotearoa ("das Land der langen weißen Wolke") vermutlich in mehreren Wellen von Ost-Polynesien aus. Nach ihrer Mythologie stammen sie von der Insel Hawaiki. Sie kamen mit Kanus (waka) über das Meer und beziehen sich und ihre spezielle Herkunft zum Teil noch heute auf bestimmte wakas.

Als die europäischen Entdecker den Fuß an Land setzten, beschrieben sie die Maori als kriegerisch. Die einzelnen Stämme führten auch Kriege gegeneinander. Es kam zu Kontakten zwischen Robben- und Walfängern und es kamen mehr und mehr europäische Siedler nach Neuseeland. Dabei gab es sogar nicht wenige Fälle, wo Europäer sich der Kultur der Maori anschlossen. Da einige Stämme mehr Kontakt zu Europäern hatten, als andere, war auch die Bewaffnung unterschiedlich. Es kam zu blutigen Musketenkriegen zwischen den Stämmen.

Auch eingeschleppte Krankheiten dezimierten die Zahl der Maori. Am 6. Februar 1840 wurde zwischen den Briten und den Maori der Vertrag von Waitangi geschlossen. Neuseeland wurde britische Kolonie, die Maori sollten Land, Fischgründe und ihre Besitztümer behalten. Allerdings gab es Unklarheiten im Vertrag, die zu Konflikten führten. Zwischen 1845 - 1872 kam es in den Neuseelandkriegen auch zu Auseinandersetzungen zwischen der Britischen Krone und den Maori.

Auch heute noch gibt es das Waitangi-Tribunal, dass Ansprüche der Maori untersucht, die zu Entschädigungen oder Rückgaben führen können. Leider sind viele Maori auch heute noch benachteiligt. Allerdings wird mit allerlei Maßnahmen versucht, dies zu ändern. Die Sprache der Maoris, das "Te Reo Maori" ist ebenfalls seit 1987, neben Englisch, Amtssprache Neuseelands. Dies war ein wichtiger Schritt, auch für das Selbstbewusstsein der Ureinwohner. Seit 2004 gibt es auch einen eigenen TV-Sender (Maori Television), der in dieser Sprache ausstrahlt. Bereits seit den 1970er Jahren wurde die Sprache in Schulen und Kindergärten gelehrt.

Auch offizielle Internetseiten sind zweisprachig und öffentliche Bedienstete sollen zumindest Grundkenntnisse der Maori-Sprache haben. Ebenso ist die Nationalhymne Neuseelands zweisprachig wobei zuerst die Maori-Strophe dann die englische Strophe gesungen werden. So ist es gelungen eine Sprache und Identität, die auf dem Rückzug war, wieder als Identitätsmerkmal zu stärken und damit auch die Kultur zu erhalten.

Knapp 600.000 Neuseeländer bezeichnen sich als Maori. Noch mehr haben zumindest entfernte Maori-Vorfahren. Viele Traditionen, Gesänge, Tätowierungen und Wörter sind im Alltag Neuseelands wieder mehr präsent. Wenn man die Situation der neuseeländischen Ureinwohner mit den Aborigines in Australien vergleicht stellt man schnell fest, dass die Maoris als nationale Minderheit eine bessere Position hatten und auch heute noch haben. Allerdings gibt es auch heute noch Verbesserungsbedarf, wobei dies mit bevorzugter Förderung auszugleichen versucht wird. Aber immer noch ist das Einkommen in der Maoribevölkerung niedriger als im Landesdurchschnitt, genauso wie Lebenserwartung und der Anteil der Menschen mit Schulabschluss. Es gibt also immer noch etwas zu tun.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat sich die Bevölkerung Neuseelands aber auch relativ gut durchmischt, viele Neuseeländer haben auch einen oder mehrere Maoris in ihrem Stammbaum und auch die Pakeha, also "weißen" Neuseeländer sind mit vielen Ausdrücken und Verhaltensweisen der Maorikultur aufgewachsen. Das beste Beispiel hierfür ist natürlich der Haka-Tanz, denn die Allblacks, die Rugby-Mannschaft der Kiwis vor dem Spiel aufführen. Viele Ortsnamen aber auch Begriffe im Neuseeländischen Englisch bestehen aus Wörter der Maorisprache. ein gewisser Optimismus ist daher durchaus angebracht.

