Diese Webseite verwendet Cookies. Mehr hierzu unter: Datenschutz

www.Reisemagazin24.net - Cornwall www.Reisemagazin24.net
www.Reisemagazin24.net

Cornwall

Cornwall ist ohne Zweifel eine der bekanntesten Grafschaften Englands und gilt als der mediterrane Süden der ganzen Insel. In Deutschland boomt das Interesse am äußersten Süden und Westen Großbritanniens und das liegt natürlich auch an den Romanen von Rosamunde Pilcher, die in der wildromantisch-rauen Landschaft dieses Landstrichs eine ideale Kulisse finden. Die vielen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen machen die Landschaft auch interessant für Reisen oder einen längeren Urlaubsaufenthalt.

Die Grafschaft, die von Devon über den Fluß Tamar getrennt ist, ragt weit in den Atlantik hinein und wird vom warmen Wasser des Golfstroms umspült. Dies verschafft dieser Region ein einzigartig, mildes Klima und eine für diesen Breitengrad üppige Vegetation mit subtropischen Palmen und gepflegt aber urwüchsig anmutenden Gärten. Besonders bekannt sind natürlich die wunderschönen Rhododendron-Gewächse des Landes. England gilt allgemein natürlich als besonders geschichtsträchtig und auch hier findet man viele Burgen, Kirchen, Klöster, Herrenhäuser und Landsitze aus vergangenen Tagen. Herrliche Kulissen, Landschaften und Küstenabschnitte entdeckt kann man übrigens entlang des South West Coast Path erwandern.



Das Minack Theatre in Cornwall

Eine besondere Attraktion Cornwalls sind in der Tat seine Gärten, besonders bekannt sind die Lost Gardens of Heligan in der Nähe von St Austell. Der Garten gliedert sich in verschiedene Zonen mit Pavillions, Wunschbrunnen, Dschungel und verlorenem Tal. Hier findet man über 300 verschiedene Obst- und Gemüsearten und exotische Pflanzen. Außerdem gilt der Ort als mystischer Ort aus keltischen Zeiten. Überhaupt findet man in der Region viele mystische Relikte aus dem Zeitalter der Kelten und Druiden sind auch heute durchaus noch zu finden. Ganz anders dagegen das faszinierend, moderne Eden Project. Unter seinen Kuppeln gedeihen etliche Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen.

Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollten die herrlichen Strände und Küstenabschnitte der Grafschaft. Kilometerlange, weiße Sandstrände laden zu ausgedehnte Strandspaziergängen ein. Die Newquay an der Nordküste ist bei Surfern sehr beliebt, St Ives hat kristallklares Wasser und gilt als Künsterkolonie und Penzance im Westen ist ebenfalls ein beliebter Badeort in dem man sogar Kanarische Dattelpalmen findet.

Auch kulturell hat die Landschaft viel zu bieten. Ein wahrer Hochgenuss ist für den Kenner sicherlich eine Vorführung der Werke Shakespeares im Minack Theatre. Es befindet sich nahe Porthcurnos und mutet eher römisch an als britisch. In einer einzigartigen Kulisse kann man hier abends Komödien, Opern oder Musicals anschauen. Und das direkt am Meer und umgeben von gartenähnlichen Hängen. Ein einmaliges Erlebnis. Desweiteren sollte man sich bewusst sein, dass die Grafschaft in vielen Punkten noch kornisch bzw. cornish ist. Dies betrifft nicht nur die Sprache sondern auch die Mentalität. Der kornische Name der Grafschaft ist übrigens Kernow. Die Sprache hat in Großbritannien offiziell einen Minderheitenstatus und ähnelt dem Walisischen im benachbarten Wales und dem Bretonischen.

Wer meint, dass man in England kulinarisch nicht viel erleben kann war noch nicht in Cornwall. Immer mehr kreative Köche haben Cornwall entdeckt und bezaubern mit frischen Zutaten Einheimische wie Reisende. Frischer Fisch aber auch Scones und Clotted Cream sowie alkoholische Spezialitäten wie Cider und Perry. Wer allerdings auf Fish & Chips und urigen Pubs (mit frischem Bier und Livemusik) steht wird natürlich auch in den Orten der Region fündig werden.

Der westlichste Punkt Englands ist bekannt als Land´s End, von hier aus würde man in Amerika landen, wenn man immer weiter westlich segelt. Der südlichste Punkt liegt ebenfalls in Cornwall und zwar auf der Halbinsel Lizard (Lizard Point). Eine weitere Besonderheit sind die Scilly-Inseln (Scilly Isles), die 45 km südwestlich von Land´s End und noch einmal mehr vom Golfstrom begünstigt sind und mit Palmen, Pinien und Palmen fast schon tropisch wirken. Es handelt sich bei dem Archipel meist um winzige Inselchen und Riffe, von den 140 Inseln sind nur 6 bewohnt. Verwaltungszentrum ist Hugh Town auf St. Mary´s. Erreichbar sind die Insel von Penzance, Newquay aber auch andere Städten sowohl aus der Luft als auch auf dem Seeweg. Immer mehr übernachten auch dort um das südländische Flair mit britischem Charme entspannt genießen zu können.

Erreichbar ist Cornwall von Deutschland aus übrigens nicht nur mit dem Auto, Bus oder Zug sondern auch bequem mit dem Flugzeug z.B. über Düsseldorf nach Newquay. Wir hoffen Ihnen mit dieser Seite einen guten Einstieg in die bezaubernde Region zu ermöglichen und wünschen Ihnen einen schönen Urlaub in Kernow!

 

Basiswissen zu Cornwall

Viele Menschen wissen von Cornwall nicht viel mehr, als dass es in England liegt und kennen vielleicht noch Rosamunde Pilcher. Es steht dabei als Synonym für den ganzen Süden Englands. Wir haben hier um die Kenntnisse etwas zu verfeinern, einige wichtige Fakten aufgelistet. 

 

Name: Cornwall
Status: Unitary Authority (Zeremonielle Grafschaft), die Scilly-Inseln bilden eine eigene UA
Region: South West England
Staat: Großbritannien
Fläche: 3.563 qkm (etwa 1,5 mal so groß wie Luxemburg)
Verwaltungssitz: Truro (ca. 17.500 Einwohner)
Einwohner insgesamt: ca. 540.000
Bevölkerungsdichte: 151/ qkm
Sprachen: Englisch, keltisches Cornish (Minderheitenstatus)
Weitere Städte: u.a. Newquay, St Austell, Camborne, Falmouth, Penzance, St Ives
Int. Flughafen: Newquay (Newquay Cornwall Airport), Lufthansaverbindung Newquay-Düsseldorf
Höchster Punkt: Brown Willy (416 m) im Bodmin Moor
Geografische Besonderheiten: Westlichster (Land´s End) und südlichster Punkt (Lizard Point) Englands liegen in Cornwall
Klima: Ozeanisch-gemäßigt mit maritimen und mediterranen Zügen
Verkehr: Cornwall wird durch die Hauptverbindungslinien der A30 und A38 erschlossen. Eisenbahnlinie von London bis Endstation Penzance.
Wirtschaft: Die Grafschaft ist eine der am wenigsten industriell entwickelten Regionen Englands. Wichtige Wirtschaftszweige sind u.a. Landwirtschaft, Tourismus, Dienstleistungen, Fischerei (früher auch Bergbau)

 

 

Klima und Wetter in Cornwall

Einer der prägendsten Faktoren in der Attraktivität von Cornwall ist sicherlich das milde, angenehme Wetter in der Region. England hat nicht gerade den besten Ruf was sein Wetter angeht, wobei es auch für andere Ecken des Landes nicht gerechtfertigt ist.

Der Süden Englands wird massgeblich vom Golfstrom beeinflusst. Je weiter man nach Westen kommt, umso wärmer wird es, so dass Cornwall das mediterranste Klima Großbritanniens aufweist. Hier gedeihen subtropisch und tropische Pflanzen, Palmen und üppige Gärten, für die die Grafschaft so bekannt ist.