1994 kam der Film "Once Were Warriors" (dt. "Die letze Kriegerin") in die Kinos, der besonders auf die schwierige Situation der Ureinwohner in den Städten aufmerksam machte.Seit den 1990er Jahren sind auch die Tätowierungen (Ta moko) wieder weit verbreitet, viele Maoris betonen dadurch auch im Alltag das Bekenntnis zu ihrer alten Tradition. Wer heute nach Neuseeland reist wird auch feststellen, dass das folkloristische und künstlerische Erbe der Maoris als touristischer Anziehungspunkt für das Land entdeckt wurde. Es gibt viele Gelegenheiten Holz- und Pounamu-Schnitzereien zu kaufen oder einigen Darbierungen und Shows beizuwohnen, wobei diese nicht immer ganz authentisch sind. Auf jeden Fall sollte man bei seinem Neuseeland-Urlaub nicht nur die imposante Landschaft, sondern auch die interessanten kulturellen Aspekte des Inselarchipels kennenlernen. Über das ganze Land verteilt findet man die Maraes, Zeremonialstätten wo noch heute Reden oder andere kulturelle Aktivitäten stattfinden. Man verwendet sie auch in modernen Schulen für Veranstaltungen, die Universität von Auckland hat ebenfalls ein Marae wo die neuen Studenten begrüßt werden.


Kiwi, als Vogel und Frucht

Fangen wir mit dem Vogel an, denn dieser hat für Neuseeland eigentlich ein noch größeres Gewicht als die Frucht und war auch namensgebend für diese. Der Kiwi-Vogel lebt auch heute noch als flugunfähiger Vogel in den Wäldern von Neuseeland. Es gibt fünf Kiwiarten, die sich auf den zwei Hauptinsel und der Stewartinsel verbreitet haben. Mittlerweile findet man sie auch auf zahlreichen kleineren Inseln des Archipels. Dort wurden sie zum Teil durch den Menschen eingeführt.

Der Vogel ist nachtaktiv und gehört zur Ordnung der Laufvögel als deren kleinster Vertreter.  Mit der Ankunft des Menschen verschwand auch der fast lückenlose Bewuchs des Landes mit Wald. Trotzdem konnte der Vogel überleben und passte sich an. Der Kiwi war und ist den Neuseeländern so sympathisch, dass sie ihn nicht nur zu ihrem Wappentier, sondern auch zur ihrem Nationalsymbol erhoben haben. Und damit nicht genug, sie bezeichnen sich sogar selbst als "Kiwis". Alles was neuseeländisch ist, wird "kiwiana" genannt und viele Produkte und Firmen haben den Zusatz "Kiwi" um zu verdeutlichen, dass man aus Neuseeland kommt.

Ihre Laute sind nachts als schrille Pfiffe bis zu 5 km weit zu hören. Die Tiere werden bis 65 cm lang und 35 cm groß. Das Gewicht kann bis zu 5 KG betragen, wobei interessanterweise die Weibchen schwerer sind. Das Gefieder ist braun, der Kopf klein und der Schnabel lang. So wirkt der Vogel recht drollig, kann aber gut hören und besonders gut riechen. Für einen Vogel haben sie eine relativ neiderige Körpertemperatuzr von 38 °C (die meisten Vögel liegen bei 42 °C). Insgesamt ist dieser Vogel also in nahezu jeglicher Hinsicht ein Exot.

Heute lebt der Kiwi auch in Strauchlandschaften und ist relativ anpassungsfähig, benötigt aber ein Klima mit hoher Feuchtigkeit und humusreichem Boden. Durch den Menschen eingeschleppte Räuber haben den Bestand stark dezimiert und der Vogel steht unter Naturschutz. Das begann bereits mit den Maoris, die sie jagden, zum einen als Nahrungsquelle zum anderen wegen der Federn.

Auch die Europäer nutzen die Federn als Schmuck oder stopften sie aus. Es gibt leider immer noch Regionen wo er ganz verschwunden ist, trotz seiner Anpassungsfähigkeit. Immerhin wurde die Jagd 1896 verboten und 1921 wurde er unter Schutz gestellt. Kiwis waren trotzdem gezwungen neue Bereiche zu besiedeln und leben auch in den Gebirgsregionen, allerdings in der Regel nicht über 1.200 m Höhe.