Trotzdem sollte man natürlich bei aller Euphorie nicht verschweigen, dass das Wetter natürlich auch in Cornwall wechselhaft ist. Durch den starken ozeanischen Einfluss und Winde kann es jederzeit zu einem Wetterumschwung kommen und zu einer Regenschauer. Allerdings hat dies auch seinen Reiz, man muss nur kleidungstechnisch immer darauf eingestimmt sein.

Regenbekleidung und Regenschirm sollte also immer in Reichweite sein. Auch ein dickerer Pullover kann nie schaden, insbesondere in den höheren Gegenden oder in windigen Bereichen. Im Gegenzug sollte man allerdings auch die Sonneneinstrahlung vor allem im Sommer nicht unterschätzen, Cornwall ist eine der sonnenrechsten Gegenden im Vereinigten Königreich. Besonders hervorzuheben sind hier auch die klimatisch besonders günstig gelegenen Scilly-Inseln.

Das ist es dann aber auch schon. Sonderliche Wetterextreme und allzu große Temperaturunterschiede sind selten in der Region. Auch die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten halten sich im Vergleich zum Kontinent in Grenzen, Schnee ist selbst im kältesten Winter eher selten und bleibt meist nur Stunden oder wenige Tage liegen.

 

Sehenswürdigkeiten in Cornwall

Es gibt einige Sehenswürdigkeiten in Cornwall und so wird ein Urlaub oder eine Reise in die Region nie langweilig werden. Besonders bekannt ist die Grafschaft natürlich für ihre Gärten, besonders bekannt sind hierbei u.a. das Eden Project, die subtropischen Glendurgan Garden (nahe Falmouth), die Lost Gardens of Heligan, Trebah Garden, Trengwainton Garden und der Trelissick Garden in Truro (Stadtteil Feock).

Landschaftliche Schönheiten hat Cornwall viele, besonders bekannt sind Land´s End, der westlichste Punkt Englands auf der Hauptinsel. Westlichster sind nur die Scilly Islands, die man bei klarem Wetter von den Klippen dort sehen kann. Für Wanderungen ist dieses Gebiet gut geeignet. Hier gibt es auch einen Themenpark und einige Schiffe zu besichtigen.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist auch die Halbinsel The Lizard mit Lizard Point, dem südlichsten Punkt des Landes. Die urspüngliche Landschaft und die seltene Pflanzenwelt (mit der seltenen Cornwall-Heide) sind hier besonders sehenswert. Wanderwege wurden vom National Trust angelegt, der hier auch ein Hotel bzw. eine Jugendherberge betreibt. Hier ist es ruhiger als an Land´s End, es gibt Klippen, kleine Dörfer und schöne Strände. In der Nähe gibt es die Goonhilly Satelite Earth Station zur Beobachtung von Satelliten mit Besucherzentrum. Für Wanderfreunde ebenfalls ein Tipp ist ferner das Bodmin Moor mit seiner Moorlandschaft.

Südöstlich von Bodmin findet man Lanhydrock, ein vikorianisches Landhaus mit typischem Areal inklusive Garten und Park. Im Bereich Falmouth findet man das Pendennis Castle und das St Mawes Castle, der Ort selbst ist ein beliebtes Zentrum der Kneipen- und Künstlerszene. Als besondere Künsterkolonie hat sich natürlich St Ives herumgesprochen, hier gibt es einige sehr schöne und lange Strände (u.a. Porthminster Beach und Porthmeor Beach). Außerdem kann man hier klassische und schrille Kunst entecken und kennenlernen. Besonderer Anziehungspunkt ist der Rundbau der Tate Gallery, die hier 1993 eine Aussenstelle eröffnete. Besonders idyllisch ist auch der Hafen und die ganze Umgebung, die St Ives zu einem besonderen Highlight machen. Lostwithiel war einst Hauptstadt von Cornwall, heute ist es eher beschaulich und auch interessant durch das nahe liegende Restormel Castle. Die heutige Hauptstadt Cornwalls ist Truro, hier findet man eine bekannte Kathedrale und das Royal Cornwall Museum, das älteste der Grafschaft.

Wer eine Mischung aus antiken Amphietheater und Shakespeare sucht, der sollte unbedingt das Minack  Theatre bei Porthcurno besuchen. Eine absolut sehenswerte Einrichtung und interessante Darbietungen ergeben ein Top-Reiseziel. Freude der Romantik Englands und der Artussage werden mit Tintagel Castle, der alten Burgruine wo der Sage nach König Artus geboren wurde, sicherlich einen Besuch abstatten. Im Ort Tintagel findet man noch ein altes Postamt und ein sehenswertes Herrenhaus aus vergangenen Tagen. Am Fluss Pol liegt der hübsche Fischerort Polperro mit seinem Schmugglermuseum. Auch wenn die Fischerei nicht mehr so rentabel ist, gibt es immer einige Fischerboote hier zu sehen.

Für Wanderer etwas Besonderes ist sicher auch der South West Coast Path, der neben Cornwall auch die Grafschaften Devon, Somerset und Dorset streift. Allerdings ist er durchaus anspruchsvoll was die Kondition angeht. Dafür durchwandern man aber auch die unterschiedlichsten Landschaften, Wälder, Stränden und Küstenabschnitte. Herrliche Aussichtsmöglichkeiten und Fischerdöfer sowie moderne Surforte rund das Bild ab. 

Etwas über die damals wirtschaftlich wichtigen Bergbauminen erfährt man in der Geevor Tin Mine, die sich zwischen den Orten Pendeen und Trewellard befindet. Die unterirdischen Schächte ermöglichen einen Einblick in die schwere Arbeit der Bergleute.

Für Freunde der Subtropen sind die Isles of Scilly (Scilly-Inseln) 45 km südwestlich von Land´End genau das Richtige. Die Inselgruppe besteht aus mehr als 140 Inseln, wovon jedoch nur 6 bewohnt sind. Aufgrund ihrer Lage mittem im Golfstrom ist das klima hier besonders warm. Es blühen Palmen, Zitrusfrüchte, Pinien und Azaleen. Größte Insel ist St. Mary´s, wo sich auch der Hauptort Hugh Town befindet. Weitere Inseln sind u.a. Tresco, St. Martin´s, St. Agnes. Da vor den Inseln eine Schiffswracks liegen, sind sie auch für Taucher ein beleibtes Revier. Erreichbar sind sie mit dem Hubschrauber, Flugzeug oder Schiff. Von Penzance aus gibt es die Möglichkeit mit einem Schiff überzusetzen oder den Hubschrauberplatz zu nutzen.

Penzance selbst hat zahlreiche Gärten, einen schönen Strand, das für Kunstfreunde interessante Penlee House, eine nette Promenade mit Hafen und ein Lido-Freibad zu bieten. Nahe Penzance findet man auch Carn Euny, eine alte Siedlung aus der Eisenzeit. Besonders interessant in Cornwall sind natürlich auch die vielen Zeugnisse der mystisch-keltischen Vergangenheit. Besonders zahlreich sind die vielen Megalithformationen, die man an vielen Punkten besichtigen kann. Zeugnisse dieser Zeit sind z.B. der Tristan Stein (nahe Fowey), Boscawen-ûn (nahe St Buryan), der Steinkreis Merry Maidens , The Hurlers, sowie das Grab Zennor Quoit.

 

Geschichte

Cornwalls Geschichte ist in vielen Punkten natürlich die gemeinsame Geschichte Englands und ganz Großbritanniens. Allerdings gibt es auch einige Besonderheiten, die wir hier kurz darstellen möchten. Wir haben daher eine kleine Zusammenfassung mit einigen wichtigen Zeitdaten aufgestellt:

Bereits seit der Altsteinzeit war Cornwall besiedelt. In der jüngeren Steinzeit wanderten Siedler aus der Megalithkultur ein, die schon Landwirtschaft und Fischfang betrieben. Von ihnen sind auch heute noch einige Hünengräber in der Grafschaft erhalten geblieben. Später wurde bereits mit Bronze gearbeitet und Gegenstände wie Becher hergestellt.