Die fünf Arten heißen North Island Brown (lebt auf der Nordinsel), Okarito Brown, Haast Tokoeka, Southern Tokoeka und Great Spotted Kiwi. Besonders der Okarito Brown Kiwi gilt als stark bedroht, da es von ihm nur noch einige hundert Individuen gibt.

Die süße und international beliebte Kiwi-Frucht ist ebenfalls zu einem Symbol für Neuseeland geworden, wenn sie auch ursprünglich aus China kam.Eigentlich nannte man sie chinesische Stachelbeere, sie wurde in Neuseeland in großem Umfang angebaut und exportiert. Da sie ebenfalls bald typisch für Neuseeland wurde, bekam sie den Namen Kiwi.


Aktivitäten

Es fällt schwer Aktivitäten zu finden, die man nicht in Neuseeland machen und unternehmen kann. Aufgrund seiner klimatischen und geografischen Beschaffenheit und damit einhergehenden Vierfalt kann man das Land der Kiwis sicherlich als Paradies für Aktivurlauber beschreiben.

Dazu kommt die Ausgefallenheit der Kiwis, die immer eine Idee haben um noch eine kuriosere Sportart für sich zu entdecken. Bungee-Jumping wurde in Neuseeland bekannt gemacht, Zorbing ist sogar eine neuseeländische Erfindung (in einer Kugel aus PVC rollt man Abhänge hinunter). Es ist sicher auch kein Zufall, dass es mit Edmund Hillary ein Neuseeländer war, der 1953 als erster den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest bestieg. Auch das Nationalsport nicht Fussball, sondern Rugby ist, sagt etwas über die Mentalität der Kiwis aus.

Man muss aber nicht unbedingt ein Fan von Extremsportarten und extremer Adrenalinausschüttung sein um sich in Neuseeland wohl zu fühlen. Die imposante Natur lässt sich auch auf angemessenen Wanderungen und Trekkingtouren genießen. Natürlich kann man in den neuseeländischen Alpen auch das Bergsteigen und Klettern ausüben. Auch jegliche Art von Wassersport ist in Neuseeland möglich. Das reicht vom Baden, Schnorcheln und Tauchen über Kajak-, Kanu- und Raftingtouren. Ein besonderes Erlebnis sind sicherlich das baden in einem Geothermalbad mit Schlamm und Wellness. Um Rotorura gibt es hierfür einige gute Möglichkeiten.

Andere mögen eher das ausgefallenere Parasailing, auch dieses in in diesem Aktivland machbar. Angler werden ebenfalls in Neuseeland ideale Möglichkeiten vorfinden, genauso wie Freunde des Wind- und Kitesurfing. Die Meere um Neuseeland sind zum Teil hervorragende aber nicht unbedingt einfache Regionen für Segler. Canyoning, Orientierungslauf aber auch Fahrradfahren, Reiten und Golf - alles Möglich in diesem Land am Ende der Welt. Wer es ruhiger mag, kann auch mal einen romantischen Strandspaziergang machen oder eines der vielen Museen in den Städten besuchen. In den Metropolen des Landes wie Auckland und Wellington finden regelmäßig auch internationale Events statt, die ebenfalls einen abwechselnden Zeitvertreib bieten. Natürlich kann man auch eines der idyllisch gelegenen und gemütlichen Weingüter besuchen. Es gibt auch viele Möglichkeiten das Land und seine Natur aus der Luft zu entdecken, sei es auf einem Hubschrauberrundflug, als Fallschirmspringer, beim Paragliding oder auf einer Ballonfahrt.

Vogelfreunde werden die Vogelwelt hier beobachten wollen und sicher einige Möglichkeiten finden, auch Walbeobachtungen sind möglich. Überhaupt bietet die exotische Tier- und Pflanzenwelt viele Möglichkeiten zu Exkursionen und Beobachtungen, genauso wie verschiedene Höhlen und Gletscher. Auch im Bereich des Wintersports gibt es nahezu die gleichen Möglichkeiten wie in den Alpen von Langlauf, Alpinski zum Snowboarden. Wichtig ist natürlich auch in Neuseeland, dass man mit ortskundigen, erfahrenen und kompetenten Menschen zusammen ist und deren Tipps entsprechend befolgt. Denn bei aller Schönheit, birgt die Natur auch auf Neuseeland durchaus Gefahren.