Ab dem 6. Jahrhundert vor Christus wurde das Land von den Kelten eingenommen, die damals weite Teile Europas besiedelten. Sie verstanden sich schon auf die Herstellung von Eisen. Das Jahr 43 nach Christus brachte das Eindringen der Römer in Britannien, wobei Cornwall nicht eingenommen wurden und viele Kelten aus anderen Teilen der Insel als Zufluchtsstätte diente.

Leider waren sich die Kelten auch nicht immer einig und kämpften zum Teil gegeneinander. In der Folgezeit spielt auch die Artussage und laut dieser wurde auf Tintagel Castle König Artus geboren. In der Folgezeit wurde Cornwall durch Mönche aus Wales, Irland und der Bretagne dem Christentum angehörig. Es regierten in weiten Teilen Englands nun die Angelsachsen, wobei Cornwall keltisch blieb.

1066 eroberten die Normannen unter Wilhelm dem Eroberer (William the Conqueror) England und 1072 auch Cornwall. Aufgrund seiner besonderen Identität und Bevölkerung wurde es unter Edward III. eine eigenen Grafschaft mit zum Teil erweiterten Befugnissen. Sein ältester Sohn Edward of Woodstock (Schwarzer Prinz) übernam die dortige Herrschaft. Aus dieser Zeit stammt auch die Tatsache, dass der britische Thronfolger nicht nur Prince of Wales sondern auch Herzog von Cornwall ist.

In der englischen Literatur war die Grafschaft immer etwas Besonderes und wurde von einige Schriftstellern immer wieder als Handlungsort ausgewählt (z.B. Virgina Woolf oder in jüngerer Zeit Rosamunde Pilcher).  Seine wirtschaftliche Grundlage waren die Zinnmienen, ein erfolgreicher Wollhandel und die Fischerei. Durch hohe Steuern kam es Anfang des 15 Jahrhunderts zu einer Revolte gegen England. Um die 15.000 Cornishmen maschierten unter ihren Anführern Thomas Flamank und Michael Joseph Richtung London, wurden aber einige Kilometer vor London bei Blackheath gestoppt. Kurze Zeit später behauptete Perkin Warbeck der eigentlich der als tot geglaubte Richard (Duke of York) zu sein und baute ein Heer auf. Auch dieses wurde jedoch von den königlichen Einheiten Heinrichs VII. gestoppt. Auch die spätere Prayer Book Rebellion wurde von den Engländern niedergeschlagen. 

In der Folgezeit beruhigte sich die Lage etwas und der Südwesten Englands profitierte von dem Aufstieg Englands als Seefahrernation. Der Freibeuter sir Francis Drake und auch Sir Walter Raleigh kaperten viele spanische Schiffe und erlangten Ruhm. Zum Schutze vor Angriffen vom Meer aus wurden Befestigungen errichtet. Schlimm dagegen war für die Bevölkerung der Bürgerkrieg zwischen Royalisten und Parlamentsänhängern 1642 - 1649. Später gab es auch eine starke Auswanderung Richtung Nordamerika und Australien. Auch der Bergbau ging schlechten Zeiten entgegen und Zinn kam aus den Kolonien. Zuerst durch Adlige, später aber auch durch viele Bürgerliche entstand der erste Tourismus und Cornwall wurde von vielen Italien vorgezogen.

Von den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts war Cornwall weniger betroffen als andere Regionen des Landes. Dies hatte es insbesondere seiner geografischen Lage im äußersten Westen zu verdanken. Viele Briten brachten sogar ihre Familie im Südwesten in Sicherheit. Seitdem Großbritannien seit 1973 in der EG bzw. EU ist, wurde die Region mit finanzielle Hilfen unterstützt, mit dem man den Niedergang anderer Wirtschaftsbereiche ausgleichen konnte. Insbesondere die Infrastruktur und die Entwicklungen im Tourismus wurden verbessert.

Wichtige Einrichtungen wurden geschaffen, wie 1993 die Eröffnung einer Aussenstelle der Tate-Gallery in St Ives, 2001 dem Eden Projekt und 2002 die Einrichtung des National Maritime Museums in Falmouth.

 

Gärten in Cornwall

Durch das milde Klima, aber auch durch das faszinierende Talent seiner Bewohner ist Cornwall eine Destination, die man überwältigenden und herrlichen Gärten aufwartet. Gartenliebhaber werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen und werden sicherlich auch so manche Anregung für zuhause mitnehmen können.

Etwas ganz Besonderes in diesem Bereich ist sicherlich The Eden Project, denn hier gibt es Gewächshäuser mit jeweils vier miteinander verbundenen Kuppeln. Rein äußerlich sieht dies schon imposant aus und im inneren werden verschiedene Klimazonen simuliert. Dies Gewächserhäuser nahe St. Austell (bei Bodelva) sind im übrigen die größten der Erde. Eröffnet wurde die Anlage 2001. Hier erfährt man auch mehr über die medizinischen Möglichkeiten verschiedener Pflanzen, außerdem werden besonders vom Aussterben bedrohte Arten nachgezüchtet.

Südlich von Falmouth befindet sich Trebah Garden, ein subtropischer Garten mit etwa 11 Hektar Fläche. Der Garten liegt in einer Schlucht, die von einem Wasserlauf durchflossen wird. Hier findet man aufgrund des milden Klimas Bambus, Agaven, Gunnera und Yuccas. Besonders eindrucksvoll sind die Frühlungsmonate in denen der ganze Garten in lechtendem Rhododendron erstrahlt.

Bei Feock befindet sich der Trelissick Garden, ein subtropischer Garten der aber insbesondere fernöstlich gehalten ist. Der Landschaftspark beinhaltet Taschentuchbäume, Yuccas, Rhododendron und Baumfarn. Es gibt einen Kräutergarten und eine besondere chinesische Zeder im Zentrum.

Auch der Trengwainton Garden nahe Penzance wird gerne von Einheimischen wie Urlaubern besucht. Hier findet man fremdartige, exotische Baumfarne, Sträucher und Bäume. Natürlich entdeckt man auch hier den Rhododendron, aber auch Magnolien und Kamellien. Der Park gilt im übrigen als besonders familienfreundlich, hier gibt es u.a. spezielle Wege für Kinder.

Besonders bekannt sind auch The Lost Gardens of Heligan, er befindet sich bei Mevagissey ebenfalls nicht weit weg von St. Austell. Der große Park ist eine Mischung aus Schlucht und englischem Park. Dem Park wird etwas Mystisches nachgesagt. Es gibt einen Ziergarten (mit Pavillion und Teichen), Nutzgarten, Dschungel  (mit Bambus, Agaven, Gunneras und Rhododendron) und The Lost Valley.

Der Glendurgan Garden liegt an der Mündung des Helford River und ist ebenfalls ein kornischer Schluchtgarten. Die subtropische Vegetation mit Hanfpalmen, Bambus und Yuccas ist üppig. Außerdem gibt es einen Teich. In der Mittel der Anlage gibt es einen großen Irrgarten aus Lorbeerhecken.

 

Typisch

Es gibt viele Dinge und Eigenschaften die typisch für Cornwall sind. Da wären natürlich als erstes das angenehme Klima, hervorgerufen durch den nahen Golfstrom. So findet man in Englands Südwesten Palmen, Bambus und andere Gewächse, die sonst eher in den Subtropen zu finden sind. Die schönen Strände und die pittoresken Fischerdörfer sind ebenfalls ziemlich typisch für diese Region.

Dazu die Schlößer, Burgen und Herrenhäuser in grünen Landschaften sowie verwunschene, subtropische Gärten und Buchten. Dies macht alles sicherlich den besonderen Reiz dieser Grafschaft aus. Wer davon einen Eindruck haben möchte, sollte sich einmal Rosamunde Pilcher Filme anschauen. Man wird natürlich auch immer wieder der eigenen Sprache, dem Cornish begegnen. Viele Orts- und Städtenamen beginnen mit Tre-, Pol- und Pen-. Die Cornishmen nennen ihre Grafschaft übrigens, Kernow.