 

Neuseeland = Hobbitland

2001 kam der erste Teil der „Herr der Ringe“-Trilogie von Peter Jackson in die Kinos- seitdem ist für Neuseeland nichts mehr, wie es einmal war. Zumindest was die Tourismuszahlen betrifft, denn mit dem Herr der Ringe-Hype auf der ganzen Welt der erst mit dem letzten Film „Die Rückkehr des Königs“ 2005 ein wenig abebbte, kamen auch eine Vielzahl neuer Besucher ins Land. Um 17% konnten die Urlauberzahlen seitdem gesteigert werden. Längst hat das Tourismusmarketing des Landes das Potential erkannt und nimmt das Thema „Mittelerde“ aktiv in seine Kampagnen mit auf.

Anfang 2013 wird die Begeisterung um Bilbo, Frodo & Co. mit der Premiere des Prequels „Der Hobbit“ neu entfacht. Über eine Million Neuseeländische Dollar wurden vom Land investiert, um ganze Städte in Mittelerde zu verwandeln. Da der „Hobbit“ ebenfalls als Dreiteiler angelegt ist, wird das Konzept sicherlich aufgehen und auch die nächsten Jahre Neuseeland Anlaufstelle Nummer eins für Cineasten bleiben. Zeit also sich mal anzusehen, was Tolkien, Hobbit- & Herr der Ringe-Fans wirklich in Neuseeland erwartet:

Etwa drei Stunden von Auckland entfernt liegt das Örtchen Matamana. Hier in der Region Waikato liegt die wohl wichtigste Mittelerde-Sehenswürdigkeit: Hobbingen. Das Hobbit-Dorf mit seinen charakteristischen grasbewachsenen Bauten steht hier dauerhaft und ist für Besucher geöffnet.

Mordor mit seinem Vulkan liegt in Neuseeland im Tongariro National Park. In vier Autostunden von Auckland aus erreicht man das wunderschöne Naturreservat in dem ebenso das Bayview Chateau Tongariro Hotel liegt, in dem die Filmcrew untergebracht war und zahlreiche Souvenirs an die Dreharbeiten erinnern.

Die Pferdeherren von Rohan wohnen in der Stadt Edoras. Als Kulisse dafür diente der Mount Sunday nahe Christchurch im Hochland des Ashburton Districts.

Nahe der Stadt Twizel liegt eine riesige, grüne Ebene, die Fans sofort als die Pelennor-Felder vor Minas Tirith erkennen. Hier fand im dritten Teil der HdR-Trilogie die entscheidende Schlacht Gondor & Rohan gegen die Orks Saurons statt. Filmtouren sind direkt in Twizel buchbar.

Gemächlich paddelten die Gefährten im ersten Teil auf dem Fluss Anduin dahin, ohne zu wissen, welche Gefahren ihnen noch bevorstehen. Für den Fluss war der Waiau River Kulisse. Der Wald Fangorn in dem die (unter Filmfans heiß diskutieren) Ents wie Baumbart leben, befindet sich im echten Leben links und rechts der Takaro Road ganz in der Nähe des Waiau-Flusses.

Und zuletzt natürlich nicht zu vergessen: Wellington. Ausgehend von der Hauptstadt Neuseelands kommt man schnell zu sehr vielen Cine-Highlights. So ist der Wellington Kaitoke Regional Park bei Fans auch unter dem Namen Bruchtal bekannt und der Mount Victoria mitten in der Stadt diente als Kulissen für den Wald von Hobbingen.

Lust, sich das mal selbst anzusehen? Ausflüge, Reisebausteine und mehr rund um Mittelerde kann man auch von Deutschland aus bei bestimmten Spezialanbietern wie Pacific Travel House buchen. Möge also die Macht mit Euch sein … Ah, nee, das war was anderes. Genau: One Ring to rule them all…