Es ist diese Mischung aus mediterranem und englischem, wo sonst findet man ein römisch anmutendes Theater an schroffer Küste und Shakespeare-Aufführungen? Das Minack-Theatre ist da sicherlich etwas Besonderes und ein Besuch ein Erlebnis. Auch die Menschen in Cornwall haben durchaus typisches Eigenschaften und sehen sich in der Regel nicht nur als Engländer. Cornish zu sein ist etwas Besonderes und wer einen Urlaub hier verbringt wird schnell merken warum. Man sollte sich nicht wundern, wenn einem in Cornwall Druiden begegenen, denn die keltischen Traditionen und die Mystik werden hier noch geachtet und gepflegt.

Besonders stolz wird hier auch die Traditiondes Cream Tea gepflegt. Diese nennt man nicht ohne Grund in Großbritannien die Cornish Crema Tea! Und ma n kann sich gut an diese Tradition gewöhnen, wenn man am späten Nachmittag im Tea Room dann Scones (leicht süße Brötchen) mit Tea, Erdbeermarmelade (Jam) und Clottered Cream (dicker Rahm) zu sich nimmt. Als eines der Zentren der Milchwirtschaft ist die Clottered Cream hier typisch. Eine weitere Spezialität ist der Scrumpy Cider, ein alkoholhaltiger Apfel- oder Birnenwein aus Fallobst.

 

Sprache

Natürlich ist auch in Cornwall die Amtssprache und daneben auch meist gesprochenen Sprache Englisch. Zu Englisch, einem nahen Verwandten des Deutschen und der heutigen Weltsprache muss man eigentlich nicht viel sagen. Heute haben sehr viele Menschen englische Sprachkenntnisse und diese werden dem Urlauber auch in Cornwall immer weiterhelfen.

Neben Englisch gibt es aber in der Grafschaft Cornwall eine anerkannte Minderheitensprache, das Kornisch (Cornish, Kernowek). Diese keltische Sprache war bis ins 18. Jahrhundert hinein eine gesprochenen Sprache. Sie ist verwandt mit dem Walisischen und beide Sprachen wurden im Mittelalter mehr und mehr durch die vordringenden Angelsachsen durch Englisch ersetzt. Dann starb sie aus, wurde jedoch im 20. Jarhundert wiederbelebt.

Kornisch begegnet dem Reisenden in der Regel nur auf zweisprachigen Ortstafeln. Es gbt aber auch wieder um die 300 aktive Sprecher, wobei sich hier bei der Rekonstruktion unterschiedliche Varianten ergeben haben. Einige Menschen in Cornwall, aber auch in den Auswanderungsländern wie den USA und Australien können einige Redewendungen und Vokabeln in dieser Sprache. Auch in Schulen kann sie freiwillig wieder unterrichtet werden.

 

Wirtschaft Cornwalls

Die Wirtschaft von Cornwall war lange Zeit basierend auf den Bereichen Bergbau und Fischerei. Beide Bereichen wurden über die Jahrhunderte weniger rentabel, der Bergbau bekam Konkurrenz aus den britischen Kolonien (wie z.B. importierter Zinn) und anderen Gebieten, wo man günstiger fördern konnte. Die letzte Miene hielt immerhin noch bis 1998 durch, mit ihrem Schließen war eine ca. 4000 Jährige Tradition beendet. Und auch der Fischfang wurde wie vielerorts schwieriger, wobei auch noch heute Menschen davon leben.

Was viele nicht wissen ist, dass das landschaftlich so reizvolle und idyllische Cornwall zu den ärmsten Regionen Großbritanniens zählt. Es wird daher auch von Förderungen der britischen Regierung und der Europäischen Union (EU) unterstützt. Die Arbeitslosigkeit war lange Zeit sehr hoch, aber seit einigen Jahren hat sich ein positiver Trend bemerkbar gemacht.

Insbesondere durch den Tourismus sind die Erwerbsmöglichkeiten der Grafschaft und seiner Einwohner verbessert worden. Die Infrastruktur wurde ebenfalls verbessert und auch andere Dienstleistungen sind vielversprechend. Neben den vielen landschaftlichen und historischen Sehenswürdigkeiten werden auch neue Projekte geplant oder sind bereits umgesetzt wie z.B. The Eden Project.